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Ausstellungen / Ausstellung Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, Graz Graz, Burgring 2
Aufführungen | Oper

War Requiem

Opernhaus Graz

Texte nach der Missa pro Defunctis und Gedichten von Wilfred Owen, op. 66 In englischer und lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln Am Abend des 14. Novembers 1940 fielen Tausende glühende Feuerbälle der deutschen Luftwaffe vom Himmel und zerstörten die Stadt Coventry, nahmen hunderten Menschen das Leben. Viele Jahre später entschied man sich, die Ruinen der Kathedrale als Mahnmal zu erhalten und einen neuen Kirchenbau daran anzuschließen, um dem Wunsch der Zeit nach Erinnerung und Versöhnung Ausdruck zu verleihen. Der englische Komponist und Pazifist Benjamin Britten erhielt den Auftrag, ein Werk zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry zu schreiben, welches mit seinem Symphonie- und Kammerorchester, Knabenchor, gemischtem Chor, Sopran, Tenor und Baritontief bewegt, mitreißt, Brücken über Unvorstellbarem baut, und über das Britten resümiert: „Dieses Requiem ist vielleicht das wichtigste Werk, das ich jemals geschrieben habe.“ Kongenial lässt er die Traditionen der Totenmesse auf die schmerzvollen, hoffnungssuchenden Worte des Lyrikers und Soldaten Wilfred Owen treffen, ein Appell der Versöhnung. Lorenzo Fioroni, der Regisseur der gefeierten und preisgekrönten „Griechischen Passion“ und des Opern-Doppelabends „Cavalleria rusticana“ & „Pagliacci“, kehrt für dieses Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts zurück nach Graz, greift die Erinnerung der Zerstörung, die Hoffnung auf ein friedliches Morgen auf und verwandelt das Opernhaus selbst in einen Ort jenseits des Gewohnten. Zwischen den Orchestern und Nationen entsteht dabei ein packender Dialog der Emotionen und Ängste, der unter der musikalischen Leitung des Chefdirigenten Roland Kluttig steht. Dabei bricht immer wieder die Stimme des Soldaten Wilfred Owen durch, die uns zuruft: „Was für Totenglocken läuten denen, die wie Vieh sterben? / Nur die ungeheure Wut der Geschütze / Nur das scharfe Knattern der ratternden Gewehre / Kann ihre hastigen Gebete herniederprasseln …“ Er starb mit 25 Jahren, vier Tage vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Musikalische Leitung: Roland Kluttig / Nicolas Ellis Inszenierung: Lorenzo Fioroni Dirigat Kammerorchester: Johannes Braun Choreographie: Beate Vollack Bühne: Sebastian Hannak Kostüme: Annette Braun Licht: Sebastian Alphons Video: Christian Weißenberger Dramaturgie: Marlene Hahn / Bernd Krispin Chor & Extrachor: Bernhard Schneider Empfohlen ab 15 Jahren
Aufführungen | Theater

»A håt wer an Zehna-Schlissl då?« Der Ortstafelkonflikt 1972

Stadttheater Klagenfurt

Vor genau 50 Jahren, im Herbst 1972, zogen Nacht für Nacht dutzende aufgebrachte Bürger durch Südkärnten, um die damals aufgestellten deutsch-slowenischen Ortstafeln auszureißen oder abzumontieren. Wenige Wochen davor hatte das österreichische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das bald zu einer der größten Krisen im Selbstverständnis der Republik führte: dem Kärntner Ortstafelkonflikt. Der langjährige ehemalige ORF-Redakteur Eugen Freund hat das damalige Geschehen vor Ort miterlebt und niedergeschrieben. Daraus entstand gemeinsam mit dem Stadttheater Klagenfurt und dem Kulturverein Danica die dramaturgische Nacherzählung »A håt wer an Zehna-Schliessl då?«. Die Texte werden von Schauspieler*innen gelesen, die Moderation übernimmt Eugen Freund. 17.09.2022 – 20.00 Uhr Kulturni dom St. Primus/Šentprimož EINTRITT freiwillige Spende 18.10.2022 – 19.30 Uhr Architektur Haus Kärnten KARTEN Euro 18,-/ Euro 9,- +43 (0) 463 54 0 64 kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at Das Stadttheater Klagenfurt präsentiert diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit SPD Danica in Kooperation mit dem Architektur Haus Kärnten
Aufführungen | Operette

