Aufführungen / Oper
Opernhaus Graz
Graz, Kaiser-Josef-Platz 10
- Heute: Arizona Lady

- Morgen: Der Rosenkavalier
- Führung durch die Oper
- Castor et Pollux
- Formen in Bewegung
- Hoffmanns Erzählungen

- Schneewittchen und die 77 Zwerge
- Modern Times
- Movers - die junge Tanzcompany
- Spielplatz Musik
- Erwin Steinhauer Ihnen zuliebe ...
- Ballett Inside
- Pretty Woman - Das Musical
- Die Mediathek der Oper Graz
- Das Grazer Opernhaus wurde im neobarocken Stil erbaut und ist nach der Wiener Staatsoper das zweitgrößte Opernhaus in Österreich.
Aufführungen
| Operette
Aufführungen
| Musical
Pretty Woman - Das Musical
Oper Graz
Die romantischste Liebeskomödie der 90er Jahre erstmals in Österreich! Mit über elf Millionen Kinozuschauer*innen im deutschsprachigen Raum erlangte Pretty Woman Kult-Status und machte Julia Roberts und Richard Gere zu Weltstars. Auch der gleichnamige Titel-Song von Roy Orbison wurde zu einem Grammyprämierten Nr. 1-Hit mit Ohrwurm-Garantie. Nun gastiert die turbulente Liebesgeschichte um das ungleiche Paar Vivian und Edward erstmals in Österreich! Erleben Sie Pretty Woman – Das Musical als romantisches, humorvolles und mitreißendes Bühnenereignis mit der Musik von Weltstar Bryan Adams. Eine unerwartete Liebesgeschichte und ein ikonischer Moment der Filmgeschichte Edward und Vivian – zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Er, ein wohlhabender und erfolgreicher Geschäftsmann. Sie, eine junge Frau, die sich als Prostituierte durch das Leben schlägt. Dieser Gegensatz verleiht der unerwarteten Liebesgeschichte seine zeitlose Magie, welche bis heute Generationen von Zuschauer*innen verzaubert. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Glanz, Glamour und Romantik und verlieben Sie sich in einen ikonischen Moment der Filmgeschichte neu: wenn Vivian ihre schwarzen Lackstiefel gegen das legendäre rote Kleid tauscht… Erleben Sie Pretty Woman – Das Musical mit einem Soundtrack, der garantiert Ohrwürmer hinterlässt und emotionalen Höhepunkten, die Sie noch lange berühren werden. Weitere Informationen unter www.limelight-live.de. in deutscher Sprache
Aufführungen
| Tanz
Movers - die junge Tanzcompany
Oper Graz
Unter dem Titel Electric Touch ist die junge Tanzcompany der Oper Graz auch in diesem Jahr wieder an drei Terminen auf der Studiobühne zu erleben. Samstag, 20. Juni, 19 Uhr und Sonntag, 21. Juni, 15 & 17 Uhr, Studiobühne Tickets sind erhältlich im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz sowie online! Electric Touch ist die dritte zeitgenössische Choreographie der Movers, der jungen Tanzcompany der Oper Graz. Kommunikation im digitalen Zeitalter findet rasant neue Wege des Austausches. Smartphones, Emojis, Social Media und künstliche Intelligenzen verändern oder ersetzen zunehmend zwischenmenschliche Begegnungen und körperliche Nähe. Die Tänzerinnen des Movers Ensemble erforschen die Auswirkungen technologischer Vernetzung auf Beziehungen, Identität und Kontrolle. Hat die Entwicklung des Affen zum Homo sapiens es Millionen von Jahren gebraucht, scheint es im Vergleich nur ein schnelles Augenzwinkern zu sein, dass Roboter und virtuelle Avatare mitten im 21. Jahrhundert präsent sind. Es wird der Blick in eine Zukunft gewagt, in der künstliche Intelligenzen beginnen, die Menschheit zu dominieren. Wer behält die Oberhand? Choreographie: Arthur Haas & Movers Ensemble Musik: Peter Zotter Video: Christian Weißenberger Licht: Johannes Schadl Tänzerinnen: Yelyzaveta Chernova / Florentina Gross / Antonia Hauboldt / Sylena Herbst / Elsa Kurz / Heidi Kurz / Sarah Schörkmayer
Aufführungen
| Oper
Hoffmanns Erzählungen
Oper Graz
