Vienna International Dance Festival
9.7. bis 9.8.2026
Im Jahr 1984 gegründet, hat sich das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zum größten Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance entwickelt. Alljährlich präsentiert es im Sommer ein einzigartig vielfältiges Programm mit Performances, Workshops, Research Projects und musikalischen Acts.
Kontakt
ImPulsTanz
Vienna International Dance Festival Museumstraße 5/21 A-1070 Wien
Letzten Sommer hat Amala Dianor mit seiner Crew bei der Open-Air-Eröffnung von ImPulsTanz im MuseumsQuartier begeistert und danach mit DUB im Volkstheater noch einen draufgesetzt. Wir freuen uns, den französischen Choreografen schon dieses Jahr wieder begrüßen zu dürfen – sogar mit einer Uraufführung! In Underflow – seiner Weiterführung von DUB – lässt er tänzerisches Temperament auf packende Musik treffen und bringt den Underground aus Clubs und experimentellen Community-Räumen in den historischen Volkstheater-Saal. Stile wie HipHop, Waacking, Krump, Coupé-décalé oder Pantsula, die außerhalb institutioneller Kontexte gedeihen, werden kombiniert und weiterentwickelt: „nicht als vereinheitlichte Form, sondern als Raum der Koexistenz, des Zuhörens und der gemeinsamen Transformation“ (Dianor). Als DJ und Live-Musiker steht Dianor dabei wieder Awir Leon zur Seite, der heuer auch bei unseren «biggest expressions ever’26» im Arkadenhof des Rathauses für Stimmung sorgen wird.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Choreografie: Amala Dianor
Live-Musik: Awir Leon
Performance: Slate Hemedi Dindangila, Romain Franco, Jordan John Hope, Enock Kalubi Kadima, Mwendwa Marchand, Kgotsofalang Joseph Mavundla, Sangram Mukhopadhyay, Tatiana Gueria Nade, Yanis Ramet, Germain Zambi und Asia Zonta
Licht: Nicolas Tallec
Sound: Emmanuel Catty
Administration: Valérie Pouleau
Tourmanagement: Lucie Jeannenot
Produktion: Compagnie Amala Dianor / Kaplan, gefördert vom französischen Staat – DRAC Pays de la Loire (FR); Stadt Angers (FR). Die Compagnie Amala Dianor erhielt außerdem Unterstützung vom Institut français (FR) und von Onda – Office national de diffusion artistique (FR). Die Compagnie wird seit 2020 zudem von der BNP Paribas Foundation gefördert. Amala Dianor ist seit September 2025 Associated Artist an der MC2: Maison de la Culture de Grenoble (FR).
Partner:innen der Produktion: Fondation BNP Paribas unter dem Dach der Fondation de France; Stadt Angers; Région Pays de la Loire, État DRAC. Einige Tourneen werden von ONDA unterstützt.
Diese Künstlerin verschwendet keine Zeit mit Gram und Bitternis. Seit 1948 ist Korea ein geteiltes Land, in dem sich völlig unterschiedliche Gesellschaften entwickelt haben. Als vor knapp einem Jahrzehnt ein Frühling der Annäherung möglich schien, widmete Eun-Me Ahn der ersehnten neuen Entwicklung dieses bezaubernde Stück. Eingeleitet wird es von den delikaten Klängen der koreanischen Zither Gayageum – mit Soon-A Park spielt eine Virtuosin dieses Instruments. Es folgen Szenen, die zeigen, wie feinfühlig und humorvoll Ahn dem nordkoreanischen Tanz, der ganz unter der Kontrolle einer Diktatur praktiziert wird, nachspürt und ihn auf ihre Art neu formuliert: Zuckersüße Fächertänze, die federnden Schritte bei Militärparaden, traditionelle Volkstänze, erstaunliche Akrobatik und Zurschaustellung von Maskulinität durchlaufen eine fröhliche Transformation geradewegs in den Pop. Damals ganz aktuell, zwischen Saitenspiel und Technosound, hoffte die Choreografin mit zehn Tänzer:innen auf eine Wiedervereinigung. Die Erfüllung dieses Traums allerdings steht noch aus.
