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Ausstellungen / Ausstellung Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, Graz Graz, Burgring 2
Aufführungen | Theater

Hase Primel

Stadttheater Klagenfurt

Bühnenfassung nach dem Bilderbuch von Marliese Arold und Annet Rudolph / von Joachim Henn / Koproduktion mit dem Theater KuKuKK Hase Primel führt ein herrliches Hasenleben: Möhrchen essen, Herumliegen, Spielen, Möhrchen essen, Herumliegen, Spielen – den ganzen lieben Tag. Erst, als er Bekanntschaft mit Igel, Fuchs und Adler macht, fällt ihm auf, dass er offenbar ein bisschen anders als die anderen Tiere ist. Die wollen nicht mit ihm spielen und lachen ihn aus, weil er kein »Sch« sagen kann. Seine Zähne sind einfach zu lang! Was soll er nur tun? Nicht mehr reden? Den Mund gar nicht mehr aufmachen? Auch zum Essen nicht??? Glücklicherweise ist es Hasenmädchen Charlotte total egal, dass er anders ist. Eine entzückende Geschichte übers Anderssein, von Autor Joachim Henn geschickt ins Reich der Tiere verlegt. Dauer: ca. 45-50 Minuten SPIELSTÄTTE: Orchesterprobenraum ALTERSEMPFEHLUNG: ab 4 Jahren KARTEN: Euro 18,-/ Euro 9,- erm.
Aufführungen | Theater

The Sound of Music

Stadttheater Klagenfurt

Liedtexte von Oscar Hammerstein II / Buch von Howard Lindsay und Russell Crouse / Nach den Memoiren »The Story of the Trapp Family Singers« von Maria Augusta Trapp / Musik von Richard Rodgers / Deutsch von Heiko Wohlgemuth und Kevin Schroeder / Kooperation mit dem Salzburger Landestheater Österreich, 1938: Im Hause des verwitweten Kapitäns Georg von Trapp herrschen Disziplin und Ordnung, sowohl für seine sieben Kinder als auch für das Personal. Als die junge Benediktinernovizin Maria als Gouvernante zu den Trapps stößt, stellt sie das Leben der Familie auf den Kopf und zeigt den Kindern, wie Musik das Leben bereichern, verändern und – als die Nazis in Österreich einmarschieren – manchmal auch retten kann. Ihre bewegte Lebensgeschichte veröffentlichte Maria Augusta von Trapp 1949 in ihrer Autobiographie The Story of the Trapp Family Singers, die 1956 von Wolfgang Liebeneiner als deutscher Heimatfilm in Szene gesetzt wurde. In englischsprachiger Synchronfassung wurde dieser auch in Amerika gezeigt und erregte die Aufmerksamkeit des Paramount-Filmproduzenten Richard Halliday, der sogleich die englischsprachigen Rechte an dem Roman erwarb. Er engagierte die gefeierten Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II, um die Geschichte der »Trapp Family Singers« als Musical auf die Bühne zu bringen. Rodgers und Hammerstein II verbinden eine romantische Handlung mit historischem Hintergrund und humorvolle Dialoge mit musikalischen Nummern von großer Ohrwurm- Qualität, darunter Edelweiß und Über die Berge. Seit seiner Uraufführung 1959 wurde "The Sound of Music" zum unsterblichen Broadway-Erfolg und machte in der Verfilmung von 1965 mit Julie Andrews die idyllischen Kulissen von Salzburg zum weltberühmten Tourismusziel. Am Stadttheater Klagenfurt wird nun die am Salzburger Landestheater erarbeitete Inszenierung von Andreas Gergen gezeigt, mit der das Werk 2011 erstmals an seinem Originalschauplatz zu erleben war.
Aufführungen | Theater

Der nackte Wahnsinn

Stadttheater Klagenfurt

Komödie von Michael Frayn / Deutsch von Ursula Lyn Hat man diesen Wahnsinn gesehen, wird man herkömmliche Komödien nur noch mit halbem Vergnügen erleben. Man wird sich hinter die Bühne wünschen, denn da ist viel mehr los. Ein drittklassiges Theaterensemble steht mit der Boulevardkomödie Nothing On kurz vor der Premiere – es geht um verwirrende Verwechslungen, misslungene Quickies und Steuerflucht. Bei der Generalprobe liegen nicht nur die Nerven des Regisseurs blank: Nichts klappt so, wie es sollte. Da werden Auftritte und Abgänge verpasst, Texte vergessen, Kontaktlinsen verloren und die Sardinen sind nie am richtigen Platz. In jedem Akt von Der nackte Wahnsinn wird der erste Akt von Nothing On gespielt: Einmal als Generalprobe, wo die Bühne von der Vorderseite, wie sie auch Zuschauer*innen von Nothing On sehen würden, gezeigt wird. Im zweiten Akt befindet sich die Truppe im Theatre Royal bei einer Rentnervorstellung. Zu sehen ist jetzt die Hinterbühne, also alles, was während der Vorstellung hinter der Bühne passiert. Private Probleme, Eitelkeiten, Affären, Nervenzusammenbrüche und Eifersuchtsszenen zwischen den Darsteller*innen lassen jetzt das ohnehin turbulente Nothing On endgültig zur Wahnsinns-Farce werden. Im dritten Akt schließlich gastiert das Ensemble auf zweimonatiger Tournee in einem Stadttheater. Zu sehen ist wieder die Vorderseite, aber nun mit dem Wissen aus dem zweiten Akt, dem Blick hinter die Kulissen. Jetzt jagt eine Panne die nächste und das Theater auf dem Theater endet im totalen Chaos. Michael Frayn schuf mit "Der nackte Wahnsinn" 1982 einen der größten Klassiker unter den Theaterkomödien. Bei allen Witzen über die Schauspielzunft ist dieses Stück dennoch eine der schönsten Liebeserklärungen an das Theater und auch an die Drehbühne. Dominic Oley, seines Zeichens Schauspieler, Musiker, Regisseur und Dramatiker, kommt das erste Mal als Regisseur an unser Haus. Er wird den Theaterspaß, der allen Beteiligten ein Höchstmaß an Präzision und Timing abverlangt, auf die Bühne bringen.
Aufführungen | Theater

