Aufführungen / Oper
Opernhaus Graz
Graz, Kaiser-Josef-Platz 10
- Morgen: Die drei Musketiere (Premiere)
- Premiere: Der Rosenkavalier
- Premiere: Modern Times
- Castor et Pollux
- Arizona Lady

- »Tanzen für alle«
- Movies and Opera: Die drei Musketiere
- Spielplatz Musik
- Kostprobe
- Cinello
- Führung durch die Oper
- Theaternacht: Und wenn das Licht ausgeht ...
- Schneewittchen und die 77 Zwerge
- Nachklang XXL
- Ballett Inside
- Die Mediathek der Oper Graz
- Das Grazer Opernhaus wurde im neobarocken Stil erbaut und ist nach der Wiener Staatsoper das zweitgrößte Opernhaus in Österreich.
Aufführungen
| Operette
Aufführungen
| Tanz
Modern Times
Oper Graz
Premiere: 20.5.2026 Dreiteiliger Tanzabend Mit Musik von Benjamin Magnin, Davidson Jaconello und Hodei Iriarte Kaperotxipi »Tempo! Tempo!« – Drei sehr unterschiedliche Choreograph:innen beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der hektischen Schnelllebigkeit unserer Zeit, mit dem, was uns bisweilen atemlos antreibt, immer neue Herausforderungen zu bestehen. Sie setzen dem allerdings auch die Kraft der Ruhe und Entschleunigung entgegen. In einem seiner berühmtesten Filme – Modern Times (Moderne Zeiten) – kämpft Charlie Chaplin am Fließband einer Maschinenfabrik verzweifelt gegen die Monotonie seiner Arbeit. In einer Szene gerät er in ein überdimensional großes Räderwerk und dreht dabei immer noch brav die Schrauben fest – ein Sinnbild für die moderne Arbeitswelt und für die Macht ihrer Maschinen über den Menschen. Auch wir in unseren heutigen »modernen Zeiten« sind Getriebene. Ausruhen oder einmal die Seele baumeln zu lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, können viele gar nicht mehr. Jede freie Minute ist voll mit Aufgaben und Terminen: Verlangt wird immer mehr in immer kürzerer Zeit. Auch soziale Netzwerke tragen ihren Anteil dazu bei. Tanz lebt vom Tempo – aber auch von der Ruhe. Der Tanzabend Modern Times wirft einen bewegten Blick auf den Rhythmus des Lebens und seine Wechsel. Altersempfehlung: 12+
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Oper Graz
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| Operette
Arizona Lady
Oper Graz
Operette in zwei Akten (1954) Libretto von Alfred Grünwald und Gustav Beer Cowboys, Pferderennen und die ganz großen Gefühle! Das alles und mehr bringt die letzte, posthum uraufgeführte Operette Emmerich Kálmáns auf die Bühne der Oper Graz. In einer spannenden und gefühlvollen Inszenierung ist Kálmáns Westernoperette zum ersten Mal in Österreich zu erleben. Sunshine Ranch, Wilder Westen: Für Lona Farrell, Ranchbesitzerin und Pferdezüchterin mit ungarischen Wurzeln, steht die Arbeit an erster Stelle. Mögliche Liebesabenteuer sieht sie dagegen eher kritisch, obwohl die Männerwelt ihr gerne zu Füßen liegen würde. Als der geheimnisvolle Cowboy Roy Dexter die vakante Stelle des übergriffigen Vorarbeiters Jim Slaughter übernimmt und das Rennpferd Arizona Lady unter seiner Pflege neue Rekorde zu brechen scheint, können Lona und Roy nur mehr schwer ihre romantischen Gefühle zueinander verbergen. Ein Happy End liegt schon in greifbarer Nähe, wären da nicht Jim Slaughter und sein neuer dubioser Chef McDumb … Nach seinem Exil in Amerika kehrte Emmerich Kálmán 1949 nach Europa zurück. Mit im Gepäck die Erinnerungen an die USA. In Arizona Lady verarbeitete der eingefleischte Western-Fan alle Klänge, die ihn inspirierten: Walzer, Foxtrott, Csárdás und, einzigartig in dieser Operette, einen amerikanischen Square Dance. Es sollte Kálmáns letzte Operette werden, die nach seinem Tod auf Betreiben seines Sohnes Charles vollendet wurde. Für die Oper Graz setzen Regisseur Christian Thausing und Choreographin Evamaria Mayer, die hier 2020 mit großem Erfolg Anatevka auf die Bühne brachten, die singenden Cowboys und -girls in Szene. Am Pult steht Kai Tietje, der die Operette in konzertanter Form bereits 2014 als Wiederentdeckung an der Komischen Oper Berlin dirigierte und dem hiesigen Publikum von Tom Sawyer (2023/24) und Roxy und ihr Wunderteam (2024/25) bekannt ist. Inszenierung: Christian Thausing Bühne & Kostüme: Okarina Peter / Timo Dentler Choreographie: Evamaria Mayer Licht: Karl Wiedemann Video: Herwig Baumgartner Dramaturgie: Laura Bruckner Chor: Georgi Mladenov Altersempfehlung: +10 In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