Choreografie und künstlerische Leitung: Eun-Me Ahn
Musik: Young-Gyu Jang
Künstlerische Beratung: Chun Wooyoung
Bühnenbild und Kostüme: Eun-Me Ahn (Konzept) und Sunny Im / Yunkwan Design (Herstellung)
Lichtdesign: Jin-Young Jang
Videoregie: Jinwon Lee
Technische Leitung (Produktion): Jimyung Kim
Performance: Eun-Me Ahn, Hyekyoung Kim, Yongsik Moon, Uiyoung Jung, Deokyeong Kim, Gaon Han, Sunjae Jo, Jeeyeun Kim, Jaeeun Kim, Hyeonseo Lee und Ei Sul Lee
Musik: Soon-A Park (Gayageum)
Stage Management: Jimyung Kim
Lichttechnik: Sangmin Lee
Video: Taeseok Lee
Produktionsleitung: Jean-Marie Chabot
Produktionsassistenz: Sungbin Kim
Produktion: Eun-Me Ahn Company
Koproduktion: Korean Traditional Performing Arts Foundation (KR) und Théâtre de la Ville – Paris (FR)
Die Public Moves feiern bereits ihr 10. Jubiläum! Den ganzen Abend über finden gratis Tanzklassen statt und in den Pausen legen Dozent:innen ihre Lieblingsmusik auf. Ein letzter Abend, um noch einmal die volle Public-Moves-Energie zu tanken.
Den ganzen Abend über finden kostenlose Tanzklassen statt, gegliedert in folgende Themenblöcke:
→ 17:00 – 19:00 Contemporary
→ 19:00 – 21:00 Technosomatics, Afrobeat
→ 21:00 – 23:00 Waacking, Voguing und House
Unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig.
Einlass ab 16:15
Anmeldung zur aktiven Teilnahme erforderlich, weitere Informationen dazu folgen demnächst.
Zuschauer:innen sind herzlich willkommen; spontane Teilnahme ist je nach verfügbarer Platzkapazität auch ohne Voranmeldung möglich.
Zur Uraufführung 2018 in Seoul schrieb die Company:
Süd- und Nordkorea leben seit Jahrzehnten unter einem Waffenstillstand. Obwohl sie dieselben Wurzeln und Traditionen teilen, haben sie sich unter dem Einfluss unterschiedlicher Ideologien entwickelt, die durch den Lauf der Geschichte und die langjährige Spaltung geprägt wurden.
Über Nordkorea weiß man nur sehr wenig. Für südkoreanische Künstler:innen ist es sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überqueren. Das Internet ist jedoch voll von Videos aus dem Norden: Militärparaden und Fächertänze, Gesten, die Männlichkeit demonstrieren, virtuose Akrobatik, traditionelle Tänze und Dorftänze. Anhand dieses Materials macht sich Eun-Me Ahn die Bewegungen und Codes zu eigen, schafft ihr eigenes farbenfrohes Zeichensystem und nutzt die Kraft des Tanzes, um sich vorzustellen, was jenseits der Teilung liegt.
Dauer: 60 Min
Eintritt frei
Gespräch mit der Künstlerin, Choreografin und Tänzerin Eun-Me Ahn über die Entstehung, Hintergründe und das Abenteuer der Performance von North Korea Dance.
Ein Versuch, magische Augenblicke einzufangen, im Wissen, dass sie uns trotzdem unweigerlich entgleiten werden. Damit befasste sich der passionierte Flamenco-Fotograf René Robert, der vor vier Jahren auf einer Straße Barcelonas starb und dessen Œuvre José Manuel Álvarez nun ein tänzerisches Denkmal setzt. Aus dem Off ist Roberts Stimme zu hören, während Álvarez als Solotänzer in geisterhaften Projektionen seiner Bilder den Flamenco von Granden wie Antonio Gades, María Pagés, Israel Galván oder Eva Yerbabuena wiederbelebt. Seit 20 Jahren befasst sich Álvarez, der bisher unter anderem auch für die spanische Sängerin Rosalía choreografiert hat, mit dem Flamenco. Jetzt bringt er Roberts auf den Fotos eingefrorene Gesten ans Licht, um sie in Bewegung zu verwandeln und zu zeigen, was in den von dem Fotografen eingefangenen Momenten geschehen sein könnte.