Prosecco mit Waltraud Meier

Stadttheater Klagenfurt

Eine der größten Sängerinnen unserer Zeit ist zu Gast in Klagenfurt und erzählt über ihre Karriere und ihr Leben. Sie hat in allen großen Opernhäusern dieser Welt gesungen: Staatsoper Wien, Bayerische Staatsoper München, Bayreuther Festspiele, Metropolitan Opera, Berliner Staatsoper, Mailänder Scala. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Aber sie ist nicht nur bekannt für ihre wunderbaren sängerischen Fähigkeiten, sondern vor allem für ihre Darstellungskraft und ihren Ausdruck. Und ihre intelligente Durchdringung ihrer Partien. Unvergessen unter anderem sind ihre Leonore, ihre Ortrud und vor allem ihre Kundrie. Dabei ist sie immer Mensch und mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben. KARTEN: Euro 18,- (inkl. einem Glas Prosecco)
Aufführungen | Theater

Der Feuervogel / Carmina Burana

Stadttheater Klagenfurt

Ballett von Igor Strawinsky / Weltliche Gesänge für Sänger und Chöre, begleitet von Instrumenten und magischen Bildern von Carl Orff / Choreographie von Sabine Arthold / Eine Co-Produktion mit der Performing Academy, Wien / mit deutschen Übertiteln Endlich wieder Ballett! Fünf Jahre nach dem rauschenden Erfolg von Schwanensee ist auf der Bühne des Stadttheaters Klagenfurt wieder ein Abend für Tanztheater zu erleben. Choreographin Sabine Arthold widmet sich gemeinsam mit Tänzer*innen der Performing Academy der Magie zweier echter Klassiker. Die 1910 für die Ballets Russes in Paris entstandene Ballettmusik Der Feuervogel erzählt die Geschichte des Prinzen Iwan Zarewitsch, der mit Hilfe eines geheimnisvollen Zaubervogels gegen den bösen Zauberer Kastschej kämpft und am Ende die Liebe der Prinzessin Zarewna gewinnt. In schillernden Klangfarben entfaltet Strawinsky eine märchenhafte Welt, die von Dämonen, Zaubergegenständen und magischen Geschöpfen bevölkert wird. Auch in Carl Orffs Carmina Burana findet sich eine bunte Gesellschaft zusammen: Vaganten, Mädchen und ihre »Gesellen«, Spieler und Zecher, der gebratene Schwan, der »Abt« des Schlaraffenlandes, ein Liebespaar und zahlreiche »liederliche« Gestalten kommen in der lebensprallen Liedersammlung aus dem 13. Jahrhundert zu Wort. Als Orff 1934 auf eine im 19. Jahrhundert gedruckte Ausgabe der mittelalterlichen Handschrift stieß, war er sofort gefesselt: »Beim Aufschlagen fand ich gleich auf der ersten Seite die längst berühmt gewordene Abbildung der Fortuna mit dem Rad. Bild und Wort überfielen mich«, schrieb er später. Mit dem überwältigenden Gesang über das weltumspannende Wirken der Schicksalsgöttin, den Orffs Kantate eröffnet und beschließt, komponierte er sich denn auch ins kollektive Gedächtnis – die dramatische Musik wurde bislang in über 100 Filmen und zahllosen Werbespots verwendet.
Aufführungen | Ballett