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Der Rosenkavalier
Oper Graz
Premiere: 9.5.2026 Komödie für Musik in drei Aufzügen (1911) Text von Hugo von Hofmannsthal Philipp M. Krenn, Regisseur von Schlaflos in der Spielzeit 2023/24, inszeniert Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals melancholischen Welterfolg, in dem die schwebenden Walzermelodien genauso historische Fiktion sind wie das zeitlose Gesellschaftsbild voller Überheblichkeit, Standesdünkel, kalkulierter Ränke und komplexer Amouren. Als Marschallin kehrt die gefeierte ungarische Sopranistin Polina Pastirchak, als Sophie das ehemalige Ensemblemitglied Tetiana Miyus an die Oper Graz zurück. An ihrer Seite: Publikumsliebling Wilfried Zelinka als Ochs von Lerchenau. Als leichte Mozart’sche Spieloper, als heiteres Konversationsstuck geplant, steckt der Rosenkavalier voller Lebenseinsicht und Schabernack. Strauss’ beliebte Walzer sind eine musikalische Projektion auf ein 18. Jahrhundert, in dem dieser Tanz noch weitgehend unbekannt war. Auch die Rosenübergabe durch einen jungen Kavalier entstammt der Fantasie eines Autors, der nach der gemeinsamen erfolgreichen Elektra auf den Wunsch Richard Strauss’ einging, zusammen ein völlig neues Werk zu schaffen. Ihr Briefwechsel spiegelt das intensive Ringen des feinsinnigen, hypersensiblen Hofmannsthal mit dem bodenständig bajuwarischen Strauss wider, und ihre oft leidenschaftlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten, die zu einer der produktivsten Zusammenarbeiten im Bereich des Musiktheaters führten. Die blutjunge, neureiche Sophie soll den grobschlächtigen Baron Ochs auf Lerchenau heiraten, ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: junges Geld gegen alten Adel! Die Sache geht gründlich schief, denn der titelgebende Brautwerber – gleichzeitig jugendlicher Geliebter einer alternden Marschallin – verliebt sich in die umworbene Braut und umgekehrt. Ein Werk, dessen Aktualität in der charmant-liebevollen Darstellung der komplexen menschlichen Verbindungen besteht, und darin, die Wahrnehmung von Zeit in einer bisweilen als Endzeit empfundenen Epoche zum Thema zu machen. Musikalische Leitung: Vassilis Christopoulos / Marius Burkert Inszenierung: Philipp M. Krenn Bühne: Momme Hinrichs Kostüme: Eva Maria Dessecker Licht: Andreas Fuchs Video: Sarah Kreuz / Thomas Achitz Dramaturgie: Katharina John Chor: Johannes Köhler Singschul': Andrea Fournier Altersempfehlung: 13+ In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Vor der Premiere: Sonntag, 26. April, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Donnerstag, 30. April, 18.30 Uhr Nachklang: Mittwoch, 13. Mai, 22.15 Uhr, Café Stolz
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Mein Lieblingstier heißt Winter / Folge 5
Oper Graz
Fortsetzungs-Operette in fünf Folgen (2024-2026) Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts! In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht. Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz. In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte. Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt. Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder Inszenierung: Alexander Charim Bühne & Kostüme: Ivan Bazak Licht: Daniel Weiss Dramaturgie: Katharina John In deutscher Sprache
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Mein Lieblingstier heißt Winter / Folge 4
Oper Graz