Der Vetter aus Dingsda

Stadttheater Klagenfurt

Fragen über Fragen wirft Eduard Künneke in seinem wohl berühmtesten Werk, der 1921 in Berlin uraufgeführten Operette Der Vetter aus Dingsda, auf. Wird Julias geliebter Roderich aus der Ferne zurückkehren und sein Heiratsversprechen einlösen? Ist der Appetit Josef »Josse« Kuhbrodts zu stillen? Wie zuverlässig ist der Mond als Liebesbote? Und: Wo liegt eigentlich Dingsda? Die Ehe, so dichten es die Librettisten, ist eine Mausefalle: »Hinein kommt manch einer, doch raus kommt da keiner, denn nur nach innen geht die Tür.« Und dennoch versuchen alle auf Schloss de Weert, sich oder jemand anderen zu verheiraten. Da wäre einmal Julia, die davon träumt, endlich ihren geliebten Vetter Roderich zu ehelichen, der seit sieben Jahren in Batavia weilt. Währenddessen wirbt der spießig-vertrottelte Landratssohn Egon von Wildenhagen um sie. Josse seinerseits möchte Julia mit seinem Neffen August Kuhbrodt verkuppeln, um ihr Erbe wenigstens in der Familie zu halten. Von diesem Plan hält Julia allerdings schon allein aufgrund des Namens ihres potentiellen Angetrauten gar nichts. Und dann ist da noch Julias gewitzte Freundin Hannchen, die fünf Minuten nach seiner Ankunft den Heiratsantrag eines geheimnisvollen Fremden annimmt. Unbändige Glückswut, pfiffiger Witz und melancholische Träumerei gehen in Künnekes rasanter Verwechslungskomödie Hand in Hand. Im schwungvollen Tempo von Tango und Foxtrott, begleitet von der klanglichen Fülle eines spätromantischen Orchesters, streben die Figuren der Handlung nach ihrem ganz individuellen Glück: sei es in der Liebe, im Reichtum – oder doch in der Ehe?
Aufführungen | Kabarett

Wir Staatskünstler

Stadttheater Klagenfurt

Sind Realität und Satire wirklich nicht mehr unterscheidbar? Die Staatskünstler treten den Gegenbeweis an und zeigen, dass freiwillige Komik mitunter die beste Notwehr gegen unfreiwillige Komik darstellt. Florian Scheuba, Thomas Maurer und Robert Palfrader präsentieren in dem brandaktuellen Update ihres erfolgreichen Bühnenprogrammes eine satirische Bilanz über die politische Lage und ihre Akteure in Österreich. KARTEN Euro 10,50 bis Euro 47,50
Aufführungen | Kabarett

Polly Adlers »Nymphen in Not«

Stadttheater Klagenfurt

Petra Morzé, »die Paula Wessely für den kleinen Mann«, und Angelika Hager, Polly Adlers vom Zynismus versaute »Inner Voice«, haben für ihre neue Performance Sona MacDonald gewonnen. Immer im Trio schwimmen die Nymphen thematisch in den großen Themen-Gewässern wie Power-Aging, Selbstoptimierung, Botox-Gespenster, neurosengerechter Umgang mit Wutbürgern aller Art, Instagramitis und diese Idiotenbeschäftigung namens Liebe. Anton Tschechow sagte: »Krisen bewältigen kann jeder Idiot. Die wahre Herausforderung ist der Alltag.« Eine Betriebsanleitung dafür liefert das Trio mit Nymphen in Not, einer exzentrischen Lese-Performance und einem hochgradig amüsanten Ausflug in die durchgeknallte Welt der Polly Adler. KARTEN Euro 10,50 bis Euro 47,50
Aufführungen | Oper