Carmen

Opernhaus Graz

Premiere: 11.2.2023 „Carmen“ – ein Frauenname, der in uns allen etwas auslöst. Man kennt sie, alle verbinden etwas mit ihr. In dieser Ballettproduktion steht Carmen für eine unabhängige Frau, die völlig frei von jeglichen gesellschaftlichen Konventionen ihrem Glauben und ihren Überzeugungen folgt. Sie kennt nur eine Wahrheit: die ihrer Gefühle. Damit weckt sie in vielen Menschen den Drang, sie zu „zähmen“ und in die gesellschaftlichen Normen einzufügen. Carmens Wille und Charakter sind jedoch so stark, dass sie am Ende lieber stirbt, als sich Konventionen anzupassen. Sie lebt voll und ganz für die Liebe, die erst zu José entbrennt, um später Escamillo ihre Gunst zu erweisen. Doch genau diese Wendung macht aus ihrer Liebe ein Drama. Wie in Prosper Merimées Erzählung führt in der Ballettversion von Beate Vollack ein „alter Ego“ Josés durch seine tragische Geschichte. Wir erleben eine Tragödie – rückblickend und zugleich in der Gegenwart stehen sowohl die Liebe als auch deren Verlust und letztlich Carmens Tod im Zentrum der Erzählung. So wie Carmens Geist völlig frei ist, ist die Geschichte selbst auch frei und unabhängig von Ort, Zeit und Raum. Erklingen werden dazu nicht nur die unvergesslichen Melodien aus Georges Bizets „Carmen“ Suite. Auch musikalisch werden sowohl vertraute als auch neue Wege beschritten. Bekannt und doch fremd, vertraut und doch überraschend, frei und unabhängig – so wie Carmen selbst Musikalische Leitung: Claire Levacher (Feb: 11, 12, 16, Mär: 1, 4, 5, 31, Apr: 15, 27) / Stefan Birnhuber (Mär: 24, Mai: 3, 5) Choreographie: Beate Vollack Bühne & Kostüme: Jon Morrell Licht: Benedikt Zehm Dramaturgie: Bernd Krispin Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Die Stadt ohne Juden

Opernhaus Graz

Musik von Olga Neuwirth zum Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ von Hans Karl Breslauer (1924), nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer (1922) ~ Neue restaurierte Fassung des Filmarchivs Austria ~ Für verstärktes Ensemble und Zuspielung (2017) Musikalische Leitung: Nacho de Paz Lesung: Cornelius Obonya Ein Auftragswerk von: Wiener Konzerthaus, Elbphilharmonie Hamburg, Ensemble Intercontemporain, Barbican Centre, Sinfonieorchester Basel und ZDF/ARTE Hans Karl Breslauers 1924 gedrehter Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ ist eine der künstlerisch wichtigsten und zeithistorisch bedeutsamsten Produktionen der Ersten Republik, denn auf Grundlage des geradezu visionären gleichnamigen Romans des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer behandelt dieser „Roman von übermorgen“ die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung und den damit einhergehenden Verlust für die Stadt. Schon wenige Jahre nach seiner Uraufführung gilt dieser Film als verschollen. Erst dank eines Zufallsfunds im Jahre 2015 ist es dem Filmarchiv Austria möglich, den Stummfilm in seiner Gesamtheit zu restaurieren. Diese filmische Darstellung der Vertreibung der Juden, denen als Sündenböcken Arbeitslosigkeit und Inflation angelastet werden, nimmt auf beängstigende Weise die historische Entwicklung vorweg. Knapp 100 Jahre später ist das Thema erneut von enormer Brisanz. Olga Neuwirth (*1968 in Graz) zählt weltweit zu den wichtigsten Komponistinnen der Gegenwart. Führende Festivals, Orchester, Dirigent:innen und Interpret:innen bringen ihre Musik zur Aufführung. Im Herbst 2018 kam im Wiener Konzerthaus Olga Neuwirths Musik zum Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ von Hans Karl Breslauer zur gefeierten Uraufführung, der bislang weitere Aufführungen in London, Hamburg, Berlin, Tel Aviv und Paris folgten. Wie schon bei der Wiener Uraufführung, so ist auch in der Oper Graz das Ensemble PHACE unter der musikalischen Leitung von Nacho de Paz live zu erleben. Empfohlen ab 14 Jahren. 
Aufführungen | Oper

La Traviata

Opernhaus Graz

Melodramma in drei Akten, Libretto von Francesco Maria Piave In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Eine Koproduktion mit der English National Opera Die noble Pariser Gesellschaft umschwärmt Violetta Valery, denn sie ist nicht nur die exklusivste Kurtisane der Stadt, sondern jeder weiß auch um die Unausweichlichkeit ihrer tödlichen Krankheit Bescheid. So scheint es ein reizvollmorbides Vergnügen zu werden, dass sich der unbedarfte Alfredo Germont in Violetta verliebt. Violetta will ihr nahendes Ende verdrängen und erlaubt sich ein Liebesverhältnis mit Alfredo. Dessen Vater sieht jedoch durch diese Verbindung den Ruf der Familie und die Zukunft von Alfredos Schwester gefährdet und bringt Violetta dazu, sich von Alfredo zurück zu ziehen. Vor Eifersucht rasend, beschimpft und demütigt Alfredo Violetta in aller Öffentlichkeit. Zu spät kehrt Alfredo zur Sterbenden zurück, die sich bis zu ihrem letzten Atemzug der Illusion eines glückerfüllten Lebens hingibt. 2011 hat Peter Konwitschny das Publikum der Oper Graz mit seiner ganz auf die Titelheldin zugeschnittenen Sichtweise, die in pausenloser Intensität ihren Weg hin ins dunkle Verlöschen präsentiert, begeistert. Die Aufführung wurde im Fernsehen übertragen, liegt auf DVD vor und wurde an der English National Opera, am Staatstheater Nürnberg, am Theater an der Wien und an der Seattle Opera ebenso gefeiert wie einst bei der Premiere in Graz. 2022 kehrt diese Produktion zurück, wobei James Rutherford, wie schon in der ersten Aufführungsserie, abermals als Giorgio Germont zu sehen ist. Nach seinem stilkundigen Dirigat der „Macht des Schicksals“ ist Matteo Beltrami erneut als Verdi-Dirigent zu erleben, und die rumänische Sopranistin Mirella Bunoaica in der Titelpartie und der russische Tenor Alexey Neklyudov zählen aufgrund ihrer aktuellen Erfolge zurecht zur vielversprechenden, jungen Sänger:innengeneration. Musikalische Leitung: Matteo Beltrami Inszenierung: Peter Konwitschny Szenische Einstudierung: Mika Blauensteiner Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker Licht: Joachim Klein, Helmut Weidinger Dramaturgie: Bettina Bartz, Bernd Krispin Chor: Bernhard Schneider Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Madama Butterfly