Fortsetzungs-Operette in fünf Folgen (2024-2026) Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts! In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht. Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz. In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte. Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt. Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder Inszenierung: Alexander Charim Bühne & Kostüme: Ivan Bazak Licht: Daniel Weiss Dramaturgie: Katharina John In deutscher Sprache
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Der Liebestrank – L’elisir d’amore
Stadttheater Klagenfurt
Der junge Bauer Nemorino ist über beide Ohren verliebt in die schöne und zudem noch reiche Adina, doch er wagt es nicht, um sie zu werben. In der Geschichte von Tristan und Isolde erkennt er die Lösung für sein Problem: Ein Liebestrank muss her! Als dann auch noch eine Kompanie Soldaten mit dem machohaften Belcore an der Spitze ins Dorf kommt, drängt die Zeit, denn Adina scheint Gefallen an dem selbstbewussten Sergeanten zu finden. Just in diesem Moment hält der reisende Medicus Dulcamara Einzug im Dorf und preist seine Medizin an, die gegen alle Leiden helfen soll. Bei ihm erwirbt Nemorino eine Flasche des legendären Liebestranks der Isolde. Freilich hat Dulcamara ihm nichts anderes verkauft als eine Flasche Rotwein, doch zur Überraschung des Quacksalbers führt das Getränk nach einigen Verwicklungen zum gewünschten Ziel und vereint das junge Liebespaar. Nach verspäteter Abgabe des Librettos genügten Gaetano Donizetti weniger als drei Wochen, um eines der schillerndsten Juwelen der Opernliteratur zu schaffen. Schonungslos, aber voller Liebe und Zuneigung für die Charaktere, werden in L’elisir d’amore die Schwächen und Eitelkeiten des Menschlich-Allzumenschlichen offengelegt. Im Mikrokosmos eines »baskischen Dorfes« kondensieren sich die ganz großen Fragen des Lebens in mal süßen, mal schmelzenden, mal mitreißenden Melodien – und anders als in der großen Welt da draußen kommt zumindest in dieser musikalischen Komödie am Ende alles in Ordnung. MUSIKALISCHE LEITUNG: Chin-Chao Lin REGIE: Nilufar K. Münzing BÜHNE: Britta Lammers KOSTÜME: Dietlind Konold CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Premiere: Do, 19.03.2026 Dernière: Sa, 02.05.2026 Einführungs-Matinee: 08.03.2026 – 11.00 Uhr Schulvorstellung: Do, 30.04.2026
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| Oper
Orfeo ed Euridice
Stadttheater Klagenfurt
Der Mythos über den thrakischen Sänger Orpheus, der mit seinem Gesang nicht nur Menschen und Tiere anzurühren vermochte, sondern auch Felsen und die Götter des Todes zum Weinen brachte, erzählt von der unauflöslichen Verschränkung von Liebe und Musik. Nachdem seine Frau Eurydike durch den Biss einer Giftschlange ums Leben gekommen ist, steigt Orpheus in die Unterwelt hinab, um ein zweites Leben für Eurydike zu erflehen. Mit seiner Musik besänftigt er die Geister der Hölle, worauf diese Eurydike die Rückkehr in die Welt der Lebenden gewähren. Doch auf dem Weg nach oben muss das Paar noch eine Prüfung bestehen: Orpheus darf sich nicht nach Eurydike umsehen, bis die beiden wieder an der Oberfläche sind. Mit Orfeo ed Euridice schufen Ranieri de’ Calzabigi und Christoph Willibald Gluck 1762 einen neuartigen Operntypus. Das Libretto erzählt die Handlung geradlinig, ohne Intrigen, Nebenhandlungen und Umwege, und eröffnet so den Raum für die Darstellung der elementaren menschlichen Erfahrung von Liebe und Verlust. Glucks kongeniale Musik zeichnet sich durch schnörkellose, aber umso berührendere Klarheit aus, und entfaltet sich vor allem in der Gegensätzlichkeit von schauriger Unterwelt und lieblichem Glanz des Elysiums zu monumentalen Denkmälern der Liebe. Mit dieser Produktion feiern Carolin Pienkos und Cornelius Obonya, die sich seit ihrer Inszenierung der Fledermaus an der Mailänder Scala als erfolgreiches Regieduo etabliert haben, ihren Einstand in Klagenfurt. MUSIKALISCHE LEITUNG: Michael Hofstetter / Mitsugu Hoshino (13.02.2026 & 04.-28.03.2026) MUSIKAL. EINRICHTUNG DER FASSUNG: Attilio Cremonesi REGIE: Carolin Pienkos, Cornelius Obonya CHOREOGRAPHIE: Riccardo De Nigris BÜHNE: Devin McDonough KOSTÜME: Laura Madgé Hörmann CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel Dauer: ca. 1 h 30 min / keine Pause Premiere: Do, 05.02.2026 Dernière: Sa, 28.03.2026 In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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| Schauspiel