Un ballo in maschera

Stadttheater Klagenfurt

Ein mächtiger Mann, sein bester Freund und dessen Frau, die zwischen beiden Männern hin- und hergerissen ist – das ist das Konfliktdreieck, auf dem Giuseppe Verdis Oper Un ballo in maschera aufbaut. Im Spannungsfeld glänzender Herrschaftsentfaltung, einer Verschwörung seiner Feinde und dem Wirken dunkler Mächte verliert König Gustav III. die Freundschaft seines engsten Vertrauten und fällt schließlich seiner eigenen Sorglosigkeit zum Opfer. Der Handlungsrahmen der 1859 uraufgeführten Oper beruht auf historischen Begebenheiten: Im Jahre 1792 wurde König Gustav III. von Schweden, seinerzeit eine der schillerndsten Persönlichkeiten der europäischen Politik, während eines Maskenballs an der Königlichen Oper auf Betreiben einer Gruppe von Verschwörern angeschossen und erlag zwei Wochen später seinen Verletzungen. Aufgrund der beabsichtigten Darstellung eines Königsmordes auf offener Bühne geriet Verdi jedoch in Konflikt mit den neapolitanischen Zensurbehörden. Nachdem die Handlung nach Boston verlegt und der König in den Gouverneur von Massachusetts verwandelt worden war, akzeptierte der Kirchenstaat das Werk schließlich für die Oper in Rom. In seiner ersten Inszenierung am Stadttheater Klagenfurt verlegt Regisseur Bernd Mottl die Handlung von Verdis beeindruckendem Psychogramm einer Herrscherpersönlichkeit wieder an den Originalschauplatz Schweden. König Gustav III. wird dabei von Matteo Desole verkörpert, der das Klagenfurter Publikum bereits als Rodolfo in La bohème zu Tränen rührte, außerdem kehrt Aytaj Shikhalizada nach ihrem Hausdebüt als Olga (Eugen Onegin) in der Rolle der geheimnisvollen Wahrsagerin Ulrica zurück ans Stadttheater.
Aufführungen | Schauspiel

Yerma

Stadttheater Klagenfurt

Wie kann man zu sich selbst finden in einer von männlichen Zwängen geprägten, katholisch-provinziellen Gesellschaft, in der Menschen unfrei sind, weil sie von den Blicken der anderen abhängen? Der Name der Titelheldin bedeutet im Spanischen »Brache«, »unbebautes Feld«. Genau so empfindet sich die Bäuerin Yerma. Sie will fruchtbar werden, sie will ein Kind. Ihr Mann Hans dagegen, ein reicher Schafzüchter, will kein Kind, sondern immer noch reicher werden. Yerma soll »ehrbar« bleiben, bewacht von seinen beiden unverheirateten Schwestern, während er selbst die Nächte auf seinen Feldern verbringt. Yerma will schwanger werden, aber – der katholischen Unauflösbarkeit der Ehe wegen – nicht durch einen anderen Mann: den Freund aus Kindertagen, Viktor. Am Ende tötet sie Hans in dem Moment, in dem er nach ihr greift – und somit ihre einzige Möglichkeit, Mutter zu sein: »Ja, mein Kind habe ich getötet.« In Federico García Lorcas tragischer Dichtung, 1934 geschrieben, schauen wir durch die Augen einer radikalen Frauenfigur auf die zunehmend entgleisende Geschichte eines Paares in einer zerstörerischen und lustfeindlichen Welt. Yermas unbedingter Wille zur Selbstbestimmung findet Ausdruck in scheinbaren Alltagsdialogen, die eigentlich poetisch hoch verdichtete Monologe, Duette, Terzette sind. Die spanische Regisseurin Alia Luque, die u. a. am Burgtheater, am Schauspiel Stuttgart, am Landestheater Niederösterreich, am Thalia Theater Hamburg oder am Badischen Staatstheater Karlsruhe inszeniert hat, übersetzt das Stück neu und speziell für Kärnten. Regie: Alia Luque Film: Sophie Lux Bühne: Christoph Rufer Kostüme: Ellen Hofmann Dramaturgie: Hans Mrak MT Silja Bächli, Jannik Görger, Florentin Groll, Tino Hillebrand, Andraes Patton, Axel Sichrovsky, Jajob Tögel
Aufführungen | Musiktheater