Opernhaus Graz

Japanische Tragödie in drei Aufzügen Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Es gibt wenige Opern-Momente, die es in ihrem unentrinnbaren und gleichzeitig tief berührenden Schmerz mit dem dreijährigen Warten der Geisha Cio-Cio-San auf die Rückkehr ihres Geliebten, des Navy- Offiziers Pinkerton, aufnehmen können. Wann wird er aus Amerika kommen, sein Versprechen auf gemeinsames Liebesglück einlösen? Brach sie nicht wegen dieser Liebe mit ihrer japanischen Familie und deren Werten, um den amerikanischen Way of Life zu leben? Er wird kommen, da ist sie sicher, und so ruft sie träumend in die Nacht von Nagasaki: „Eines schönen Tages werden wir einen Rauchfaden an der fernen Grenze des Meeres aufsteigen sehen und dann erscheint dasSchiff. Er wird aus der Ferne ‚Butterfly‘ rufen. All dies wird eintreffen, das verspreche ich dir. Behalte deine Angst, ich erwarte ihn mit felsenfester Treue.“ Sie hört nicht die Stimme ihrer Freundin Suzuki, die ahnt, dass Pinkerton nicht mehr als Geliebter, sondern nur mehr als ein Schatten der Vergangenheit auftauchen und Cio-Cio-San das Morgen nehmen wird. Kein Komponist brachte die Gefühle der Menschen so fesselnd und dramatisch auf die Opernbühne wie Giacomo Puccini, der seine Figuren leidenschaftlich und kraftvoll lieben, hassen und sterben lässt. Sein Meisterwerk „Madama Butterfly“, das 1904 uraufgeführt wurde, wird von Floris Visser, der erstmalig an der Oper Graz inszeniert, zu neuem Leben erweckt. Er arbeitet u. a. an der Oper in Amsterdam, am Opernhaus Zürich, am Aalto-Theater Essen und am Staatstheater Karlsruhe. Musikalische Leitung: Marius Burkert / Gábor Káli / Marcus Merkel Inszenierung: Floris Visser Choreographie: Pim Veulings Bühne: Gideon Davey Kostüme: Jon Morrell Licht: Malcolm Rippeth Dramaturgie: Marlene Hahn / Jörg Rieker Chor: Bernhard Schneider In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Die Großherzogin von Gerolstein

Opernhaus Graz

Opéra-bouffe in drei Akten Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy In einer Bearbeitung von Peter Lund Zündende Melodien, Witz, Esprit, Biss, erotische Anspielungen und viel Pariser Charme treffen in der „Großherzogin von Gerolstein“ aufeinander und entführen uns in die Welt Offenbachs und seiner Muse Hortense Schneider, die die großen Partien seiner Operetten wie keine andere verkörperte, formte und inspirierte. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Operettenbühne und Pariser Leben jeden Tag aufs Neue: Was die Diva heute auf der Bühne trägt, wird morgen in der Boutique gekauft! Ihr privates Liebesleben füllt die Klatschspalten der Zeitungen, und als die Diva bei der Pariser Weltausstellung von 1867 im Kostüm der Großherzogin von Gerolstein ganz selbstverständlich Hof hält, huldigen ihr Europas Potentaten in Galauniform. Ihr Lächeln lasse, wie Offenbachs Librettist Henri Meilhac meint, „alles offen, wenn es ‚Ja‘ meint; und selbst wenn es wie ‚Nein‘ klingt, lässt es hoffen.“ Jacques Offenbach setzt ihr mit der „Großherzogin von Gerolstein“ erneut ein Denkmal und lässt alles aufbieten: eigenwillige Gerolsteiner Monarchin mit Torschlusspanik, dilettantisches Mordkomplott, unfähiges Soldatenheer mit zahlreichen, bunten Orden, männliche Degen-Diskussionen und immer wieder in verschiedenen Tonlagen schillernde Diven-Anfälle. Peter Lund, der bereits an der Oper Graz erfolgreich „Die Zirkusprinzessin“ und „Martha“ in Szene setzte, lässt die Welt Offenbachs, seiner Hortense bzw. die der Gerolstein neu und glänzend auferstehen. Musikalische Leitung: Marius Burkert / /Stefan Birnhuber Inszenierung: Peter Lund Bühne: Ulrike Reinhard Kostüme: Daria Kornysheva Choreographie: Sascha Pieper Licht: Peter Lund Video: Andreas Ivancsics Dramaturgie: Dorothee Harpain / Marlene Hahn Chor: Bernhard Schneider In deutscher Sprache mit Übertiteln Empfohlen ab 11 Jahren
Aufführungen | Oper