Wiedersehen. Ein Stück Hoffnung
Stadttheater Klagenfurt
Uraufführung / Koproduktion mit dem Landestheater Linz Krankenhaus, Intensivstation. Ein Paar, seit langem getrennt, bangt um das Leben des gemeinsamen Sohns Jonah. Der 9-Jährige hatte einen schweren Unfall und liegt im Tiefschlaf. Wird er sterben? Wie sprechen über Gefühle? Wie über die Situation? Kann man das überhaupt noch: Miteinander sprechen, ohne Vorwürfe, Verletzungen? Zwischen Abrechnung und Annäherung, Zärtlichkeit und Härte und zwischen Twix- und Bounty-Riegeln aus dem Automaten oszillieren die Szenen dieser Wiederbegegnung, die auch eine Begegnung mit dem Sterben ist, dem Tod. Indessen erlebt Jonah, weit über den Apparaturen, die ihn am Leben halten, phantastische Abenteuer. Seine Begleiterin in dieser Welt ist Hannah, die ebenfalls auf der Intensivstation liegt. So entfaltet sich behutsam ein Geflecht aus Werden und Vergehen, Festhalten und Loslassen, aus Trost und Trauer, ersten Küssen und alten Songs. Es sind die banalen, die wesentlichen, die schmerzenden, die fröhlichen – die wundersamen Konstanten des Lebens. David Bösch ist ein Regisseur der Emotionen. Wie nur wenige versteht er es, den Menschen und ihren Nöten auf den Grund zu gehen. Federleicht, wie hingetupft, scheinen seine Arbeiten, die stets den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ihn in all seiner Komplexität und Ambivalenz leuchten lassen. Wiedersehen. Ein Stück Hoffnung ist sein erstes Theaterstück. REGIE: David Bösch DRAMATURGIE: Hans Mrak Premiere: Do, 09.04.2026 Dernière: Fr, 22.05.2026 Einführungs-Matinee: 29.03.2026 – 11.00 Uhr
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| Schauspiel
Die Eingeborenen von Maria Blut
Stadttheater Klagenfurt
Das idyllische Dorf Maria Blut mit seiner Wallfahrtskapelle liegt ein paar Zugstunden vor Wien. Es sind die 1930er Jahre, Ständestaat und Bürgerkrieg, Dollfuß ist Bundeskanzler, und die Eingeborenen des »österreichischen Lourdes« sind in Unruhe. Die Konservenfabrik schließt, der Chef Schellbach versucht, die Bevölkerung dazu zu bewegen, in sein neues Produkt, die Raumkraft, zu investieren. Viele geben ihr letztes Erspartes dafür. Als sich Schellbach während eines Volksfestes erschießt, entwickelt sich eine ungeheure Dynamik: Die angeblich Schuldigen sind schnell gefunden – und für die wird es brandgefährlich. Die Wiener Schriftstellerin Maria Lazar gehört zu den hellsichtigsten literarischen Stimmen ihrer Zeit. In kurzen, packenden und sprachlich brillanten Szenen entwirft sie herrlich schräge Figuren, die am Vorabend des Nationalsozialismus zwischen Marienkult, Wunderglauben, Verschwörungstheorien und Nationalismus aufgerieben werden, und macht – wie ihr Zeitgenosse Ödön von Horváth – die Ursprünge des Faschismus im Milieu der Zukurzgekommenen aus. Für die Regisseurin Martina Gredler ist dies die dritte Arbeit am Stadttheater. Ihre Blicke auf die Flüchtenden in Horváths Figaro und die Ausgegrenzten in Sperrs Jagdszenen, erweitert sie nun um den Fokus auf die antisemitisch Attackierten in Maria Lazars fiktivem Provinzdorf. Unser Ensemble: die SchauspielerInnen Andrea Eckert, Katarina Hartmann, Julia Mikusch, Margot Mayrhofer, Thomas Frank, Johnny Mhanna und Felix Oitzinger geben Lazars Figuren eine starke Bühnenidentität, die Erzählung selbst ist gerahmt von einem Gedicht Lazars (Die schöne Stadt, 1945) und zwei jiddischen Liedern, die unmittelbar die Shoa reflektieren. Diese im 2. Teil der Aufführung von Andrea Eckert gesungenen Lieder »Vi ahin zol ikh geyn« (Korntayer/ Strock) und »Unter dayn vayse Shter’n« (Brudno/Sutskever) in Bearbeitungen von Vera Mohrs sind vor dem 2. Weltkrieg entstanden und wurden vor allem in den Ghettos (u.a. von Minsk, Warschau, Lublin, Wilna) gesungen. Sie sind deshalb heute mit der Shoah assoziiert. REGIE: Martina Gredler BÜHNENBILD: Anna-Luisa Vieregge KOSTÜME: Moana Stemberger BEWEGUNGSCHOREOGRAPHIE: Daniela Mühlbauer MUSIK: Vera Mohrs DRAMATURGIE: Hans Mrak Dauer: ca. 2 h 30 min / inkl. einer Pause Premiere: Do, 26.02.2026 Dernière: Do, 26.03.2026