Opéra-fantastique in fünf Akten (1881) Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Theaterstück von Jules Barbier und Michel Carré Mit dem wohl berühmtesten Fragment der Opernliteratur stellen sich gleich vier Regieteams erstmals an der Oper Graz vor und tauchen mit ganz verschiedenen künstlerischen Ansätzen – Filmanimation, Puppenspiel und choreographisch bewegte Körper – in ästhetisch völlig unterschiedliche Universen ein. In drei Episoden entspinnen sich schillernde Welten voller fantastischer Figuren und Begebenheiten. Immer im Zentrum des Geschehens als Protagonist und gleichzeitig Schöpfer der Szenerien: der Dichter selbst. Mit Hoffmanns Erzählungen, basierend auf Erzählungen E. T. A. Hoffmanns, eines der prägendsten Schriftsteller der Schwarzen Romantik, entwarf Jacques Offenbach eine Parabel des künstlerischen Schaffens und Scheiterns – und ein Werk, das er unvollendet hinterlassen musste, weil er vor dessen Fertigstellung verstarb. Der Vorhang öffnet sich, eine Kerze wird entzündet, und der Dichter Hoffmann beginnt zu erzählen. Gemeinsam mit ihm und der Muse, die seine Inspiration immer wieder vor dem Versiegen bewahrt, taucht das Publikum ein in die skurril-phantastischen Erzählungen des Dichters – und ihre Umsetzung durch vier ganz unterschiedliche Künstler:innen: Das Universum der mechanischen Puppe Olympia entfesselt die britische Theatergruppe „1927“, deren Arbeiten (u. a. für die Komische Oper Berlin, die Salzburger Festspiele oder das Burgtheater Wien) durch die Kombination von Filmanimation und live acting staunen machen. Der aus Australien stammende Puppenspieler Neville Tranter haucht mit lebensgroßen bizarren Klappmaulpuppen, von Sänger:innen und Puppenspieler: innen gemeinsam geführt, der Welt der Sängerin Antonia Leben ein. Und die niederländische Choreographin Nanine Linning, in deren Arbeiten Tanz und Design, Video und Bildende Kunst im Sinne eines Gesamtkunstwerkes nahtlos ineinander übergehen, widmet sich der Erzählung rund um die verführerische Kurtisane Giulietta in einem vor Sinnlichkeit vibrierenden Venedig. Regisseur Tobias Ribitzki und Bühnenbildner Stefan Rieckhoff sorgen für den äußeren und inneren Rahmen einer phantastischen Reise, die das Publikum durch immer neue Bildwelten trägt. Musikalische Leitung: Johannes Braun Inszenierung: 1927 / Nanine Linning / Neville John Tranter / Tobias Ribitzki Bühne: Stefan Rieckhoff Kostüme: Irina Shaposhnikova / Silke Fischer Licht: Sebastian Alphons Dramaturgie: Christin Hagemann Chor & Extrachor: Johannes Köhler Altersempfehlung: 13+ In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf
Aufführungen
| Ballett
Formen in Bewegung
Oper Graz
für alle ab 15 Jahren Wassily Kandinsky glaubte, dass Farben klingen und Formen sich bewegen – dass das Abstrakte eine eigene innere Kraft besitzt, die unmittelbar spürbar ist. Was geschieht, wenn diese Idee den Körper erreicht? Wenn ein Kreis nicht gezeichnet, sondern gegangen wird, eine Diagonale nicht gemalt, sondern gespannt? In Formen in Bewegung übersetzen die Tänzer:innen des Community Dance der Oper Graz genau diese Frage in Tanz. Dabei treten nicht nur Formen in Beziehung zueinander, sondern Menschen: Manche suchen Nähe und finden sie nicht, manche weichen aus, manche drängen sich auf, manche verfehlen sich – und manche finden, ganz langsam, eine Verbindung, die zu ihnen passt. Die Bewegung macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. Wie Kandinsky, der von unverbundenen, unruhigen Elementen zu einer Harmonie aus Formen, Linien und Energien gelangt, unternimmt auch dieses Stück eine Reise: vom Chaos zur Komposition. Jede Spielzeit bietet die Oper