Regie und Performance: Jose Manuel Álvarez
Co-Regie: Marta Piñol
Archiv: René Robert
Visuals: Fausto Morales und Beat Biela (Slide Media)
Choreografische Beratung: Joaquín Collado
Musikalische Komposition: Jose Manuel Álvarez, Lucas Balbo, Carlos Cuenca und Josep Tutusaus
Technische Assistenz: Lucas Tornero
Kostüm: Noel Wals
Fotos (Poster): Amanda Lindgren
Fotos (Performance): Luis Lacau
Video: Andrés Pino
Produktion und Distribution: Flamenco Projects
Dank an die Bibliotèque Nationale de France (FR), Miriam Vallejo, Clara Doucet und Paca Rimbau.
Mit der Unterstützung von Aliansat – SAT! Teatre (ES), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT) und ICEC Institut Català de les Empreses Culturals (ES).
Dauer: 50 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Mit französischen und englischen Übertiteln.
Diese Performance enthält Theaternebel und Stroboskop-Effekte.
Termine
Mo 3.8.2026, 19:00 | Ticket
Mi 5.8.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
„So sehr wir auch versuchen, uns davon zu befreien: Am Ende bringt uns alles wieder zum Körper zurück.“ Das schrieb 2020 der postkoloniale Theoretiker Achille Mbembe. Im selben Jahr begann Ehsan Hemat mit der Arbeit an seinem Duett mit einer 18kg schweren Kupferplatte. Auch unter der glatt polierten, rätselhaften Oberfläche verbergen sich die Fähigkeiten und Strapazen des menschlichen Körpers, seine Ausbeutung – sowie die Ausbeutung der Erde: Kupfer wird aus den Tiefen von Tagebauminen in Afrika, Süd- und Nordamerika gewonnen. Anstatt sich vom Körper zu befreien, will der iranisch-belgische Künstler diese versteckten Geschichten mithilfe des Körpers wieder freisetzen: Geschickt lenkt er zwischen dem Kupfer und sich Licht, Stimme und Klang, und setzt eine Vision menschlich-nichtmenschlicher Gleichheit eindrucksvoll in Szene.
Choreografie und Performance: Ehsan Hemat
Sound: Roeland Luyten
Dramaturgie: Yasen Vasilev
Bühnenbild: Erki De Vries
Licht: Kurt Lefevre
Stimmtraining: Selma Banich
Technik: Lucas Van de Voorde
Dramaturgische Beratung: Hildegard De Vuyst
Produktion: Julie De Clercq / 2nd to the right
Internationale Distribution: StepTurnMove
Koproduktion: Monty (BE), C-TAKT (BE), MC93 (Maison de la culture de Seine-Saint-Denis) (FR) und DansiT (NO)
Entwickelt bei laGeste (BE).
Mit der Unterstützung der Flämischen Gemeinschaft (BE), STUK (BE) und nona (BE).
Final Workshop Showing: «the biggest expressions ever’26»
Die Teilnehmer:innen präsentieren gemeinsam mit ihren Dozent:innen die Ergebnisse aus vier Wochen intensiver Workshop-Arbeit – ein lebendiger Abschluss des Festivalsommers, der heuer erstmals im wunderschönen Arkaden- hof stattfindet. Anschließend laden DJs zum gemeinsamen Tanzen und ausgelassenen Feiern von vier erlebnisreichen Workshop- Wochen ein.