Die verkaufte Braut

Opernhaus Graz

Komische Oper in drei Akten Libretto von Karel Sabina Deutsch von Kurt Honolka In furioser Rasanz führt uns die Ouverture in die fröhliche Feierlaune eines böhmischen Dorfes. Einzig Marie mag sich der ausgelassenen Stimmung nicht anschließen, denn just heute wollen sie ihre Eltern mit Wenzel, dem Sohn des vermögenden Gutsbesitzers Mícha, verheiraten. Wenzel ist verschroben, und außerdem liebt Marie Hans, von dem niemand so genau weiß, woher er eigentlich kommt. Da Wenzel Marie noch nie gesehen hat, ist es ihr ein Leichtes, ihm vor seiner zukünftigen Braut einen gehörigen Schreck einzujagen. Der Heiratsvermittler Kecal seinerseits kann Hans die Braut für 300 Gulden unter der Bedingung abkaufen, dass einzig „der Sohn des Mícha“ Marie heiraten dürfte. Marie fühlt sich hintergangen und sieht ihren Liebestraum zerstört, bis sich herausstellt, dass Hans Míchas verschollen geglaubter Sohn aus erster Ehe ist. Und was wird aus Wenzel? Der lässt sich von der wunderschönen Esmeralda dazu überreden, bei einem Wanderzirkus als Tanzbär einzuspringen, wodurch es ihm endlich möglich ist, sich von seiner willensstarken Mutter zu befreien. Mit der „Verkauften Braut“ präsentiert sich Adriana Altaras erstmals als Regisseurin an der Oper Graz. Adriana Altaras ist Regisseurin, Autorin und Schauspielerin zugleich: Seit den neunziger Jahren inszeniert sie Schauspiel und Musiktheater im deutschen Sprachraum, verfasst Bücher (wie beispielsweise den Roman „Titos Brille“, der 2014 verfilmt wurde) und ist auch im Fernsehen überregional bekannt. Der Film „Das Mikroskop“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis gewürdigt. Musikalische Leitung: Roland Kluttig / Marius Burkert Inszenierung: Adriana Altaras Bühne: Christoph Schubiger Kostüme: Nina Lepilina Dramaturgie: Gerhard Herfeldt / Bernd Krispin Chor: Bernhard Schneider In deutscher Sprache mit Übertiteln Empfohlen ab 10 Jahren.
Aufführungen | Theater

Die Wanze

Stadttheater Klagenfurt

Wanze Muldoon heißt zwar Wanze, ist aber ein Käfer und hat alle Eigenschaften eines guten Privatdetektivs: Er ist klug, mutig, ziemlich vorlaut, und er ist cool! Aber irgendetwas ist faul im Garten. Seit Tagen verschwinden Insekten. Niemand weiß wohin und warum. Und jede*r könnte als nächstes dran sein. Nach einem guten Getränk in Dixie´s Bar geht Muldoon der Sache nach. Kriminelle Insekten, ein größenwahnsinniger Ameisengeneral, eine machtversessene Ameisenkönigin und nicht zuletzt Clarissa, die attraktive Dame mit goldener Stimme auf dem Weg zur Selbstverwirklichung, führen Muldoon immer weiter hinein in eine ungeheuerliche Verschwörung …
Aufführungen | Theater

Birthday Candles

Stadttheater Klagenfurt

100 Jahre in 100 Kuchen: Was macht ein ganzes Leben zu einem Leben? Ernestine Ashworth verbringt ihren 17. Geburtstag damit, sich wegen ihrer Bedeutungslosigkeit zu quälen. Eins ist für die junge Frau mit großen Plänen sicher: Ihr Platz im Universum sollte fernab häuslicher Beschaulichkeit liegen, sie will eine andere Frau werden als ihre Mutter. Vor allem will sie der Mittelmäßigkeit einer Bilderbuchfamilie eine Absage erteilen, »Gott überraschen« und sich selbst verwirklichen. Doch die bürgerliche Überschaubarkeit holt sie ein und alles scheint vorherbestimmt: Aus ihrer Highschool-Liebe wird eine Ehe, aus der ehemals besten Freundin die Affäre ihres Mannes, aus den Kindern werden ihre Spiegelbilder. Beide Kinder überlebt sie. Geschieden und mittlerweile Großmutter, verlobt sich Ernestine schließlich doch noch mit der Liebe ihres Lebens, die vor einem Dreivierteljahrhundert noch einen Korb für das Date zum Schulball erntete. Das neue Stück von Noah Haidle springt von Geburtstag zu Geburtstag – Ernestine wird 18. Dann 41. 70. Schließlich 107 – und umspannt leichtfüßig fünf Generationen, 100 Geburtstagskuchen, Dutzende Goldfische und unendlich viele Träume. Als Tochter, Ehefrau, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter backt die Protagonistin jedes Jahr nach dem immer gleichen Rezept. Und ihre einstigen Erwartungen an das Leben kehren in den Lebensfragen der Kinder und Kindeskinder wieder. Birthday Candles ist eine Generationen-Erzählung über die Höhen und Tiefen in 100 Jahren Leben und die Erfüllung zu lieben. Dabei findet der 1978 geborene US-Dramatiker Haidle die Balance zwischen Humor und Sentimentalität und entwirft eine Vision vom Sinn des Lebens, die einem nahegeht. Inszenieren wird Schirin Khodadadian, die mit Uraufführungen von u. a. Theresia Walser und Rebekka Kricheldorf mehrfach bei den Mülheimer Theatertagen und den Autorentheatertagen eingeladen war.
Aufführungen | Oper