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| Oper
Castor et Pollux
Oper Graz
Premiere: 11.4.2026 Tragédie mise en musique in fünf Akten (2. Fassung: 1754) Libretto von Pierre-Joseph Bernard (genannt Gentil-Bernard) Vier Menschen, die durch die Hölle ihrer eigenen Gefühle gehen, sind das Zentrum von Jean-Philippe Rameaus Meisterwerk Castor et Pollux. Choreographin und Regisseurin Nanine Linning, dem Grazer Publikum bereits als Regisseurin des Giulietta-Akts von Hoffmanns Erzählungen in der Spielzeit 2023/24 bekannt, lässt die der französischen Barockoper immanenten Elemente Tanz und Musiktheater erneut ineinanderfließen. Als künstlerischer Partner auf der Reise in die menschlichen Abgründe steht ihr mit Bernhard Forck ein Spezialist für Alte Musik zur Seite. Télaïre ist Pollux versprochen, liebt aber genau wie Phébé Pollux’ Bruder Castor. Pollux wiederum liebt Télaïre ... – Der Ausgangskonflikt von Rameaus dritter Oper ist schlicht unlösbar. Zwar gibt Pollux Télaïre für den geliebten Bruder frei, dieser fällt aber kurz darauf in einem Kampf, den die eifersüchtige Phébé provoziert hat. Damit Castor und Télaïre dennoch vereint sein können, fasst Pollux den Entschluss, seinen Bruder aus der Unterwelt zurückzuholen. Dafür aber muss er ein großes Opfer bringen und selbst in der Unterwelt verbleiben. Und Phébés Liebe zu Castor brennt nach wie vor … Der Gang in die Unterwelt, um einen geliebten Menschen wieder ins Diesseits zurückzuholen, ist ein berühmter Topos der Weltliteratur. Wie schon in einer der ersten Opern der Musikgeschichte, Monteverdis L’Orfeo, nutzt auch Rameau diesen Topos, um ein inneres Seelengemälde seiner vier Protagonist:innen zu zeichnen. Dabei setzt er auf eine ausgefeilte und unkonventionelle Harmonik und den Einsatz differenzierter Klangfarben, womit er die französische Oper nach Lully geradezu revolutionierte. Nach der Uraufführung 1737 unterzog der Komponist die Tragédie mise en musique einer tiefgreifenden, die Handlung straffenden Überarbeitung, die in ihrer 2. Fassung 1754 einen bahnbrechenden Erfolg feiern sollte – und sicherlich nicht zuletzt dazu beitrug, dass Camille Saint-Saëns über 100 Jahre später urteilte: »Der unsterbliche Rameau ist das größte musikalische Genie, das Frankreich je hervorgebracht hat.« Musikalische Leitung: Bernhard Forck Inszenierung: Nanine Linning Bühne: Van Veen & Mus Kostüme: Irina Shaposhnikova Licht: Sebastian Alphons Video: Van Veen & Mus / Jip Mus Video Spezialeffekte: Alfred Martinez Dramaturgie: Christin Hagemann Chor: Johannes Köhler In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: +14 Vor der Premiere: Sonntag, 22. März, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Donnerstag, 02. April, 18.30 Uhr Nachklang: Donnerstag, 16. April, 22.15 Uhr, Café Stolz Nachklang XXL: Freitag, 29. Mai, 22.15 Uhr, Café Stolz
Aufführungen
| Oper
Rigoletto
Oper Graz