Was können uns ein humanoider Nussknacker, ein Burlesque-Showgirl und ein verschmitztes Zebra über unsere gegenwärtige politische Gemengelage verraten? Gabrielle Levies Solo Winter Quarters gewährt Einblicke in die Mechanismen unserer Gesellschaft des Spektakels, in der Körper, die von einer künstlich konstruierten Norm abweichen, verteufelt und zur Sensation erklärt werden, während der Größenwahn einiger weniger Mächtiger Tagesgeschäft bleibt. Dafür besinnt sich Levie, die sich selbst als „Performerin und Requisitenbauerin“ bezeichnet, auf die Wanderzirkusse des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück, die lang vor der uns bekannten medialen Dauerbeschallung die Massen unterhielten. Als immer neue Charaktere in immer neuen Kostümen vollführt Gabrielle Levie meisterinnenhaft eine Reihe fauler, aufschlussreicher Tricks.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Künstlerische Leitung, Performance und Requisiten: Gabrielle Levie
Installation: Théo Pézeril
Stimme: Noé Leleu
Kostüme: Yvan Zimmermann und Noa Pearce di Sanzo
Musik: Alejandro Ferrandiz und Sami Robert
Studioaufnahme: Lucien Krampf
Studioassistenz: Yanis Antonacci
Prothesen: Loïse Hulin
Residency: Ménagerie de Verre, Paris (FR)
Dauer: 45 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
In englischer Sprache.
Termine
Mo 3.8.2026, 21:00 | Ticket
Mi 5.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
Burgtheater
Projektraum Universitätsring 2
A-1010 Wien
Masken von Geistern, digitale Avatare und futuristischer Schamanismus übernehmen die Bühne während dieser Soloperformance von Hyeji Nam. Mit Mythen, Ritualen und künstlicher Intelligenz schafft die aus Korea stammende Wiener Künstlerin Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. „Die koreanische ,Gut‘-Zeremonie, bei der Schamanen unter Trommelbegleitung tanzen, singen und in Trance fallen, hat mich mit ihrer intensiven Atmosphäre schon immer fasziniert“, berichtet Nam. In MANSHIN reflektiert sie über Präsenz, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen kultureller Tradition und digitaler Innovation. Das Ergebnis ist eine mystische Untersuchung des komplexen Seins und dessen Wandel im postdigitalen Zeitalter, für die Performance, Musik und bildende Kunst als gleichwertige künstlerische Mittel eingesetzt werden.
Konzept und Choreografie: Hyeji Nam
Performance: Hyeji Nam und IDKLANG
Licht: Klimentina Li
Sound: IDKLANG
Masken: Una Ryu
Kostüme: Pouran Parvizi
Zusätzliche Kostüme: Nina Mcnab und Markus Steinkellner
Lichtobjekt und Coding: Jonas Bohatsch
Objektherstellung: Mathias Lenz und Larry Meyer
3D-Character-Design: NIVVA
Produktionsleitung: partner in crime
Koproduziert von Hyeji Nam, partner in crime und brut wien (AT).
Unterstützt durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT) und das Korea Kulturzentrum (KO/AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Effekte, laute Geräusche und laute Musik.
Termine
So 2.8.2026, 20:00 | Ticket
Di 4.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Hofstallung Museumsplatz 1
A-1070 Wien
ImPulsTanz Party: «the biggest expressions ever’26»
Einlass ab 20:30 (Final Workshop Showing)
Party ab 22:30
Die Teilnehmer:innen präsentieren gemeinsam mit ihren Dozent:innen die Ergebnisse aus vier Wochen intensiver Workshop-Arbeit – ein lebendiger Abschluss des Festivalsommers, der heuer erstmals im wunderschönen Arkadenhof des Wiener Rathauses stattfindet. Anschließend laden DJs zum gemeinsamen Tanzen und ausgelassenen Feiern von vier erlebnisreichen Workshop-Wochen ein.
Unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig.
Eintritt zur Party ab 18 Jahren
Preise:
Vorverkauf: € 18 / € 10 mit Workshop-Pass
Abendkasse: € 20 / € 15 mit Workshop-Pass
Tickets sind an allen ImPulsTanz Tageskassen, online und an der Abendkasse (sofern noch verfügbar) erhältlich.
Wann wird der Druck in unserer Gesellschaft zu groß, wann formt der Geist seine Willigkeit in Widerstand um und zieht den überstrapazierten Körper mit? Eine brennend aktuelle Frage, die in dieser Spin-Off Version der neuen Performance HOLD&RESIST der Wiener Compagnie Liquid Loft nachdrücklich und eindrucksvoll gestellt wird. Nach seiner Kremser Frühlings-Uraufführung beim donaufestival kommt das Stück in einer konzentrierten Version und mit veränderter Musik jetzt auch nach Wien. Nach dem weiten Kirchenraum in Krems zum Sound der Noise-Legenden Radian entsteht im White Cube im mumok-Keller eine intensive Klangwelt aus den Körpersounds der fünf beeindruckenden Tänzer:innen, die jedes Zittern, jeden Schritt, jedes Hold und Resist akustisch ins Dringliche übersetzt.