Siegfried

Stadttheater Klagenfurt

Ein geheimnisvoller Wald, ein schlafender Lindwurm, magische Gegenstände und ein Happy End – in der sinfonischen Anlage der Ring-Tetralogie Richard Wagners ist Siegfried das Scherzo. Doch auf der vordergründig optimistischen Handlung lastet bleiern die Vergangenheit und stellt die alten Fragen: Kann Wotans »Großer Plan« noch gelingen? Oder führt jeder Versuch, verbessernd in den Lauf der Welt einzugreifen, ins Verderben? Nach der erfolgreichen Walküre-Inszenierung im Vorjahr setzt sich nun der Klagenfurter Ring fort. Regie führt Intendant Aron Stiehl, Chefdirigent Nicholas Milton übernimmt die Musikalische Leitung. Der furchtlose Held, der das Zauberfeuer Wotans zu durchschreiten und die schlafende Brünnhilde zu erwecken vermag, muss erst noch heranwachsen: Siegfried, der Sohn des inzestuösen Zwillingspaares Siegmund und Sieglinde, wird im Wald von seinem Stiefvater Mime aufgezogen. Dieser entwickelt eigene Pläne, als er feststellt, dass sein Ziehsohn off enbar völlig furchtlos ist. Mit dem neu geschmiedeten Schwert seines Vaters soll Siegfried Fafner töten, der in Gestalt eines Lindwurms den Nibelungenhort bewacht, ihm seinen Schatz und vor allem den Ring rauben, und schließlich Mime ins off ene Messer laufen, dem dann die Macht des Rheingolds gehörte. Der Plan zerschlägt sich: Siegfried erfährt von Mimes Vorhaben, tötet den Stiefvater und zieht in die Welt. Doch auch Wotan ringt mit seinem Plan vom furchtlosen Helden: Dass Siegfried stärker ist als er, kann er nur schwer ertragen. Und dann packt Siegfried vor der schlafenden Brünnhilde doch noch die Furcht. Er vermag sie zu überwinden und die Schlafende aufzuwecken. »Im höchsten Liebesjubel aufl achend« erkennen sich die beiden als Liebespaar. Die Erfüllung von Wotans Plan erscheint möglich, doch Brünnhilde sieht bereits die dunklen Schatten der Götterdämmerung heraufziehen. Musikalische Leitung: Nicholas Milton Regie: Aron Stiehl Bühne & Kostüme: Okarina Peter, Timo Dentler Dramaturgie: Markus Hänsel Siegfried: Tilmann Unger Mime: Thomas Ebenstein Der Wanderer: Markus Marquardt Alberich: KS Stefan Heidemann Fafner: Rafal Pawnuk Brünnhilde: Yanhua Liu Stimme des Waldvogels: Ava Dodd Kärntner Sinfonieorchester
Aufführungen | Theater

Stadttheater Klagenfurt

Mit mehr als 200 Vorstellungen pro Jahr und Veranstaltungen für Familien und Kinder ist es das südlichste Theater des deutschsprachigen Raums.
Aufführungen | Oper

Madama Butterfly

Opernhaus Graz

Premiere: 15.10.2022 Japanische Tragödie in drei Aufzügen Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Es gibt wenige Opern-Momente, die es in ihrem unentrinnbaren und gleichzeitig tief berührenden Schmerz mit dem dreijährigen Warten der Geisha Cio-Cio-San auf die Rückkehr ihres Geliebten, des Navy- Offiziers Pinkerton, aufnehmen können. Wann wird er aus Amerika kommen, sein Versprechen auf gemeinsames Liebesglück einlösen? Brach sie nicht wegen dieser Liebe mit ihrer japanischen Familie und deren Werten, um den amerikanischen Way of Life zu leben? Er wird kommen, da ist sie sicher, und so ruft sie träumend in die Nacht von Nagasaki: „Eines schönen Tages werden wir einen Rauchfaden an der fernen Grenze des Meeres aufsteigen sehen und dann erscheint dasSchiff. Er wird aus der Ferne ‚Butterfly‘ rufen. All dies wird eintreffen, das verspreche ich dir. Behalte deine Angst, ich erwarte ihn mit felsenfester Treue.“ Sie hört nicht die Stimme ihrer Freundin Suzuki, die ahnt, dass Pinkerton nicht mehr als Geliebter, sondern nur mehr als ein Schatten der Vergangenheit auftauchen und Cio-Cio-San das Morgen nehmen wird. Kein Komponist brachte die Gefühle der Menschen so fesselnd und dramatisch auf die Opernbühne wie Giacomo Puccini, der seine Figuren leidenschaftlich und kraftvoll lieben, hassen und sterben lässt. Sein Meisterwerk „Madama Butterfly“, das 1904 uraufgeführt wurde, wird von Floris Visser, der erstmalig an der Oper Graz inszeniert, zu neuem Leben erweckt. Er arbeitet u. a. an der Oper in Amsterdam, am Opernhaus Zürich, am Aalto-Theater Essen und am Staatstheater Karlsruhe. Musikalische Leitung: Marius Burkert / Gábor Káli / Marcus Merkel Inszenierung: Floris Visser Choreographie: Pim Veulings Bühne: Gideon Davey Kostüme: Jon Morrell Licht: Malcolm Rippeth Dramaturgie: Marlene Hahn / Jörg Rieker Chor: Bernhard Schneider In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Zum Sterben zu schön