Melodramma in drei Akten (1851) Libretto von Francesco Maria Piave Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen gespielter Heiterkeit, ehrlicher Vaterliebe und menschlichen Abgründen, auf die Giuseppe Verdi seinen Protagonisten Rigoletto schickt. Regisseurin Ute M. Engelhardt blickt hinter die Fassade des Spaßmachers und in den Rachen der verrohten Gesellschaft, in der sich der Titelheld bewegt. Am Pult: Chefdirigent Vassilis Christopoulos,der sich nach seiner packenden Interpretation des Macbeth erneut einer Verdi-Oper widmet. Zur Befriedigung seiner Lust lässt sich der Herzog von Mantua von seinen Bediensteten immer wieder neue Frauen zuführen. Teil dieses frauenverachtenden Systems ist auch Rigoletto, der Hofnarr, der nach dem Verlust seiner Frau nur mehr mit beißendem Spott auf die Welt reagiert. Er lebt allein für seine Tochter Gilda, die er vor der Gesellschaft verbirgt, um sie vor dem Zugriff des Herzogs zu schützen. Vergeblich! Gilda verliebt sich in den Herzog, und Rigoletto trägt zur Entführung Gildas bei, ohne zu merken, dass es sich um die eigene Tochter handelt. Als er versteht, was geschehen ist, hat der verletzte Vater nur noch eines im Sinn: Rache! Mit Rigoletto eröffnete Giuseppe Verdi seine Erfolgstrias, zu der auch Il trovatore und La traviata zählen, und die seinen bis heute andauernden Weltruhm auf den Opernbühnen der Welt begründete. Der politisch denkende Komponist wählte mit Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse (Der König amüsiert sich) ein Werk zur Vorlage seines Melodrammas, das sich ganz den Zusammenhängen von Hierarchie und Machtmissbrauch widmet. Auf der Suche nach emotionaler Wahrhaftigkeit in der Musik kontrastierte Verdi seelenkundig die zarte Liebe Gildas mit den Traumata und Abgründen Rigolettos – eines Menschen am Rande der Gesellschaft. Verdi und sein Textdichter Piave erzählen die Geschichte ihres Titelhelden vor der Folie der heiter-zynischen Welt des Herzogs, dem der Komponist eine seiner berühmtesten Melodien in den Mund legt, die in ihrer Beschwingtheit spöttischer Ausdruck eines rücksichtslosen Frauenhelden ist: »La donna è mobile.« Musikalische Leitung: Vassilis Christopoulos / Ulises Maino Inszenierung: Ute M. Engelhardt Bühne: Stephanie Rauch Kostüme: Katharina Tasch Licht: Stefan Schlagbauer Dramaturgie: Christin Hagemann Chor: Johannes Köhler In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: 14+
Aufführungen
| Oper
Wozzeck
Oper Graz
Oper in drei Akten (15 Szenen) (1925) Text nach dem Dramenfragment "Woyzeck" von Georg Büchner Mit einer packenden Story zwischen Drama, Mordfall und Sozialstudie revolutionierte Alban Berg 1925 die Operntradition. Die Volksopernstars Daniel Schmutzhard (Wozzeck) und Annette Dasch (Marie) durchleuchten gemeinsam mit Chefdirigent Vassilis Christopoulos am Pult der Grazer Philharmoniker die expressive Klangwelt von Bergs Meisterwerk. Nach seinem erfolgreichen Österreich-Debüt in Graz mit Richard Wagners Tannhäuser und Stationen in Wien und Salzburg kehrt Regisseur Evgeny Titov mit einer der wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts an die Oper Graz zurück. Alban Bergs vor dem Ersten Weltkrieg begonnene und 1922 vollendete erste Oper Wozzeck gilt als bahnbrechende Schöpfung der atonalen Musik und Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Basierend auf Georg Büchners Dramenfragment zeichnet Bergs Oper in einer »Versuchsanordnung Mensch« eine düstere Konstellation der Heil- und Ausweglosigkeit: Der einfache Soldat Franz Wozzeck wird von seinem Hauptmann und einem Doktor für medizinische Experimente missbraucht. Seine Frau Marie betrügt ihn mit einem Tambourmajor. Je mehr sich der Handlungsspielraum Wozzecks verengt, je mehr ihm Hauptmann und Doktor – gezeichnet als zwei menschliche Archetypen – zusetzen, desto größer wird die Not Wozzecks. Er verliert den Verstand. Seine Bedrängnis findet im Femizid an seiner Frau Marie ein Ventil. Der Mord an ihr erscheint als vergeblicher Versuch, die eigene Handlungssouveränität zurückzugewinnen. Die dissonante Klangwelt Bergs schafft eine beklemmende Atmosphäre und spiegelt nicht nur die innere Zerrissenheit des Titelhelden wider, sondern macht sowohl den Abgrund Mensch als auch die Zerbrechlichkeit des Menschen auf berührende Weise erlebbar. Musikalische Leitung: Vassilis Christopoulos Inszenierung: Evgeny Titov Bühne: Gideon Davey Kostüme: Klaus Bruns Licht: Sebastian Alphons Dramaturgie: Katharina John Chor: Johannes Köhler Singschul': Andrea Fournier In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: 14+