Künstlerische Leitung und Choreografie: Chris Haring
Komposition, Electronics und Spatialisierung: Andreas Berger
Performance und Choreografie: Coralie Bénard, Jackson Carroll, François-Eloi Lavignac, Katharina Meves und Hannah Timbrell
Bühnenbild: Thomas Jelinek
Kostüme: Stefan Röhrle
Text: Thomas Edlinger und Andreas Spiegl
Stage Management: Roman Harrer
Compagnie-Management: Christina Panholzer
Foto- und Videodokumentation: Michael Loizenbauer
Dramaturgie: Judith Thaler
Social Media: Valentina Diaz
Künstlerische Mitarbeit: Mona Gablenz und Aldo Giannotti
Dauer: 60 Min
Preise: 32 Euro
Ermäßigt: 27 Euro
Termine
Di 4.8.2026, 19:00 | Ticket
Do 6.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
In der Performance der österreichischen Choreografin Lisa Hinterreithner geht es um die lustvolle Begegnung mit Pflanzen und Erde, um spielerische Intimität. Allerdings nicht nur auf das Zwischenmenschliche. In many in a bed begegnet das Publikum Formen von artenübergreifenden Affären irgendwo zwischen Blütezeit und Verwesung. Wie so oft in Hinterreithners Arbeiten ist es eine spielerische Neugierde, welche sie und die Performer:innen Magdalena Forster, Theo Emil Krausz und Carla Rihl antreibt. In dieser neuen Arbeit geschieht das in einem installativen Setting mit durchaus paradoxen Natur-Objekten. Äste, Erdkugeln oder Früchte treffen auf Plastik, Organisches auf all die künstlichen Partikel, die längst auch Teil unserer Körper sind. Stets auf der Suche nach libidinösen Begegnungen mit einem vielleicht „botanischen Unterbewussten“, entsteht ein Raum, der gleichermaßen sinnlich wie entschleunigend wirkt. Wie tröstlich kann mehr-als-menschliche Erotik sein – und wie lässt sich eine Pflanze küssen?
Die Performance ist Beginn einer Serie, die in weiteren Stationen in Wien und Salzburg neue Begegnungsformen entwickeln wird.
Künstlerische Leitung, Recherche und Setgestaltung: Lisa Hinterreithner
Kreation und Performance: Magdalena Forster, Theo Krausz und Carla Rihl
Setdesign: Eva Sommer
Sound und Komposition: Lisa Kortschak und Elise Mory
Kostüme: Daniela Grabosch
Outside Eye: Andrea Salzmann
Recherche: Markus Gradwohl
Set- und Kostümmitarbeit: Michaela Altweger
Foto- und Videodokumentation: Markus Gradwohl
Produktionsleitung: Kira Koplin
Administration: Sophie Menzinger / Takelage
many in a bed ist eine Koproduktion des Art Lovers e.V., Wien (AT), des Unpredictable Past e.V., Salzburg (AT), und des WUK performing arts, Wien (AT).
Die Produktion ist gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT), die Stadt und das Land Salzburg (AT), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT) sowie den SKE (AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Termine
Fr 7.8.2026, 18:00 | Ticket
So 9.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Hofstallung Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Das berühmteste moderne Sprachspiel über die Rose stammt von Gertrude Stein: „A rose is a rose is a rose.“ Dessen Nüchternheit zeigt aber nur eine Seite der Kultur um die Rose. Das Wiener Performance-Duo maria mercedes (Julia Müllner und Camilla Schielin) jedenfalls hat sich für ihr dreiteiliges Trio shining rose mit der Tänzerin Yoh Morishita verbunden und baut Brücken zwischen dem Leben der Rose und den Blüten der Emotion. Hier gilt: Eine Rose ist eine Rose ist ein Symbol für den Gefühlsrausch, für Sinnlichkeit und dornigen Widerstand. Gerücht und Tratsch, auf Englisch „gossip“ (im Mittelalter bezeichnete das Wort jemanden, mit dem man eng vertraut war), beruht auf Weitergabe. Ähnliches gilt auch für den Zauber der Rose. In shining rose tanzen fantastische Kostüme, entfalten sich Farben der Leidenschaft von Rot bis Violett und rankt sich die Sehnsucht in Weiß an den „Mauern der Unschuld“ entlang.