Graz allen Menschen ab 15 Jahren, die Freude an Tanz und Bewegung haben, die Möglichkeit, am Tanzvermittlungsformat Community Dance teilzunehmen. In wöchentlichen Proben wird gemeinsam getanzt, improvisiert und eine eigene Bewegungssprache entwickelt, aus der ein Tanzstück entsteht, das abschließend auf die Bühne gebracht wird. Der generationsübergreifende und barrierefreie Zugang erlaubt es Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und körperlichen Fähigkeiten, miteinander in Kontakt zu treten und Tanz als Sprache zu nutzen, die Barrieren überwindet und Gemeinschaft stiftet. Mit der Absicht, Tanz so zugänglich wie möglich zu gestalten, ist es für die gemeinsamen Leiter des Formats, Tanzvermittler Mattia Scassellati und Tänzer des Ballett Graz Giulio Panzi eine Grundprämisse, dass keine Tanzvorkenntnisse erforderlich sein sollten. Konzept + Choreographie: Mattia Scassellati / Giulio Panzi Dramaturgie: Mattia Scassellati Licht: Johannes Schadl Sound-und Tondesign: Polystructure
Aufführungen
| Oper
Castor et Pollux
Oper Graz
Tragédie mise en musique in fünf Akten (2. Fassung: 1754) Libretto von Pierre-Joseph Bernard (genannt Gentil-Bernard) Vier Menschen, die durch die Hölle ihrer eigenen Gefühle gehen, sind das Zentrum von Jean-Philippe Rameaus Meisterwerk Castor et Pollux. Choreographin und Regisseurin Nanine Linning, dem Grazer Publikum bereits als Regisseurin des Giulietta-Akts von Hoffmanns Erzählungen in der Spielzeit 2023/24 bekannt, lässt die der französischen Barockoper immanenten Elemente Tanz und Musiktheater erneut ineinanderfließen. Als künstlerischer Partner auf der Reise in die menschlichen Abgründe steht ihr mit Bernhard Forck ein Spezialist für Alte Musik zur Seite. Télaïre ist Pollux versprochen, liebt aber genau wie Phébé Pollux’ Bruder Castor. Pollux wiederum liebt Télaïre ... – Der Ausgangskonflikt von Rameaus dritter Oper ist schlicht unlösbar. Zwar gibt Pollux Télaïre für den geliebten Bruder frei, dieser fällt aber kurz darauf in einem Kampf, den die eifersüchtige Phébé provoziert hat. Damit Castor und Télaïre dennoch vereint sein können, fasst Pollux den Entschluss, seinen Bruder aus der Unterwelt zurückzuholen. Dafür aber muss er ein großes Opfer bringen und selbst in der Unterwelt verbleiben. Und Phébés Liebe zu Castor brennt nach wie vor … Der Gang in die Unterwelt, um einen geliebten Menschen wieder ins Diesseits zurückzuholen, ist ein berühmter Topos der Weltliteratur. Wie schon in einer der ersten Opern der Musikgeschichte, Monteverdis L’Orfeo, nutzt auch Rameau diesen Topos, um ein inneres Seelengemälde seiner vier Protagonist:innen zu zeichnen. Dabei setzt er auf eine ausgefeilte und unkonventionelle Harmonik und den Einsatz differenzierter Klangfarben, womit er die französische Oper nach Lully geradezu revolutionierte. Nach der Uraufführung 1737 unterzog der Komponist die Tragédie mise en musique einer tiefgreifenden, die Handlung straffenden Überarbeitung, die in ihrer 2. Fassung 1754 einen bahnbrechenden Erfolg feiern sollte – und sicherlich nicht zuletzt dazu beitrug, dass Camille Saint-Saëns über 100 Jahre später urteilte: »Der unsterbliche Rameau ist das größte musikalische Genie, das Frankreich je hervorgebracht hat.« Musikalische Leitung: Bernhard Forck Inszenierung: Nanine Linning Bühne: Van Veen & Mus Kostüme: Irina Shaposhnikova Licht: Sebastian Alphons Video: Van Veen & Mus / Jip Mus Video Spezialeffekte: Alfred Martinez Dramaturgie: Christin Hagemann Chor: Johannes Köhler In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: +14 Vor der Premiere: Sonntag, 22. März, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Donnerstag, 02. April, 18.30 Uhr Nachklang: Donnerstag, 16. April, 22.15 Uhr, Café Stolz Nachklang XXL: Freitag, 29. Mai, 22.15 Uhr, Café Stolz