Opernhaus Graz

Premiere: 13.10.2022 Ein erhebender Abend und das vielleicht – aber nur vielleicht – traurigste Stück der Saison. Ein Stück über den Tod im romantischen Zeitalter. Denn Sterben und Tod hatten damals noch eine andere Bedeutung, allerdings mit gleicher finaler Wirkung. Ein Abend mit schönen Klängen und noch schönerer Musik, auch wenn diese meistens in Moll erklingen wird. Ein Abend, der sich mit vielfältigsten tänzerischen Elementen vor dem Genie großer musikalischer Meister verneigt: Ihr Leben, ihr Genie, ihr Sterben und doch ihre Lebendigkeit durch ihre Kunst sind Aspekte von „Zum Sterben zu schön“. „Zum Sterben zu schön“ wird noch nachwirken, auch wenn der letzte Ton schon verklungen ist. Jo Strømgren beschäftigt sich tänzerisch mit den möglichen künstlerischen Effekten von Krankheiten im romantischen Zeitalter, ob schmerzhafte Schreie oder liebreizende Akkorde, alles begleitet den Tod und das Sterben, das ein Teil der Kunst war und ist. Und eben auch ein Teil des Lebens, ob wir wollen oder nicht. Choreographie: Jo Strømgren Bühne: Jo Strømgren Kostüme: Bregje van Balen Licht: Martin Schwarz Dramaturgie: Bernd Krispin Empfohlen ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

Die verkaufte Braut

Opernhaus Graz

Premiere: 26.11.2022 Komische Oper in drei Akten Libretto von Karel Sabina Deutsch von Kurt Honolka In furioser Rasanz führt uns die Ouverture in die fröhliche Feierlaune eines böhmischen Dorfes. Einzig Marie mag sich der ausgelassenen Stimmung nicht anschließen, denn just heute wollen sie ihre Eltern mit Wenzel, dem Sohn des vermögenden Gutsbesitzers Mícha, verheiraten. Wenzel ist verschroben, und außerdem liebt Marie Hans, von dem niemand so genau weiß, woher er eigentlich kommt. Da Wenzel Marie noch nie gesehen hat, ist es ihr ein Leichtes, ihm vor seiner zukünftigen Braut einen gehörigen Schreck einzujagen. Der Heiratsvermittler Kecal seinerseits kann Hans die Braut für 300 Gulden unter der Bedingung abkaufen, dass einzig „der Sohn des Mícha“ Marie heiraten dürfte. Marie fühlt sich hintergangen und sieht ihren Liebestraum zerstört, bis sich herausstellt, dass Hans Míchas verschollen geglaubter Sohn aus erster Ehe ist. Und was wird aus Wenzel? Der lässt sich von der wunderschönen Esmeralda dazu überreden, bei einem Wanderzirkus als Tanzbär einzuspringen, wodurch es ihm endlich möglich ist, sich von seiner willensstarken Mutter zu befreien. Mit der „Verkauften Braut“ präsentiert sich Adriana Altaras erstmals als Regisseurin an der Oper Graz. Adriana Altaras ist Regisseurin, Autorin und Schauspielerin zugleich: Seit den neunziger Jahren inszeniert sie Schauspiel und Musiktheater im deutschen Sprachraum, verfasst Bücher (wie beispielsweise den Roman „Titos Brille“, der 2014 verfilmt wurde) und ist auch im Fernsehen überregional bekannt. Der Film „Das Mikroskop“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis gewürdigt. In deutscher Sprache mit Übertiteln Musikalische Leitung: Roland Kluttig / Marius Burkert Inszenierung: Adriana Altaras Bühne: Christoph Schubiger Kostüme: Nina Lepilina Dramaturgie: Gerhard Herfeldt / Bernd Krispin Chor: Bernhard Schneider Empfohlen ab 10 Jahren.
Aufführungen | Schauspiel

Hader on Ice

Opernhaus Graz

„Immer is irgendwas. Entweder die Fiaß schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg i wieder ka Luft, wenn i schneller geh. Oder i hab an Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind z’eng. Was is das bitte? – Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat’s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt’s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat’s doch früher net geb’n! Wenn die dich stechen, kriegst einen Dippel, der geht monatelang net weg! Wahrscheinlich san die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zua! Seit i nimmer aus’n Haus geh. Meine Theorie is, die Pflanzen woll’n die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen hab’n einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock’n’ Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh Photosynthese.“
Aufführungen | Ballett