Konzept: maria mercedes (Camilla Schielin und Julia Müllner)
Performance und Choreografie: Camilla Schielin, Julia Müllner und Yoh Morishita
Musik und Sound: Hannah Todt und Lucia Kagramanyan
Kostüme: Alessandro Santi
Licht: Samuel Schaab
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT) und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Diese Performance enthält Theaternebel und eine Windmaschine.
Termine
Fr 7.8.2026, 19:30 | Ticket
So 9.8.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
„Bewegung neu denken, Bewegung wieder denken. Viel Bewegung, kein Rückzug mehr.
Weil neue Bewegungssprachen gefunden werden müssen. Und dazu müssen wir unsere Körper wieder verstehen, beanspruchen, um diese Körper zum Tanzen zu bringen. Oder war das immer schon die Aufgabe des ‚Zeitgenössischen Tanz‘?“ (Philipp Gehmacher) Ausgangsmaterial dieses neuen Solos ist ein Tanz, der immer weiter tanzt, kaum Pausen erlaubt, der Rhythmus und Schritte sucht. Nach vielen Jahren wendet sich der Wiener Choreograf und Tänzer Philipp Gehmacher wieder vermehrt der Lust am Tanzen zu. Dazwischen – eine Rede, fast ein Manifest: Wie über Tanz heute sprechen, wie über den Wahnsinn dieser Welt heute sprechen? Auf der Ebene -2 im mumok, in der Architektur des verlassenen Studios der georgischen Künstlerin Tolia Astakhishvili, begegnen wir einer virtuosen Sinnlichkeit, die – in Abwandlung des Titels einer früheren Arbeit Gehmachers im mumok, Die Dinge der Welt , bewegend und neu die Frage nach „den Körpern der Welt“ stellt. Herzergreifende Musik eingeschlossen. „For what has been and what wants to come”.
Choreografie, Performance und Text: Philipp Gehmacher
Musik: Perfume Genius
Die ursprüngliche Version von doors open close wurde im Oktober 2025 im Tanzquartier Wien (AT) gezeigt. Eine erweiterte Version war im Rahmen der SODA Research Sessions am HZT Berlin (DE) und des Symposiums „Rethinking Gesture“ im Zagreb Dance Centre (HR) zu sehen.
Judson Church Is Ringing in Harlem (Made-to-Measure) / Twenty Looks or Paris Is Burning at The Judson Church (M2M)
Judson Church Is Ringing in Harlem / Twenty Looks or Paris Is Burning at The Judson Church – so der Titel einer Serie, die seit 2009 Trajal Harrell international bekannt gemacht hat. Harrell hat für ihre verschiedenen Formate als Titel unterschiedliche Kleidergrößen – von XS bis XL gewählt – und so kommt dieses Trio als „Made to Measure“. Und wenn Trajal Harrell der Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts ein Denkmal setzt – so wie hier neben der Ballroom-Szene aus Harlem dem legendären Judson Church Dance Theatre, zu dessen Gründungsmitgliedern etwa Yvonne Rainer, Trisha Brown, Lucinda Childs, Steve Paxton und David Gordon gehören – dann meißelt er nichts in Stein. Er transformiert diese Geschichte, wie es nur atmende, bewegte Körper können, und schenkt ihnen so ein zweites, paralleles Leben. Dabei stützen sich seine historischen Spekulationen auf eine unstillbare Faszination für die kulturellen Zusammenhänge und Magnetismen, die – häufig verborgen – im Tanz wirken. In diesem Meisterwerk mit Thibault Lac und Ondrej Vidlar verleihen die Ballroom-Szene und ihre postmodernistischen Nachbar:innen einander gegenseitig neue Kräfte.