Aufführungen
| Musiktheater
Xochiyaoyotl
Styriarte
Körper und Klang bewegen uns in der neuen Musiktheater-Produktion der Styriarte in Kooperation mit der Münchener Biennale. Im versunkenen Reich der Azteken spüren wir gemeinsam der Mystik ritueller Kampfkunst nach. Musiktheater zwischen Mythos und Erinnerung In der Welt der Azteken, in der die Götter von den Menschen ernährt wurden, wird ein Kind darauf trainiert, im Krieg zu kämpfen und mit seinem Leben den Sonnengott Huitzilopochtli zu erhalten. „Xochiyaoyotl“ – übersetzt „Blumenkriege“ – erinnert an die Rituale aztekischer Kampfkunstpraktiken, die durch die spanische Eroberung ausgelöscht wurden. Wir können uns nur noch vorstellen, wie diese Kampftechnik aussah, mit der jede Nacht aufs Neue der Glauben an einen Morgen herausgefordert wurde. David Camargo, Amauta García und Maximiliano Soto Mayorga entwickeln ein Musiktheater zwischen Mythos und Erinnerung, in dem Musik, Raum und Performance aus der Präsenz musikalischer Körper in kämpfenden Posen hervorgehen. Laure-Catherine Beyers, Sopran Johannes Wieners, Countertenor Mathias Lachenmayr & Daan Wilms, Percussion Paula La Loggia Haeni, Kontrabass-Klarinette Johannes Öllinger, E-Gitarre Myriam García Fidalgo, Cello Komposition: Maximiliano A. Soto Mayorga Bühnen-, Kostüm- und Instrumentendesign: David Camargo Libretto, Video, Dramaturgie: Amauta García Dramaturg: Julian Kämper Dauer: Rund 55 Minuten ohne Pause Intro: 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn erzählen wir Ihnen im Foyer etwas zur Geschichte des Abends. Tickets: Preis: EUR 39 (Freie Platzwahl) Ermäßigungen: U27 (für alle unter 27) & Ö1 Intro: 50 % Ermäßigung Ö1 Club & Standard Abo: 10 % Ermäßigung Speziell für Schulen Vorstellung am Vormittag: FR, 3. Juli, 11 Uhr Preis: EUR 6 Buchung und Info direkt im Styriarte-Kartenbüro T +43 316 825 000 | E tickets@styriarte.com Eine Koproduktion der Styriarte mit der Münchener Biennale, in Kooperation mit schwere reiter/scope München. „Xochiyaoyotl“ ist das Gewinnerprojekt des OPEN CALLS der Münchener Biennale und der Styriarte zum Thema „Martial Arts“. Die Produktion wurde aus 85 Einreichungen von einer internationalen Jury, bestehend aus Carola Bauckholt, Kenny Savelson, Vigdís Jakobsdóttir, Martin Minarik, Sarah Maria Sun, Óscar Escudero und Toshiki Okada, ausgewählt.
Aufführungen
| Schauspiel
Rose
Stadttheater Klagenfurt
Rose ist die Lebensgeschichte einer Jüdin im ausgehenden 20. Jahrhundert, die Geschichte einer Frau voll Weisheit, Lebenskraft und Humor. Das Stück erzählt vom Untergang der jiddischen Kultur, von der Kluft zwischen liberalen und orthodoxen Israelis und der Entfremdung zwischen Israelis und Juden aus der Diaspora. Ein spannender, berührender und doch humorvoller Monologabend über das 20. Jahrhundert und seine Auswirkungen auf unsere Zeit – von und mit Andrea Eckert in der Regie von Ruth Brauer-Kvam. Rose überlebt als einzige ihrer Familie den Holocaust und findet in Amerika ein neues Zuhause. Ihr Sohn wandert nach Israel aus, ihr Enkel wird eines Tages unter dem Einfluss ultraorthodoxer Siedler ein palästinensisches Mädchen erschießen. Rose ist ein zutiefst menschliches Stück über Trauer, Erinnerung und Traumata, die von einer Generation zur anderen weitergereicht werden. Regie: Ruth Brauer-Kvam Video: Lukas Wögerer Bühne: Alina Helal Assistenz: Nina Dafert mit: Andrea Eckert Premiere: Di, 19.05.2026 Dernière: Do, 21.05.2026 Karten: Euro 35,– / Euro 17,50 erm.
Aufführungen
| Komödie
Hello, Dolly!