ABC des Tanzes

Opernhaus Graz

Die Reihe „ABC des Tanzes“ bietet Einblick in die Welt jenseits der Vorstellungen des Balletts der Oper Graz und richtet sich an Tanzfans und Wissenshungrige. In der Saison 2022/23 stehen wieder drei ABCs auf dem Programm. Die Reihe „Das tägliche Training“ setzen wir in dieser Saison am 23. September mit der Pirouette fort. Dabei erklären Ballettmeister Sascha Pieper und Ballettdirektorin Beate Vollack die Erarbeitung und den Aufbau von Pirouetten und wie täglich an deren Perfektionierung gearbeitet wird. Am 12. Dezember kann man live bei der Probe einer neuen Szene für den großen Ballettabend „Carmen“ dabei sein. Beate Vollack erzählt Ihnen dabei Wissenswertes zum Stück. Im dritten „ABC des Tanzes“ am 14. April erleben Sie die Arbeit an der Kunst des gemeinsamen Atmens und Tanzens in einem Pas de deux der Kreation des Choreographen und Ballettmeisters Sascha Pieper zu seinem neuen Stück „Der Tod und das Mädchen“. Zur Einstimmung gibt es 30 Minuten vor Beginn jeder ABC-Veranstaltung die Möglichkeit, beim Warm-Up zuzusehen. Das tägliche ABC – Die Pirouette Fr 23. Sep 2022 „Carmen“ – Erste Einblicke in die neue Kreation Fr 16. Dez 2022 Der Pas de deux – Die Kunst des Zusammen-Tanzens am Beispiel von „Der Tod und das Mädchen“ Fr 14. Apr 2023
Aufführungen | Musiktheater

Arsonore – Janoska on Fire

Opernhaus Graz

Wer den Janoska-Style einmal erlebt hat, ist ihm für immer verfallen. Wer sonst verquickt klassische Themen mit radikalen, schrägen, immens spritzigen Ideen? Wer sonst ehrt Traditionelles, scheut sich aber nicht, daraus ein Feuerwerk völlig neuer, spontaner Einfälle zu zünden? Die drei Brüder Ondrej, František, Roman Janoska und Julius Darvas mit einem komplett neuen, extra für ARSONORE konzipierten Programm, in welchem sie auch handverlesene Gäste wie Thomas Gansch und Benjamin Schmid auf die Bühne der Grazer Oper bitten, um mit ihnen in musikalischen Wettstreit zu treten. So schwungvoll darf ein mannigfach inspiriertes Festival enden.
Aufführungen | Oper

La Traviata

Opernhaus Graz

Melodramma in drei Akten, Libretto von Francesco Maria Piave In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Eine Koproduktion mit der English National Opera Die noble Pariser Gesellschaft umschwärmt Violetta Valery, denn sie ist nicht nur die exklusivste Kurtisane der Stadt, sondern jeder weiß auch um die Unausweichlichkeit ihrer tödlichen Krankheit Bescheid. So scheint es ein reizvollmorbides Vergnügen zu werden, dass sich der unbedarfte Alfredo Germont in Violetta verliebt. Violetta will ihr nahendes Ende verdrängen und erlaubt sich ein Liebesverhältnis mit Alfredo. Dessen Vater sieht jedoch durch diese Verbindung den Ruf der Familie und die Zukunft von Alfredos Schwester gefährdet und bringt Violetta dazu, sich von Alfredo zurück zu ziehen. Vor Eifersucht rasend, beschimpft und demütigt Alfredo Violetta in aller Öffentlichkeit. Zu spät kehrt Alfredo zur Sterbenden zurück, die sich bis zu ihrem letzten Atemzug der Illusion eines glückerfüllten Lebens hingibt. 2011 hat Peter Konwitschny das Publikum der Oper Graz mit seiner ganz auf die Titelheldin zugeschnittenen Sichtweise, die in pausenloser Intensität ihren Weg hin ins dunkle Verlöschen präsentiert, begeistert. Die Aufführung wurde im Fernsehen übertragen, liegt auf DVD vor und wurde an der English National Opera, am Staatstheater Nürnberg, am Theater an der Wien und an der Seattle Opera ebenso gefeiert wie einst bei der Premiere in Graz. 2022 kehrt diese Produktion zurück, wobei James Rutherford, wie schon in der ersten Aufführungsserie, abermals als Giorgio Germont zu sehen ist. Nach seinem stilkundigen Dirigat der „Macht des Schicksals“ ist Matteo Beltrami erneut als Verdi-Dirigent zu erleben, und die rumänische Sopranistin Mirella Bunoaica in der Titelpartie und der russische Tenor Alexey Neklyudov zählen aufgrund ihrer aktuellen Erfolge zurecht zur vielversprechenden, jungen Sänger:innengeneration. Musikalische Leitung: Matteo Beltrami Inszenierung: Peter Konwitschny Szenische Einstudierung: Mika Blauensteiner Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker Licht: Joachim Klein, Helmut Weidinger Dramaturgie: Bettina Bartz, Bernd Krispin Chor: Bernhard Schneider Empfohlen ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Anatevka

