Aufführungen / Oper
Opernhaus Graz
Graz, Kaiser-Josef-Platz 10
- Heute: Schneewittchen und die 77 Zwerge
- Morgen: Spielplatz Musik
- Premiere: La Divina Comedia
- Idomeneo
- Ring

- Rigoletto
- Cinello
- Advent in der Oper
- »Tanzen für alle«
- Hader on Ice
- On the Town
- Führung durch die Oper
- Wozzeck
- Movies and Opera
- Ballett Inside
- Movies and Opera
- Die Mediathek der Oper Graz
- Das Grazer Opernhaus wurde im neobarocken Stil erbaut und ist nach der Wiener Staatsoper das zweitgrößte Opernhaus in Österreich.
Aufführungen
| Operette
Aufführungen
| Tanz
Ring
Oper Graz
Kreistänze sind eines der ältesten Rituale, durch die der Mensch sich in Einklang mit dem Kosmos zu bringen sucht. In vielen Tanzformen blieb dieser mythische Ursprung bewahrt. Der Ring wird zum Raum für drei junge Choreographen, die Studiobühne zur Arena, und die Publikumsreihen umringen eine kreisförmige Tanzfläche. Der Italiener Brian Scalini, der Australier Jack Traylen und Etay Axelroad aus Israel nehmen die reizvolle Herausforderung an, Tanz aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken und in gegenseitiger Inspiration einen gemeinsamen Abend zu präsentieren. Die drei jungen Choreographen setzen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Tanz auseinander. Jeder von ihnen hat eine einzigartige choreographische Handschrift und mutige Ideen. Sie zeigen »Tanz pur«, hautnah am Publikum: sinnlich, irritierend, kraftvoll und überraschend. Choreographie re:Mind: Brian Scalini Choreographie Eidolons: Jack Traylen Choreographie Pitfall: Etay Axelroad Bühne & Kostüme: Thomas Van der Jeught Licht: Martin Schwarz Sounddesign re:Mind: Gaborhalasz.art Komposition und Sounddesign Eidolons: One secret each Sounddesign Pitfall: Anna Lann Dramaturgie: Dirk Elwert Altersempfehlung: 12+ Wir möchten darauf hinweisen, dass während der ersten Choreographie Eidolons (ca. 15 Minuten nach Beginn) Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.
Aufführungen
| Oper
Rigoletto
Oper Graz
Melodramma in drei Akten (1851) Libretto von Francesco Maria Piave Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen gespielter Heiterkeit, ehrlicher Vaterliebe und menschlichen Abgründen, auf die Giuseppe Verdi seinen Protagonisten Rigoletto schickt. Regisseurin Ute M. Engelhardt blickt hinter die Fassade des Spaßmachers und in den Rachen der verrohten Gesellschaft, in der sich der Titelheld bewegt. Am Pult: Chefdirigent Vassilis Christopoulos,der sich nach seiner packenden Interpretation des Macbeth erneut einer Verdi-Oper widmet. Zur Befriedigung seiner Lust lässt sich der Herzog von Mantua von seinen Bediensteten immer wieder neue Frauen zuführen. Teil dieses frauenverachtenden Systems ist auch Rigoletto, der Hofnarr, der nach dem Verlust seiner Frau nur mehr mit beißendem Spott auf die Welt reagiert. Er lebt allein für seine Tochter Gilda, die er vor der Gesellschaft verbirgt, um sie vor dem Zugriff des Herzogs zu schützen. Vergeblich! Gilda verliebt sich in den Herzog, und Rigoletto trägt zur Entführung Gildas bei, ohne zu merken, dass es sich um die eigene Tochter handelt. Als er versteht, was geschehen ist, hat der verletzte Vater nur noch eines im Sinn: Rache! Mit Rigoletto eröffnete Giuseppe Verdi seine Erfolgstrias, zu der auch Il trovatore und La traviata zählen, und die seinen bis heute andauernden Weltruhm auf den Opernbühnen der Welt begründete. Der politisch denkende Komponist wählte mit Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse (Der König amüsiert sich) ein Werk zur Vorlage seines Melodrammas, das sich ganz den Zusammenhängen von Hierarchie und Machtmissbrauch widmet. Auf der Suche nach emotionaler Wahrhaftigkeit in der Musik kontrastierte Verdi seelenkundig die zarte Liebe Gildas mit den Traumata und Abgründen Rigolettos – eines Menschen am Rande der Gesellschaft. Verdi und sein Textdichter Piave erzählen die Geschichte ihres Titelhelden vor der Folie der heiter-zynischen Welt des Herzogs, dem der Komponist eine seiner berühmtesten Melodien in den Mund legt, die in ihrer Beschwingtheit spöttischer Ausdruck eines rücksichtslosen Frauenhelden ist: »La donna è mobile.