Stadttheater Klagenfurt
Eine musikalische Komödie / Musik und Gesangstexte von Jerry Herman / Buch von Michael Stewart nach »The Matchmaker« von Thornton Wilder / Deutsch von Robert Gilbert Heiratsvermittlerin vermittelt sich selbst – so könnte man die Geschichte von Jerry Hermans Erfolgsmusical in aller Knappheit zusammenfassen. Die lebenslustige Witwe Dolly Meyer verdingt sich darin als Eheanbahnerin mit sensationeller Erfolgsquote. Kein Wunder, dass der äußerst schwer vermittelbare Horace Vandergelder aus dem New Yorker Vorort Yonkers sich an sie wendet, nachdem er beschlossen hat, zu heiraten. Vandergelder ist zwar reich, doch ausgesprochen kauzig und hält alle Menschen für Idiot*innen – sich selbst natürlich ausgenommen. Dolly fasst schnell den Plan, den Unternehmer selbst zu heiraten, verschafft ihm jedoch zunächst ein Date mit der Hutmacherin Irene Molloy in New York. Während Vandergelder »geschäftlich« verreist, beschließen seine Angestellten Cornelius und Barnaby, die sturmfreie Zeit für einen Ausflug in die Großstadt zu nutzen – wo es sie als Erstes in Mrs. Molloys Hutladen verschlägt, in dem ihr Chef gerade auf Frauenschau geht. So hat Dolly alle Hände voll zu tun, um die Situation zu moderieren … Nach La cage aux folles präsentiert das Stadttheater Klagenfurt einen weiteren Musical-Hit aus der Feder von Jerry Herman, der über eine Bearbeitung von Thornton Wilder auf die Posse Einen Jux will er sich machen von Johann Nestroy zurückgeht. Neben überragenden Shownummern wie Put On Your Sunday Clothes und dem Titelsong Hello, Dolly! lebt dieses Musical von der Ausdruckskraft der beiden Hauptcharaktere, die in dieser Produktion von Tim Grobe und Carin Filipčić verkörpert werden. MUSIKALISCHE LEITUNG: Günter Wallner REGIE: Igor Pison CHOREOGRAPHIE: Andrea Danae Kingston BÜHNE: Anneliese Neudecker KOSTÜME: Nicola Reichert, Bettina Breitenecker CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel Einführungs-Matinee: 26.04.2026 – 11.00 Uhr Premiere: Do, 07.05.2026 Dernière: Fr, 12.06.2026
Aufführungen
| Oper
Der Liebestrank – L’elisir d’amore
Stadttheater Klagenfurt
Der junge Bauer Nemorino ist über beide Ohren verliebt in die schöne und zudem noch reiche Adina, doch er wagt es nicht, um sie zu werben. In der Geschichte von Tristan und Isolde erkennt er die Lösung für sein Problem: Ein Liebestrank muss her! Als dann auch noch eine Kompanie Soldaten mit dem machohaften Belcore an der Spitze ins Dorf kommt, drängt die Zeit, denn Adina scheint Gefallen an dem selbstbewussten Sergeanten zu finden. Just in diesem Moment hält der reisende Medicus Dulcamara Einzug im Dorf und preist seine Medizin an, die gegen alle Leiden helfen soll. Bei ihm erwirbt Nemorino eine Flasche des legendären Liebestranks der Isolde. Freilich hat Dulcamara ihm nichts anderes verkauft als eine Flasche Rotwein, doch zur Überraschung des Quacksalbers führt das Getränk nach einigen Verwicklungen zum gewünschten Ziel und vereint das junge Liebespaar. Nach verspäteter Abgabe des Librettos genügten Gaetano Donizetti weniger als drei Wochen, um eines der schillerndsten Juwelen der Opernliteratur zu schaffen. Schonungslos, aber voller Liebe und Zuneigung für die Charaktere, werden in L’elisir d’amore die Schwächen und Eitelkeiten des Menschlich-Allzumenschlichen offengelegt. Im Mikrokosmos eines »baskischen Dorfes« kondensieren sich die ganz großen Fragen des Lebens in mal süßen, mal schmelzenden, mal mitreißenden Melodien – und anders als in der großen Welt da draußen kommt zumindest in dieser musikalischen Komödie am Ende alles in Ordnung. MUSIKALISCHE LEITUNG: Chin-Chao Lin REGIE: Nilufar K. Münzing BÜHNE: Britta Lammers KOSTÜME: Dietlind Konold CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Premiere: Do, 19.03.2026 Dernière: Sa, 02.05.2026 Einführungs-Matinee: 08.03.2026 – 11.00 Uhr Schulvorstellung: Do, 30.04.2026
Aufführungen
| Schauspiel
Die Wolscharträuber
Südkärntner Sommerspiele