Opernhaus Graz

Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem. Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl Im Schtetl Anatevka befolgt jeder die Tradition, und jeder tänzelt ein bisschen wie ein Fiedler auf dem Dach. So stellt sich der Milchmann Tevje vor, wie es denn wäre, wenn er einmal reich wär’. Doch erst einmal sind die ersten drei seiner insgesamt fünf Töchter zu verheiraten. Zeitel, die älteste, liebt allerdings den armen Schneider Mottel und nicht den reichen Fleischer Lazar Wolf. Wie gut, dass sich aus dem Jenseits Tevjes verstorbene Schwiegermutter und Lazars erste Frau melden, um Tevjes Gemahlin Golde umzustimmen. Auch die weiteren Töchter Tevjes wollen von den Vorschlägen der Heiratsvermittlerin Jente nichts wissen, folgen ihren Herzen und entscheiden sich für den Studenten Perchik beziehungsweise den russischen Christen Fedja. So ändern sich die Zeiten, denn Männer beginnen mit Frauen zu tanzen – und in aller Brutalität kommt es zu Ausschreitungen beim Hochzeitsfest, das doch so fröhlich begonnen hat. Dann geht alles Schlag auf Schlag: Innert drei Tagen muss das Schtetl geräumt sein. Jeder packt seinen Koffer, um die Reise ins Ungewisse anzutreten. 1964 am Broadway uraufgeführt, begeistert „Anatevka“ seitdem nicht nur durch hinreißende Tanzszenen, großangelegte Shownummern und innige Momente, sondern hält deswegen das Publikum weltweit gefangen, weil Tevjes Wünsche, Träume und Hoffnungen zutiefst menschlich sind. In der Grazer Neuproduktion ist Ivan Oreščanin als Tevje zu erleben, der mit seinem Schöpfer Zwiesprache hält, um sein Leben zu meistern. Nach seinen erfolgreichen Arbeiten im Rahmen des OpernKurzgenusses (zuletzt „Mario und der Zauberer“) und am Stadttheater Leoben inszeniert Christian Thausing sein erstes Musical an der Oper Graz. Musikalische Leitung: Marius Burkert (Jun: 16, 17, 18, 19) / Julian Gaudiano Inszenierung: Christian Thausing Choreographie: Evamaria Mayer Bühne & Kostüme: Timo Dentler/Okarina Peter Licht: Sebastian Alphons Dramaturgie: Bernd Krispin Chor: Georgi Mladenov In New York von Harold Prince produziert Erstproduktion in New York, Regie und Choreographie von Jerome Robbins. Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen Die Übertragung der Aufführungsrechte erfolgt in Übereinkunft mit Music Theatre International (Europe) LTD, London. Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, GesmbH Empfohlen ab 10 Jahren.
Aufführungen | Musical