Aufführungen
| Komödie
Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde
Südkärntner Sommerspiele
Gelegenheit macht Diebe. Dieses Sprichwort nimmt der jüdische Taxifahrer Samuel Leibowitz ernst und "klaut" den New York besuchenden Papst, um ihn zu Hause in seiner Speisekammer einzusperren. Damit fordert er nicht nur die Mächtigen der Welt heraus, sondern auch seine eigene Familie. Und das Ziel ist klar: Der Hass und die Kriege auf der Welt müssen zum Schweigen gebracht werden. Eine außergewöhnliche, turbulente Komödie mit einer zu Herzen gehenden und nachdenklich machenden Botschaft. Kritiker loben an dem ungarisch-brasilianischen Autor und Regisseur João Bethencourt (1924-2006) vor allem "seine Fähigkeit einer skeptischen Annäherung an menschliche Verhaltensweisen, durch die er der Gesellschaft und ihren Spielen einen Spiegel vorhält." empfohlen ab 12 Jahren Uraufführung: 15. März 1972, Theater Copacabana in Rio de Janeiro Deutschsprachige Erstaufführung: 3. November 1973, Schauspielhaus Zürich Deutsche Übersetzung von Reiner Walch (Bearbeitung: Wolfgang Spier) Bühnenaufführungsrechte vertreten durch die Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH, 22844 Norderstedt
Aufführungen
| Film
Movies and Opera: Die drei Musketiere
Oper Graz
Oper und Kino – zwei Kunstformen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide erzählen Geschichten durch eine Kombination von Bild und Ton und beide zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Umgekehrt inspirieren Filmmusik und Kinoästhetik zunehmend moderne Opernproduktionen. Regisseur:innen experimentieren mit Videoprojektionen und cineastischen Elementen auf der Opernbühne. Viele Bühnenwerke wurden verfilmt oder Werke des Musiktheaters haben ihre Stoffvorlage in Kinofilmen. Gemeinsam möchten die Oper Graz und das Filmzentrum im Rechbauerkino dieser wechselseitigen Inspiration mit einer maßgeschneiderten Filmreihe – entlang des Spielplans der Oper Graz – nachgehen. Alex Desmond, Cineast und Filmconnaisseur, nimmt sein Publikum dabei mit auf spannende, unterhaltsame und informative Reisen in die weite Welt der Filmgeschichte(n). Die drei Musketiere Regie: Richard Lester Sprachfassung: engl. OmU Produktionsland: Großbritannien / Panama / Spanien / USA Erscheinungsjahr: 1973 Filmlänge: 103 Minuten Darsteller: Michael York, Charlton Heston, Oliver Reed Vor der Filmvorführung spricht Alex Desmond im Interview mit Dramaturgin Laura Bruckner und gewährt Einblicke in die aktuelle Operette Die drei Musketiere von Ralph Benatzky an der Oper Graz.
Aufführungen
| Film
Movies and Opera: Woyzeck
Oper Graz
Oper und Kino – zwei Kunstformen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide erzählen Geschichten durch eine Kombination von Bild und Ton und beide zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Umgekehrt inspirieren Filmmusik und Kinoästhetik zunehmend moderne Opernproduktionen. Regisseur:innen experimentieren mit Videoprojektionen und cineastischen Elementen auf der Opernbühne. Viele Bühnenwerke wurden verfilmt oder Werke des Musiktheaters haben ihre Stoffvorlage in Kinofilmen. Gemeinsam möchten die Oper Graz und das Filmzentrum im Rechbauerkino dieser wechselseitigen Inspiration mit einer maßgeschneiderten Filmreihe – entlang des Spielplans der Oper Graz – nachgehen. Alex Desmond, Cineast und Filmconnaisseur, nimmt sein Publikum dabei mit auf spannende, unterhaltsame und informative Reisen in die weite Welt der Filmgeschichte(n). Woyzeck Regie: Werner Herzog Sprachfassung: deutsche Fassung Produktionsland: DE Erscheinungsjahr: 1979 Filmlänge: 77 Minuten Darsteller: Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann, Willy Semmelrogge Vor der Filmvorführung spricht Alex Desmond im Interview mit Dramaturgin Katharina John und gewährt Einblicke in die aktuelle Opernproduktion Wozzeck von Alban Berg an der Oper Graz.