Seit einiger Zeit halten der geheimnisvolle "Krapfenbäck Simale" und seine "Wolscharträuber" Kärnten in Atem. Aber erkennt man eigentlich einen Räuber, wenn er plötzlich vor einem steht? Als es dem Bauernsohn Christof gelingt, aus französischer Gefangenschaft auszubrechen und an den Hof seiner Verlobten Regina zurückkehrt, passiert eine folgenschwere Verwechslung. Denn niemand ahnt, dass gleichzeitig auch Simale vor Ort ist und nicht nur ein Auge auf die leichte Beute, die er hier machen kann, geworfen hat, sondern auf auf Agathle. Kann er dafür sorgen, dass sie zu ihrem rechtmäßigen Erbe kommt und so ganz nebenbei auch das wahre Glück findet? Aber da war ja auch noch die Sache mit dem Messer von Simale: Zeigt die Spitze auf ihn, droht Gefahr. Wird er die drohenden Zeichen noch rechtzeitig erkennen? Die Sommerspiele Eberndorf zeigen exakt 50 Jahre nach der ersten Theatervorstellung im Stiftshof das legendäre Volksstück über den sagenumwobenen "Kärntner Robin Hood" Simon Kramer (1785-1809) als szenische Lesung. Dauer: ca. 2 Stunden (inklusive 20 Minuten Pause) empfohlen ab 10 Jahren Bearbeitete Fassung von Florian Kutej Bühnenaufführungsrechte vertreten durch den Eva-Bieler-Verlag
Aufführungen
| Schauspiel
All das Schöne (Every brilliant Thing)
Südkärntner Sommerspiele
Premiere: Mittwoch, 29. Juli 2026 Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme 2. Wasserschlachten 3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen 4. Die Farbe Gelb Man hofft, dass die Mutter die Liste wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Nicht jetzt, nicht später, als man selbst erwachsen ist, verliebt und vielleicht sogar über eigene Kinder nachdenkt. Immer wieder lauert da eine seltsame Traurigkeit, gibt es Abstürze, peinliche Situationen und Verletzungen. Nur die Liste ist im Lauf der Jahre angewachsen und nähert sich der Million. „Ein lebensbejahender Monolog über ein todernstes Thema, hinreißend, herzergreifend und gänzlich unsentimental … All das Schöne ist sogar ein umwerfend komisches Stück über Depression – und womöglich eines der komischsten Stücke überhaupt." (The Guardian) Schauspieler: Manuel Dragan Regie: Florian Kutej Bühne & Kostüme: Lena Felberbauer Lichtdesign: Helmut Stultschnig Uraufführung: Ludlow Fringe Festival, 28. Juni 2013 Deutschsprachige Erstaufführung: Staatstheater Mainz, 21. Oktober 2016 Deutsche Übersetzung von Corinna Brocher Bühnenaufführungsrechte vertreten durch den Rowohlt Verlag empfohlen ab 14 Jahren Dauer: ca. 70 Minuten (ohne Pause) Ein Teil der Einnahmen kommt dem HPE Österreich (Hilfe für Angehörige und Freunde psychisch Erkrankter) zugute.
Aufführungen
| Operette
Die drei Musketiere
Oper Graz
Premiere: 16.4.2026 Ein Spiel aus romantischer Zeit mit Musik von gestern und heute Text nach Motiven von Alexandre Dumas von Rudolph Schanzer und Ernst Welisch, Fassung für die Oper Graz von Georg Schütky In den Kampf für die Freiheit und Gerechtigkeit für alle begibt sich ein gemischtes Ensemble aus Spieler:innen der Theaterakademie LebensGroß und Sänger:innen der Oper Graz. Schmissige Klänge für aufreibende Kämpfe und aufregende Gefühle bietet die eigens geschaffene Bearbeitung der Revueoperette Ralph Benatzkys. Als zweite der drei in Zusammenarbeit mit dem Revueregisseur Erik Charell entstandenen Berliner Operetten schuf Ralph Benatzky unmittelbar vor dem bis heute berühmten Weißen Rössl 1929 das degenblitzende »Spiel aus romantischer Zeit mit Musik von gestern und heute«. Um die tückischen Machenschaften der hinterlistigen Kardinälin aufzudecken und das Wohl von Königin Anna, ihres Sohnes, König Ludwig, sowie des gesamten französischen Volkes zu bewahren, scheuen die drei Musketiere D’Artagnan, Aramis und Porthos weder offenen Kampf noch heißes (Liebes-)Spiel und stellen sich mit Witz und Schlauheit selbst den arglistigsten Ränkeschmieden und -schmiedinnen! Knapp hundert Jahre nach der Uraufführung nimmt sich das mindestens genauso furchtlose Ensemble, bestehend aus Opernsänger:innen sowie Spieler:innen der Theaterakademie LebensGroß, die berühmt-berüchtigten Musketiere vor. Mut verbindet auch die Performer:innen, die in dieser Produktion zum ersten Mal