« Inszenierung: Ute M. Engelhardt Bühne: Stephanie Rauch Kostüme: Katharina Tasch Licht: Stefan Schlagbauer Dramaturgie: Christin Hagemann Chor: Johannes Köhler In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Nachklang: Mittwoch, 17. Dezember, 22 Uhr, Café Stolz Nachklang XXL: Freitag, 05. Dezember, 22 Uhr, Café Stolz
Aufführungen
| Oper
Wozzeck
Oper Graz
Premiere: 13.2.2026 Oper in drei Akten (15 Szenen) (1925) Text nach dem Dramenfragment "Woyzeck" von Georg Büchner Mit einer packenden Story zwischen Drama, Mordfall und Sozialstudie revolutionierte Alban Berg 1925 die Operntradition. Die Volksopernstars Daniel Schmutzhard (Wozzeck) und Annette Dasch (Marie) durchleuchten gemeinsam mit Chefdirigent Vassilis Christopoulos am Pult der Grazer Philharmoniker die expressive Klangwelt von Bergs Meisterwerk. Nach seinem erfolgreichen Österreich-Debüt in Graz mit Richard Wagners Tannhäuser und Stationen in Wien und Salzburg kehrt Regisseur Evgeny Titov mit einer der wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts an die Oper Graz zurück. Alban Bergs vor dem Ersten Weltkrieg begonnene und 1922 vollendete erste Oper Wozzeck gilt als bahnbrechende Schöpfung der atonalen Musik und Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Basierend auf Georg Büchners Dramenfragment zeichnet Bergs Oper in einer »Versuchsanordnung Mensch« eine düstere Konstellation der Heil- und Ausweglosigkeit: Der einfache Soldat Franz Wozzeck wird von seinem Hauptmann und einem Doktor für medizinische Experimente missbraucht. Seine Frau Marie betrügt ihn mit einem Tambourmajor. Je mehr sich der Handlungsspielraum Wozzecks verengt, je mehr ihm Hauptmann und Doktor – gezeichnet als zwei menschliche Archetypen – zusetzen, desto größer wird die Not Wozzecks. Er verliert den Verstand. Seine Bedrängnis findet im Femizid an seiner Frau Marie ein Ventil. Der Mord an ihr erscheint als vergeblicher Versuch, die eigene Handlungssouveränität zurückzugewinnen. Die dissonante Klangwelt Bergs schafft eine beklemmende Atmosphäre und spiegelt nicht nur die innere Zerrissenheit des Titelhelden wider, sondern macht sowohl den Abgrund Mensch als auch die Zerbrechlichkeit des Menschen auf berührende Weise erlebbar. Altersempfehlung: 14+ In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Musikalische Leitung: Vassilis Christopoulos Inszenierung: Evgeny Titov Bühne: Gideon Davey Kostüme: Klaus Bruns Licht: Sebastian Alphons Dramaturgie: Katharina John Chor: Johannes Köhler Singschul': Andrea Fournier Vor der Premiere: Sonntag, 25. Jänner, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Samstag, 07. Februar, 10.30 Uhr Nachklang: Donnerstag, 26. Februar, 21.15 Uhr, Café Stolz
Aufführungen
| Schauspiel
Die Frau vom Meere
Stadttheater Klagenfurt
Ellida Wangel ist die Frau vom Meer, gestrandet in der Kleinstadt am Fjord, getrieben von der Anziehungskraft, die das Wasser auf sie ausübt. Ihr Dasein verzehrt sich in der Sehnsucht nach »etwas anderem«, das sie befreien soll aus dem bürgerlichen Leben mit ihrem Mann. Während der seiner verstorbenen Frau nachhängt, flüchtet sich Ellida in den Traum von jenem Seemann, dem sie einst verbunden war. Plötzlich steht ein Fremder vor ihrer Tür und fordert sie auf, mit ihm zu gehen. In der Not, sich zu entscheiden, entdeckt sie, dass in ihrem Bewusstsein längst etwas anderes herangereift ist: Nun ist die Chance da, zu sich selbst zu finden … Mit Ellida hat der große norwegische Realist seiner Nora und seiner Hedda eine Schwesternfigur gestaltet, denn wie sie sprengt Ellida die Grenzen: Luft, Freiheit! Moritz Franz Beichl kehrt nach seinem poetischen und musikalischen Sturm mit diesem Lieblingsstück nach Klagenfurt zurück. Fotocredit: ©Karlheinz Fessl