Aufführungen
| Ballett
La Divina Comedia
Oper Graz
Tanzabend mit Musik von Arvo Pärt & Philip Glass Das Grazer Opernhaus wird zum riesigen menschlichen Körper, dessen »Eingeweide«, geleitet von Dante und der Musik von Philip Glass und Arvo Pärt, die Tänzer:innen von Ballett Graz erkunden. Auf ihrer Reise durch Hölle und Fegefeuer bis ins Paradies bespielt die aus Chile stammende Choreographin Estefania Miranda nicht nur den Bühnenraum, sondern sämtliche Foyers des Opernhauses. Die Göttliche Komödie, Divina Commedia, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265–1321) und gilt als die bedeutendste Dichtung der italienischen Literatur und Grundlage für die moderne italienische Sprache. Darin beschreibt Dante Stationen einer Wanderung durch eine jenseitige Welt. Durch Hölle und Fegefeuer führt den Autor, der zugleich seine eigene Hauptfigur ist, der römische Dichter Vergil. Auf ihrem Weg begegnen Dante und Vergil den zahllosen Seelen der Verstorbenen, die von ihrem jeweiligen Schicksal berichten. Im Paradies trifft Dante schließlich auf seine Jugendliebe Beatrice. In der Wiederbegegnung mit ihr entdeckt der Dichter die Kraft der Liebe und findet innere Ruhe und Frieden. Die Choreographin Estefania Miranda nutzt die literarische Vorlage für eine »raumgreifende« Choreographie. Sie fragt dabei nach den größten Ängsten und Sehnsüchten der Menschen und danach, was unsere Seelen nach dem Tod erwarten könnte. Die biblischen Todsünden überträgt sie in einen heutigen Kontext. Im ersten Teil des Abends erleben wir auf einer Entdeckungsreise durch das Opernhaus verschiedene choreographische Installationen, die Qualen und Sünden in eine zeitgenössische Tanzsprache übersetzen. Im zweiten Teil dieses sinnlichen Gesamtkunstwerks verfolgt das Publikum Dantes Weg ins Paradies wie gewohnt vom Zuschauerraum aus. Musikalische Leitung: Johannes Braun Choreographie: Estefania Miranda Bühne: Till Kuhnert Kostüme: Estefania Miranda Video: Kristian Breitenbach Chor: Johannes Köhler Dramaturgie: Mattia Scassellati / Isabelle Bischof
Aufführungen
| Operette
Orpheus in der Unterwelt
Stadttheater Klagenfurt
Opéra-bouffon in drei Akten und vier Bildern von Jacques Offenbach / Libretto von Hector Jonathan Crémieux, Gesangstexte von Ludovic Halévy / Deutsche Fassung von Peter Lund / In deutscher Sprache mit Übertiteln Die Ehe von Orpheus und Eurydike ist am Ende: Eurydike langweilt sich daheim zu Tode, während der eher unbegabte Geiger Orpheus seine Schülerinnen betatscht. Eurydike findet Interesse an dem virilen Aristeus, der sich jedoch als Pluto entpuppt, seines Zeichens Herrscher der Unterwelt. Er nimmt sie mit in sein finsteres Reich. Orpheus bleibt frohlockend über den Fortgang seiner Frau zurück. Doch er hat die Rechnung ohne die Öffentliche Meinung gemacht, die auf den Plan tritt und im Sinne des bürgerlichen Anstandes Orpheus auffordert, auf den Olymp zu gehen und vor den Göttern den Anspruch auf Rückgabe seiner Ehefrau durchzusetzen. Als dann auch noch die Neue Öffentliche Meinung erscheint und die Frage stellt, was eigentlich Eurydike zu all dem sagt, ist es um die Ordnung im Götterhimmel wie in der Unterwelt geschehen. Alte Besitzansprüche geraten in einen Konkurrenzkampf mit den neuen Verhältnissen – ein Konflikt, der schließlich in einem turbulenten Fest in Plutos Reich eskaliert, das seinen Höhepunkt im berühmten Höllen-Cancan findet. Ob Anstand und Ehrgefühl, ob Leidenschaft und Erotik – nichts ist vor Offenbachs Spott sicher, den er mit französischer élégance in spritzige und mitreißende Musik kleidet. Inszenieren wird dieses furiose Spektakel eine Koryphäe des Operettentheaters: Peter Lund feiert mit dieser Produktion sein längst überfälliges Debüt in Klagenfurt. MUSIKALISCHE LEITUNG: Chin-Chao Lin REGIE: Peter Lund BÜHNE: Jürgen Kirner KOSTÜME: Daria Kornysheva CHOREOGRAPHIE: Anastasia Troska CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel
Aufführungen
| Tanz