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Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

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August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

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Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

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Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

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Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Literatur | Lesung

[denken erlaubt] Roxane Gay- Bad Feminist

Robert Musil Literatur Museum

Veranstaltung des Frauenbüros für Frauen, Chancengleichheit und Generationen in Kooperation mit dem Stadtmarketing Klagenfurt. Eintritt frei
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Peter Pirker, Vortrag und Buchvorstellung

Robert Musil Literatur Museum

Veranstaltung des Robert Musil Instituts für Literaturfoschung/Kärntner Literaturarchiv und des Mathausen Komittees Kärnten/ Koroška
Literatur | Lesung

Antrittslesungen neuer Mitglieder*innen des KSV

Robert Musil Literatur Museum

Veranstaltung des Kärntner Schriftsteller und Schriftstellerinnen Verbandes
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In der Reihe: MEIN BUCH: Gaby Schaunig

Robert Musil Literatur Museum

Musil Institut
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Große Zeiten, Lyrik von Erich Kästner

Robert Musil Literatur Museum

Literarisch-musikalischer Abend mit Peter Raab Veranstaltung der GAV Grazer Autorinnen Autoren Versammlung
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In der Reihe: MEIN BUCH, Aron Stiehl

Robert Musil Literatur Museum

Veranstaltung des Robert Musil Instituts für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv
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Zukunftsreich

Robert Musil Literatur Museum

Buchpräsentation von der Autor*innen Gruppe scribaria und Vernissage von Maria Mlecnik-Olinowetz Veranstaltung der Autorinnen Gruppe scribaria
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Lesung von Anna Baar

Robert Musil Literatur Museum

Musil Institut
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Antonio Fian und Bernhard Strobel

Robert Musil Literatur Museum

Lesung des Musil Institut
Literatur | Lesung

[denken}erlaubt]

Robert Musil Literatur Museum

Bücher am Puls der Zeit und darüber hinaus Heide Schmidt - Ich sehe das so Warum Freiheit, Feminismus und Demokratie nicht verhandelbar sind.
Literatur | Lesung

Lydia Mischkulnig / Gabriel Lipuš

Robert Musil Literatur Museum

Lydia Mischkulnig: Lesung und Essay, Gabriel Lipuš: Vertonungen Gedichtzyklus F. Hafner Im Rahmen der Ausstellung/ Razstava Spuren / Sledi Wir bitten um Anmeldung unter: musilinstitut@aau.at oder unter 0463/ 2700 2914
Literatur | Lesung

[denken erlaubt], Bücher am Puls der Zeit und darüber hinaus

Robert Musil Literatur Museum

Alice Bota - Die Frauen von Belarus. Von Revultion, Mut und dem Drang nach Freiheit Olga Shparaga - Die Revultion hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus. Beide Bücher werden von Frau Mag.a. Maria Cervenka vorgestellt. Wir bitten um Anmeldung unter: 0463/5374656 oder unter frauen.chancengleichheit.generationen@klagenfurt.at
Literatur | Lesung

Aktion "Sternlesen" mit Paul Auer

Robert Musil Literatur Museum

Kooperation: Institut für Narrative Kunst NÖ, Musil Museum und Musil Insitut Wir bitten um Anmeldung unter: 0463/501429 oder unter musilmuseum@klagenfurt.at
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Lesung mit Sama Maani und Stefan Kutzenberger

Robert Musil Literatur Museum

Wir bitten um Anmeldung unter: musilinstitut@aau.at oder unter 0463/ 2700 2914
Literatur | Lesung

Drava Verlag / Tschechisches Zentrum Wien

Robert Musil Literatur Museum

Ein Tschechischer Abend, Alena Mornštajnová, Marketa Pilatova, Viktorie Hanisova Tschechische Literaturstars auf LiteraTour in Klagenfurt / Tschechisches Zentrum Wien (czechcentres.cz)
Literatur

Kirchner and Nolde. Expressionism. Colonialism

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Zwei Schlüsselfiguren des Expressionismus im Kontext des deutschen Kolonialismus Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) lebten zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft, die sie sozialisierte und prägte. Der Band thematisiert ihre intensive Beschäftigung mit Kunst und Kultur aus anderen Teilen der Welt und betrachtet ihre Werke im historischen und ideologischen Kontext des ausgehenden Kaiserreichs.

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