zusammenarbeiten und dabei die Erfahrung teilen, Hürden überwinden zu müssen: Während die Sänger:innen sich in einem Beruf mit hohem Risiko behaupten müssen, sind die Spieler:innen der Theaterakademie gefordert, Grenzen in einer Welt zu durchbrechen, die aufgrund der Beeinträchtigungen der Spieler:innen nicht für sie ausgelegt ist. Georg Schütky, Regisseur der 2023 erfolgreich in der Oper Graz aufgeführten Beggar’s Opera im Rahmen des inklusiven Theaterfestivals InTaKT, erarbeitet mit dem Ensemble eine eigene Fassung. Ralph Benatzkys Musik wird dabei für das extravagante Ensemble passgenau adaptiert. Machen Sie sich bereit für ein hieb- und stichfestes Happening in der Studiobühne der Oper Graz! Musikalische Leitung: Stefan Birnhuber Inszenierung: Georg Schütky Bühne: Daniel Angermayr Kostüme: Wieland Lemke Dramaturgie: Laura Bruckner / Katharina Rückl Leitung Theaterakademie LebensGroß: Lina Hölscher Inklusionsassistenz LebensGroß: Juliane Spannring / Tilla Rath Licht: Irene Selka Musikalisches Arrangement: Siegmund Andraschek Fechtcoach: Jörg Mathé In deutscher Sprache Eine Kooperation mit der Theaterakademie LebensGroß. Alle Vorstellungen der Drei Musketiere finden in entspannter Atmosphäre statt.
Aufführungen
| Tanz
Modern Times
Oper Graz
Premiere: 20.5.2026 Dreiteiliger Tanzabend Mit Musik von Benjamin Magnin, Davidson Jaconello und Hodei Iriarte Kaperotxipi »Tempo! Tempo!« – Drei sehr unterschiedliche Choreograph:innen beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der hektischen Schnelllebigkeit unserer Zeit, mit dem, was uns bisweilen atemlos antreibt, immer neue Herausforderungen zu bestehen. Sie setzen dem allerdings auch die Kraft der Ruhe und Entschleunigung entgegen. In einem seiner berühmtesten Filme – Modern Times (Moderne Zeiten) – kämpft Charlie Chaplin am Fließband einer Maschinenfabrik verzweifelt gegen die Monotonie seiner Arbeit. In einer Szene gerät er in ein überdimensional großes Räderwerk und dreht dabei immer noch brav die Schrauben fest – ein Sinnbild für die moderne Arbeitswelt und für die Macht ihrer Maschinen über den Menschen. Auch wir in unseren heutigen »modernen Zeiten« sind Getriebene. Ausruhen oder einmal die Seele baumeln zu lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, können viele gar nicht mehr. Jede freie Minute ist voll mit Aufgaben und Terminen: Verlangt wird immer mehr in immer kürzerer Zeit. Auch soziale Netzwerke tragen ihren Anteil dazu bei. Tanz lebt vom Tempo – aber auch von der Ruhe. Der Tanzabend Modern Times wirft einen bewegten Blick auf den Rhythmus des Lebens und seine Wechsel. Altersempfehlung: 12+
Aufführungen
neue Veranstaltung
Oper Graz
Aufführungen
| Operette
Arizona Lady
Oper Graz
Operette in zwei Akten (1954) Libretto von Alfred Grünwald und Gustav Beer Cowboys, Pferderennen und die ganz großen Gefühle! Das alles und mehr bringt die letzte, posthum uraufgeführte Operette Emmerich Kálmáns auf die Bühne der Oper Graz. In einer spannenden und gefühlvollen Inszenierung ist Kálmáns Westernoperette zum ersten Mal in Österreich zu erleben. Sunshine Ranch, Wilder Westen: Für Lona Farrell, Ranchbesitzerin und Pferdezüchterin mit ungarischen Wurzeln, steht die Arbeit an erster Stelle. Mögliche Liebesabenteuer sieht sie dagegen eher kritisch, obwohl die Männerwelt ihr gerne zu Füßen liegen würde. Als der geheimnisvolle Cowboy Roy Dexter die vakante Stelle des übergriffigen Vorarbeiters Jim Slaughter übernimmt und das Rennpferd Arizona Lady unter seiner Pflege neue Rekorde zu brechen scheint, können Lona und Roy nur mehr schwer ihre romantischen Gefühle zueinander verbergen. Ein Happy End liegt schon in greifbarer Nähe, wären da nicht Jim Slaughter und sein neuer dubioser Chef McDumb … Nach seinem Exil in Amerika kehrte Emmerich Kálmán 1949 nach Europa zurück. Mit im Gepäck die Erinnerungen an die USA. In Arizona Lady verarbeitete der eingefleischte Western-Fan alle Klänge, die ihn inspirierten: Walzer, Foxtrott, Csárdás und, einzigartig in dieser Operette, einen amerikanischen Square Dance. Es sollte Kálmáns letzte