Hiob

Stadttheater Klagenfurt

Die Jahrtausende alte Geschichte des gottesfürchtigen Hiob, der trotz vernichtender Schicksalsschläge seinen Glauben nicht verliert und am Ende für seine Standfestigkeit belohnt wird, berührt die Grundfragen unserer Existenz. Wie wechselhaft ist unser Lebensglück? Wie viele Pfeile und Schleudern des wütenden Geschicks vermag der Mensch zu erdulden? Was braucht er, um sich wieder aufzurichten? Und wie viel Kraft gibt dabei die Religion? In Joseph Roths 1930 erschienenem Roman, der den biblischen Stoff ins 20. Jahrhundert übersetzt, heißt Hiob Mendel Singer und ist ein streng religiöser Jude, der mit seiner Frau und vier Kindern im fiktiven Schtetl Zuchnow in Russland lebt. Als sein Erstgeborener Schemarjah nach Amerika auswandert und zu Geld kommt, holt dieser seine Eltern und die Schwester Mirjam nach, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert für die Familie die Erfüllung des »American Dream«. Schemarjah fällt als amerikanischer Soldat, der für die russische Armee kämpfende Jonas wird vermisst, Mendels Frau Deborah stirbt darüber an Verzweiflung, Mirjam erkrankt an einer Psychose. Mendels Liebe und Hoffnung ruhen auf seinem jüngsten Sohn Menuchim, den er aufgrund seiner geistigen Behinderung in der alten Heimat zurückgelassen hat. In ihrer für das Stadttheater Klagenfurt komponierten Oper überführen Bernhard Lang und Michael Sturminger die von Stefan Zweig konstatierte »Musikalität der Sprache« Joseph Roths in eindrucksvolle musiktheatrale Bilder und Klangwelten. Die kontrastreiche Atmosphäre wird dabei von der meditativ-religiösen Musik Mendels ebenso geprägt wie von schmissigem Klezmer und dem hoffnungsvoll-satten Swing-Klang der Neuen Welt.
Aufführungen | Musical

Ein Hauch von Venus
(One Touch of Venus)

Opernhaus Graz

Musical Comedy in zwei Akten Musik von Kurt Weill ~ Gesangstexte von Ogden Nash ~ Buch von S. J. Perelman und Ogden Nash Nach „The Tinted Venus“ von F. Anstey ~ Deutsch von Roman Hinze Der Kunstsammler Whitelaw Savory lässt sich aus dem Orient eine antike Venusstatue beschaffen und in sein Museum bringen. Aus einer naiven Laune heraus steckt der Friseur Rodney Hatch an den Finger der Statue jenen Ring, der für seine Verlobte gedacht ist. Nach 3000 Jahren findet sich Venus im New York der 1940er Jahre wieder und verliebt sich in den Friseur, der sie zum Leben erweckt hat. Rodney versucht zwar, vor der Göttin der Liebe davon zu laufen, doch er entkommt ihr nicht. Nun hält man ihn für den Dieb der Statue und – als die erzürnte Venus mit einem Handstreich Rodneys Verlobte auf den Nordpol verfrachtet – gar für einen Mörder. Rodney, der Friseur, und Venus, die Göttin, landen im Gefängnis. Als der Göttin bewusst wird, dass eine Beziehung zu Rodney ein Leben in der Biederkeit der Vorstadt zur Folge hätte, zieht sie es vor, wieder zur Statue zu erstarren. Songs wie „Speak Low“, „I’m a Stranger Here Myself“ oder „Westwind“ machen das Stück derart populär, dass es mit 567 Vorstellungen Kurt Weills größter Erfolg am Broadway wird. Dionne Wudu, die in Graz in „Ragtime“ gefeiert wurde, ist in der Titelpartie zu erleben. Und statt ihr Haar zu frisieren, steckt ihr Christoph Messner (als Rodney Hatch) lieber einen Ring an den Finger. Erstmals an der Oper Graz inszeniert die österreichische Regisseurin Magdalena Fuchsberger, deren Inszenierungskatalog Oper und Musical gleichermaßen umfasst. In deutscher Sprache mit Übertiteln Empfohlen ab 10 Jahren
Aufführungen | Ballett