Choreografie: Trajal Harrell
Performance: Trajal Harrell, Thibault Lac und Ondrej Vidlar
Kostüme: complexgeometries
Sounddesign: Trajal Harrell
Technische Koordination und Tontechnik: Santiago Latorre
Diffusion: ART HAPPENS
Management, International Relations und Touring: Björn Pätz (Zürich Dance Ensemble)
Koproduziert von Danspace Project für Platform 2012: Judson@50, MoMA PS1, New York (US), und Tanz im August, HAU Hebbel am Ufer, Berlin (DE)
Residencies: Danspace Project (US) und ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT)
Die Auftragsarbeit Judson Church is Ringing in Harlem (Made-to-Measure)/Twenty Looks or Paris is Burning at The Judson Church (M2M) wurde ermöglicht durch MoMAs Wallis Annenberg Fund for Innovation in Contemporary Art und die Annenberg Foundation sowie Danspace Projects 2012-2013 Commissioning Initiative, die großzügig gefördert wurde von der Andrew W. Mellon Foundation (US).
Dauer: 65 Min
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro
Empfohlen ab 12 Jahren.
In englischer Sprache.
Termine
So 2.8.2026, 21:00 | Ticket
Di 4.8.2026, 21:00 | Ticket
o’ Music Music. An evening with Trajal Harrell & Lula Pena
Uraufführung
Histoire(s) du Théâtre VII
Trajal Harrell zählt zu den bedeutendsten Choreografen seiner Zeit. Sein besonderer Stil liegt nicht nur in seinem Blick auf scheinbar weit voneinander entfernte Tanzsprachen, sondern ebenso in seinem feinen Humor. Nach mehr als 20 Jahren hat Harrell endlich den Ort gefunden, um eine Idee zu verwirklichen, die ihn schon lange beschäftigt: Im siebten Teil der Serie Histoire(s) du Théâtre widmet er sich einem zentralen Element seiner künstlerischen Praxis: der Musik. Für den Starchoreografen – und außerordentlichen Tänzer – ist Musik nicht nur Begleitung oder Stimulus für Bewegung, sondern archivierte Erinnerung und Geschichte. Harrell schaut zurück auf Musik, die wichtig war für seine Kunst, und setzt sie in einen neuen Kontext: Was entsteht, nachdem Zeit vergangen ist? Zu erleben ist ein ebenso intimes wie intensives Solo über die Transformation von Körper, Herz und Gedanken über die Zeit hinweg – denn wer zu Musik tanzt, die er liebt, tritt mit vergangenen Versionen seiner selbst in Dialog. Live begleitet von der großartigen portugiesischen Fado-Sängerin Lula Pena kreiert Harrell ein Wiedersehen und -hören, das neuerlich bewegt.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und dem Zürich Dance Ensemble
Choreografie, Performance, Kostüme, Bühnenbild, Licht und Sound: Trajal Harrell
Live-Musik: Lula Pena
Bühnenbild: Nadja Sofie Eller
Licht: Sylvain Rausa
Sound: Santiago Latorre
Dramaturgie: Katinka Deecke
Kostümmanagement: Sally Heard
Bühnenbildassistenz: Eva Lilian Wagner
Produktionsleitung: Björn Pätz / Zürich Dance Ensemble
Im Auftrag und produziert von den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien (AT)
Koproduktion: Théâtre Vidy Lausanne (CH), LAC Lugano Arte e Cultura (CH), KunstFestSpiele Herrenhausen (DE), Gessnerallee (CH), Festival d’Avignon (FR), Theater Rotterdam (NL), Tandem Scène nationale (FR), Wiener Festwochen | Free Republic of Vienna und ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT)
Touring-Team
Technische Leitung: Roman Streuselberger
Technische Koordination: Max Rux
Tontechnik: Philipp Bevanda
Tourmanagement: Mascha Euchner-Martinez
Dauer: 60 Min
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro
Empfohlen ab 12 Jahren.
Termine
Fr 7.8.2026, 21:00 | Ticket
So 9.8.2026, 21:00 | Ticket
Im Jahr 1984 gegründet, hat sich das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zum größten Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance entwickelt. Alljährlich präsentiert es im Sommer ein einzigartig vielfältiges Programm mit Performances, Workshops, Research Projects und musikalischen Acts.