Disney Die Schöne und das Biest

Opernhaus Graz

Es ist einer der größten Erfolge aus dem Hause Disney: Als Zeichentrickfilm begeisterte Die Schöne und das Biest mit seinem phänomenalen, mehrfach Grammy- und Oscar-prämierten Soundtrack das Publikum und auch die Realverfilmung mit Emma Watson stürmte weltweit die Kinocharts. Als Musical eroberte das zauberhafte Märchen vom Broadway aus genauso erfolgreich die Herzen der Fans: Weltweit haben mehr als 25 Millionen Menschen mit Belle und dem Biest gelebt, gelitten und vor allem geliebt. Jetzt ist das Musical in der Originalfassung endlich wieder auf Tour! Freuen Sie sich auf das wunderbare Märchenerlebnis mit seinen fabelhaften Darstellern, ausgefeilten Tanzszenen, farbenprächtigen Bildern und seiner gefühlvollen Musik. Mit viel Liebe auf die Bühne gebracht Disney Die Schöne und das Biest begeistert mit seiner ebenso farbenfrohen wie prachtvollen Ausstattung und macht das romantische Märchen zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Das vielseitige Ensemble sprüht vor Energie und begeistert mit wirbelnden Tanzszenen und hinreißendem Gesang. An seiner Seite spielt das mit 21 Musikern besetzte Orchester und verzaubert mit wunderbaren Klassikern wie „Märchen schreibt die Zeit“. Liebevoll werden die Disney-Charaktere in der Inszenierung des Budapester Operettentheaters zum Leben erweckt, von der mutigen Belle über das verzauberte Biest bis hin zur charmanten Dienerschaft: Voller Eifer schmieden Madame Pottine, Herr von Unruh und der Kerzenständer Lumière Verkupplungspläne, um den bösen Zauber zu bannen. Doch so schnell ist aus einem Ungeheuer kein Gentleman gemacht… Sprechende Kerzenleuchter, verzauberte Stehuhren und singende Teekannen entführen in eine Welt, die unendlich viel Stoff zum Träumen und Lachen birgt. Weitere Informationen und Bilder zur Show finden Sie im Internet unter: www.die-schoene-und-das-biest-musical.de
Aufführungen | Ballett

Im Fluss

Opernhaus Graz

Eine Kooperation mit der Kunstuniversität Graz So wie sich die Mur durch Graz schlängelt, verbinden sich unsere Bewegungen mit der Musik zu ihrem ganz eigenen Fluss. Jede Bewegung, jede Musik hat ihren eigenen „Fluss“. Diese spezielle Dynamik steht bei dieser Produktion im Zentrum unseres Interesses und ist Inspirationsquelle, auch außerhalb der Oper Graz den Stadtraum mit Tanz zu erfüllen. So wie jedes Instrument der Alten Musik seinen eigenen Klang hat, entwickeln die Tänzerinnen und Tänzer in ihren Choreographien für sich und ihre Kolleginnen und Kollegen eine eigene Sprache, verbinden sich mit der Musik und dem ganz eigenen Tempo des Wassers. In Zusammenarbeit mit den Studierenden des Instituts für Alte Musik und Aufführungspraxis werden wir Tanz-Miniaturen in der Stadt zusammenfließen lassen. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung am Sonntag, 26. Juni um 12.00 statt. Wetterbedingte Absagen werden spätestens 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn bekanntgegeben.
Aufführungen | Ballett

Schwanengesang

Opernhaus Graz

In den letzten Monaten seines Lebens vertont Franz Schubert 1828 insgesamt 13 Gedichte von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine, welchen der Wiener Verleger Tobias Haslinger noch ein 14. Lied („Die Taubenpost“, auf ein Gedicht von Johann Gabriel Seidl) hintanstellt, um diese Zusammenstellung unter dem verkaufsträchtigen Titel „Schwanengesang“ noch im Todesjahr des Komponisten zu veröffentlichen. Gerade im Kontrast zwischen dem resümierend-retrospektiven Tonfall der Rellstab-Vertonungen und der neuen Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme auskostenden Innovation der Heine-Lieder liegt der besondere Reiz dieser Lieder, denen – auch wenn es bloß die Willkür eines Verlegers war – durch „Die Taubenpost“ ein versöhnliches Ende verliehen wird. Seit knapp zwei Jahrzehnten hat Wilfried Zelinka im Ensemble der Oper Graz die hiesige Opernlandschaft maßgeblich geprägt. Nun interpretiert er Franz Schuberts „Schwanengesang“ und löst sich, dank der von Andreas Heise eigens für das Ballett der Oper Graz choreographierten Umsetzung des Liederzyklus, von seiner starren Position nebst dem Flügel. Nach dem überwältigenden Erfolg mit „Sandmann“ arbeitet Andreas Heise erneut mit dem Ballett der Oper Graz, um sich hier choreographisch mit einem seiner bevorzugten Komponisten, dessen „Winterreise“ er bereits umgesetzt hat, zu beschäftigen. Choreographie: Andreas Heise Kostüme: Louise Flanagan Licht: Johannes Schadl Dramaturgie: Bernd Krispin Gesang: Wilfried Zelinka Klavier: Emiliano Greizerstein Empfohlen ab 8 Jahren.

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