Zum Sterben zu schön

Opernhaus Graz

Ein erhebender Abend und das vielleicht – aber nur vielleicht – traurigste Stück der Saison. Ein Stück über den Tod im romantischen Zeitalter. Denn Sterben und Tod hatten damals noch eine andere Bedeutung, allerdings mit gleicher finaler Wirkung. Ein Abend mit schönen Klängen und noch schönerer Musik, auch wenn diese meistens in Moll erklingen wird. Ein Abend, der sich mit vielfältigsten tänzerischen Elementen vor dem Genie großer musikalischer Meister verneigt: Ihr Leben, ihr Genie, ihr Sterben und doch ihre Lebendigkeit durch ihre Kunst sind Aspekte von „Zum Sterben zu schön“. „Zum Sterben zu schön“ wird noch nachwirken, auch wenn der letzte Ton schon verklungen ist. Jo Strømgren beschäftigt sich tänzerisch mit den möglichen künstlerischen Effekten von Krankheiten im romantischen Zeitalter, ob schmerzhafte Schreie oder liebreizende Akkorde, alles begleitet den Tod und das Sterben, das ein Teil der Kunst war und ist. Und eben auch ein Teil des Lebens, ob wir wollen oder nicht. Choreographie: Jo Strømgren Bühne: Jo Strømgren Kostüme: Bregje van Balen Licht: Martin Schwarz Dramaturgie: Bernd Krispin Empfohlen ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

Der Tod und das Mädchen

Stadttheater Klagenfurt

Premiere: 12.1.2023 Eine packende Anklage gegen Regierungen, die Entführungen, Folter, Hinrichtungen und das Verschwinden von Menschen erlauben, billigen und als politische Druckmittel einsetzen. Ariel Dorfmans Thriller, uraufgeführt 1991, von Roman Polanski verfilmt und vielfach preisgekrönt, spielt in einem nicht näher bezeichneten lateinamerikanischen Staat (mit Parallelen zur Militärdiktatur Pinochets in Chile), der nach Jahren mörderischer Diktatur bemüht ist, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verfolgen und die Opfer zu rehabilitieren. Paulina Salas lebt mit ihrem Mann, dem Rechtsanwalt Gerardo, abgeschieden in einem Haus am Meer. Als politische Aktivistin wurde sie einst Opfer von Verschleppung, Folter und Vergewaltigung. Als ihr Mann 15 Jahre später nach einer Reifenpanne von einem Fremden nach Hause gefahren wird, machen sich post-traumatische Angststörungen und angestaute Wut bemerkbar – denn in dem Fremden, der sich als Arzt Roberto Miranda vorstellt, glaubt sie, ihren früheren Peiniger wiederzukennen: Seine Stimme, sein Lachen, sein Geruch und seine Vorliebe für Schuberts Streichquartett Nr. 14 in d-Moll, »Der Tod und das Mädchen«, das während der Torturen gespielt wurde, lassen scheinbar nicht den geringsten Zweifel offen. Angetrieben von ihrem Wunsch nach Vergeltung versucht Paulina, dem Arzt unter Androhung von Gewalt ein Geständnis abzutrotzen. Und zum Richter in diesem Tribunal setzt sie ihren Mann ein … Ariel Dorfman, Jahrgang 1942, lebte bis zum Militärputsch 1973 in Chile und unterstützte die Politik Allendes. Danach emigrierte er in die USA und sieht sich bis heute in der Pflicht, Sprachrohr derjenigen zu sein, denen es nicht oder nicht mehr möglich ist, zu sprechen. Inszenieren wird die 1992 im slowenischen Teil Kärntens geborene Regisseurin Mira Stadler, die mit Inszenierungen u. a. am Münchner Residenztheater, Burgtheater oder bei CarinthiJA2020 aufhorchen ließ. Regie: Mira Stadler Bühne: Jenny Schleif Kostüme: Carolin Schogs Musik: Nico Mohammadi Dramaturgie: Hans Mrak
Aufführungen | Oper

Un ballo in maschera

Stadttheater Klagenfurt

Ein mächtiger Mann, sein bester Freund und dessen Frau, die zwischen beiden Männern hin- und hergerissen ist – das ist das Konfliktdreieck, auf dem Giuseppe Verdis Oper Un ballo in maschera aufbaut. Im Spannungsfeld glänzender Herrschaftsentfaltung, einer Verschwörung seiner Feinde und dem Wirken dunkler Mächte verliert König Gustav III. die Freundschaft seines engsten Vertrauten und fällt schließlich seiner eigenen Sorglosigkeit zum Opfer. Der Handlungsrahmen der 1859 uraufgeführten Oper beruht auf historischen Begebenheiten: Im Jahre 1792 wurde König Gustav III. von Schweden, seinerzeit eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Politik, während eines Maskenballs an der Königlichen Oper auf Betreiben einer Gruppe von Verschwörern angeschossen und erlag zwei Wochen später seinen Verletzungen. Aufgrund der beabsichtigten Darstellung eines Königsmordes auf offener Bühne geriet Verdi jedoch in Konflikt mit den neapolitanischen Zensurbehörden. Nachdem die Handlung nach Boston verlegt und der König in den Gouverneur von Massachusetts verwandelt worden war, akzeptierte der Kirchenstaat das Werk schließlich für die Oper in Rom. In seiner ersten Inszenierung am Stadttheater Klagenfurt verlegt Regisseur Bernd Mottl die Handlung von Verdis beeindruckendem Psychogramm einer Herrscherpersönlichkeit wieder an den Originalschauplatz Schweden. König Gustav III. wird dabei von Matteo Desole verkörpert, der das Klagenfurter Publikum bereits als Rodolfo in La bohème zu Tränen rührte, außerdem kehrt Aytaj Shikhalizada nach ihrem Hausdebüt als Olga (Eugen Onegin) in der Rolle der geheimnisvollen Wahrsagerin Ulrica zurück ans Stadttheater. Musikalische Leitung: Nicholas Milton / Mitsugu Hoshino Regie: Bernd Mottl Bühne und Kostüme: Friedrich Eggert Licht: Helmut Stultschnig Videodesign: Jörn Hartmann Choreinstudierung: Günter Wallner Dramaturgie: Markus Hänsel
Aufführungen | Oper