Operette werden, die nach seinem Tod auf Betreiben seines Sohnes Charles vollendet wurde. Für die Oper Graz setzen Regisseur Christian Thausing und Choreographin Evamaria Mayer, die hier 2020 mit großem Erfolg Anatevka auf die Bühne brachten, die singenden Cowboys und -girls in Szene. Am Pult steht Kai Tietje, der die Operette in konzertanter Form bereits 2014 als Wiederentdeckung an der Komischen Oper Berlin dirigierte und dem hiesigen Publikum von Tom Sawyer (2023/24) und Roxy und ihr Wunderteam (2024/25) bekannt ist. Inszenierung: Christian Thausing Bühne & Kostüme: Okarina Peter / Timo Dentler Choreographie: Evamaria Mayer Licht: Karl Wiedemann Video: Herwig Baumgartner Dramaturgie: Laura Bruckner Chor: Georgi Mladenov Altersempfehlung: +10 In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen
| Operette
Mein Lieblingstier heißt Winter / Folge 5
Oper Graz
Fortsetzungs-Operette in fünf Folgen (2024-2026) Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts! In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht. Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz. In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte. Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt. Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder Inszenierung: Alexander Charim Bühne & Kostüme: Ivan Bazak Licht: Daniel Weiss Dramaturgie: Katharina John In deutscher Sprache
Aufführungen
| Operette
Mein Lieblingstier heißt Winter / Folge 4
Oper Graz
Fortsetzungs-Operette in fünf Folgen (2024-2026) Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts! In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht. Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz. In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte. Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt. Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder Inszenierung: Alexander Charim Bühne & Kostüme: Ivan Bazak Licht: Daniel Weiss Dramaturgie: Katharina John In deutscher Sprache
Aufführungen
| Oper
Orfeo ed Euridice
Stadttheater Klagenfurt
Der Mythos über den thrakischen Sänger Orpheus, der mit seinem Gesang nicht nur Menschen und Tiere anzurühren vermochte, sondern auch Felsen und die Götter des Todes zum Weinen brachte, erzählt von der unauflöslichen Verschränkung von Liebe und Musik. Nachdem seine Frau Eurydike durch den Biss einer Giftschlange ums Leben gekommen ist, steigt Orpheus in die Unterwelt hinab, um ein zweites Leben für Eurydike zu erflehen. Mit seiner Musik besänftigt er die Geister der Hölle, worauf diese Eurydike die Rückkehr in die Welt der Lebenden gewähren. Doch auf dem Weg nach oben muss das Paar noch eine Prüfung bestehen: Orpheus darf sich nicht nach Eurydike umsehen, bis die beiden wieder an der Oberfläche sind. Mit Orfeo ed Euridice schufen Ranieri de’ Calzabigi und Christoph Willibald Gluck 1762 einen neuartigen Operntypus. Das Libretto erzählt die Handlung geradlinig, ohne Intrigen, Nebenhandlungen und Umwege, und eröffnet so den Raum für die Darstellung der elementaren menschlichen Erfahrung von Liebe und Verlust. Glucks kongeniale Musik zeichnet sich durch schnörkellose, aber umso berührendere Klarheit aus, und entfaltet sich vor allem in der Gegensätzlichkeit von schauriger Unterwelt und lieblichem Glanz des Elysiums zu monumentalen Denkmälern der Liebe. Mit dieser Produktion feiern Carolin Pienkos und Cornelius Obonya, die sich seit ihrer Inszenierung der Fledermaus an der Mailänder Scala als erfolgreiches Regieduo etabliert haben, ihren Einstand in Klagenfurt. MUSIKALISCHE LEITUNG: Michael Hofstetter / Mitsugu Hoshino (13.02.2026 & 04.-28.03.2026) MUSIKAL. EINRICHTUNG DER FASSUNG: Attilio Cremonesi REGIE: Carolin Pienkos, Cornelius Obonya CHOREOGRAPHIE: Riccardo De Nigris BÜHNE: Devin McDonough KOSTÜME: Laura Madgé Hörmann CHOREINSTUDIERUNG: Günter Wallner DRAMATURGIE: Markus Hänsel Dauer: ca. 1 h 30 min / keine Pause Premiere: Do, 05.02.2026 Dernière: Sa, 28.03.2026 In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen
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