War Requiem

Opernhaus Graz

Texte nach der Missa pro Defunctis und Gedichten von Wilfred Owen, op. 66 In englischer und lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln Am Abend des 14. Novembers 1940 fielen Tausende glühende Feuerbälle der deutschen Luftwaffe vom Himmel und zerstörten die Stadt Coventry, nahmen hunderten Menschen das Leben. Viele Jahre später entschied man sich, die Ruinen der Kathedrale als Mahnmal zu erhalten und einen neuen Kirchenbau daran anzuschließen, um dem Wunsch der Zeit nach Erinnerung und Versöhnung Ausdruck zu verleihen. Der englische Komponist und Pazifist Benjamin Britten erhielt den Auftrag, ein Werk zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry zu schreiben, welches mit seinem Symphonie- und Kammerorchester, Knabenchor, gemischtem Chor, Sopran, Tenor und Baritontief bewegt, mitreißt, Brücken über Unvorstellbarem baut, und über das Britten resümiert: „Dieses Requiem ist vielleicht das wichtigste Werk, das ich jemals geschrieben habe.“ Kongenial lässt er die Traditionen der Totenmesse auf die schmerzvollen, hoffnungssuchenden Worte des Lyrikers und Soldaten Wilfred Owen treffen, ein Appell der Versöhnung. Lorenzo Fioroni, der Regisseur der gefeierten und preisgekrönten „Griechischen Passion“ und des Opern-Doppelabends „Cavalleria rusticana“ & „Pagliacci“, kehrt für dieses Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts zurück nach Graz, greift die Erinnerung der Zerstörung, die Hoffnung auf ein friedliches Morgen auf und verwandelt das Opernhaus selbst in einen Ort jenseits des Gewohnten. Zwischen den Orchestern und Nationen entsteht dabei ein packender Dialog der Emotionen und Ängste, der unter der musikalischen Leitung des Chefdirigenten Roland Kluttig steht. Dabei bricht immer wieder die Stimme des Soldaten Wilfred Owen durch, die uns zuruft: „Was für Totenglocken läuten denen, die wie Vieh sterben? / Nur die ungeheure Wut der Geschütze / Nur das scharfe Knattern der ratternden Gewehre / Kann ihre hastigen Gebete herniederprasseln …“ Er starb mit 25 Jahren, vier Tage vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Musikalische Leitung: Roland Kluttig / Nicolas Ellis Inszenierung: Lorenzo Fioroni Dirigat Kammerorchester: Johannes Braun Choreographie: Beate Vollack Bühne: Sebastian Hannak Kostüme: Annette Braun Licht: Sebastian Alphons Video: Christian Weißenberger Dramaturgie: Marlene Hahn / Bernd Krispin Chor & Extrachor: Bernhard Schneider Empfohlen ab 15 Jahren
Aufführungen | Theater

»A håt wer an Zehna-Schlissl då?« Der Ortstafelkonflikt 1972

Stadttheater Klagenfurt

Vor genau 50 Jahren, im Herbst 1972, zogen Nacht für Nacht dutzende aufgebrachte Bürger durch Südkärnten, um die damals aufgestellten deutsch-slowenischen Ortstafeln auszureißen oder abzumontieren. Wenige Wochen davor hatte das österreichische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das bald zu einer der größten Krisen im Selbstverständnis der Republik führte: dem Kärntner Ortstafelkonflikt. Der langjährige ehemalige ORF-Redakteur Eugen Freund hat das damalige Geschehen vor Ort miterlebt und niedergeschrieben. Daraus entstand gemeinsam mit dem Stadttheater Klagenfurt und dem Kulturverein Danica die dramaturgische Nacherzählung »A håt wer an Zehna-Schliessl då?«. Die Texte werden von Schauspieler*innen gelesen, die Moderation übernimmt Eugen Freund. 17.09.2022 – 20.00 Uhr Kulturni dom St. Primus/Šentprimož EINTRITT freiwillige Spende 18.10.2022 – 19.30 Uhr Architektur Haus Kärnten KARTEN Euro 18,-/ Euro 9,- +43 (0) 463 54 0 64 kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at Das Stadttheater Klagenfurt präsentiert diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit SPD Danica in Kooperation mit dem Architektur Haus Kärnten

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