Aufführungen
| Ballett
Boléro
Stadttheater Klagenfurt
Mit einem ebenso fulminanten wie nachdenklichen Ballettabend setzen das slowenische Staatsballett Ljubljana und das Stadttheater Klagenfurt ihre erfolgreiche Kooperation der letzten Jahre fort. Boléro vereint zwei für großes Orchester komponierte Klassiker des modernen Balletts mit der romantischen Schwermut von Chopins Nachtstücken für Klavier. Seinen Titel erhält der Abend vom berühmtesten Werk Maurice Ravels. Er schuf den Boléro im Auftrag der russischen Ballerina Ida Rubinstein, doch in der Tanzgeschichte gilt vor allem die Interpretation von Maurice Béjart aus dem Jahr 1961 als Meilenstein. Choreograph Renato Zanella geht von Ravels musikalischem Grundgedanken des Kampfes um die Vorherrschaft zwischen Rhythmus und Melodie aus und unterstreicht, dass die Schönheit der Melodie in einer direkten Konfrontation mit der Kraft des Rhythmus selten als Siegerin vom Feld geht. »Sei still«, scheint Edward Clug uns mit seiner beredten Choreographie Ssss … zur Musik von Frédéric Chopin zuzuflüstern. Doch es ist keine autoritäre Aufforderung zum Schweigen, die den Raum durchschneidet, sondern eine sanfte Beruhigung, die den weiteren Fortgang offenlässt. In der Choreographie zu Igor Stravinskys revolutionärer Ballettmusik Le Sacre du printemps setzt sich Renato Zanella mit der Erkenntnis auseinander, dass das vom Menschen im Laufe der Geschichte am beharrlichsten praktizierte Ritual der Krieg ist: Wir opfern den Frieden, um Frieden zu gewinnen. Fotocredit: (c) Darja Štravs Tisu
Aufführungen
neue Veranstaltung
Grazer Philharmoniker
Aufführungen
| Kabarett
Hader on Ice
Oper Graz
mit Josef Hader „Immer is irgendwas. Entweder die Fiaß schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg i wieder ka Luft, wenn i schneller geh. Oder i hab an Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind z’eng. Was is das bitte? – Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat’s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt’s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat’s doch früher net geb’n! Wenn die dich stechen, kriegst einen Dippel, der geht monatelang net weg! Wahrscheinlich san die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zua! Seit i nimmer aus’n Haus geh. Meine Theorie is, die Pflanzen woll’n die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen hab’n einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock’n’ Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh Photosynthese.“
Aufführungen
| Film
Movies and Opera
Oper Graz
Oper und Kino – zwei Kunstformen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide erzählen Geschichten durch eine Kombination von Bild und Ton und beide zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Umgekehrt inspirieren Filmmusik und Kinoästhetik zunehmend moderne Opernproduktionen. Regisseur:innen experimentieren mit Videoprojektionen und cineastischen Elementen auf der Opernbühne. Viele Bühnenwerke wurden verfilmt oder Werke des Musiktheaters haben ihre Stoffvorlage in Kinofilmen. Gemeinsam möchten die Oper Graz und das Filmzentrum im Rechbauerkino dieser wechselseitigen Inspiration mit einer maßgeschneiderten Filmreihe – entlang des Spielplans der Oper Graz – nachgehen. Alex Desmond, Cineast und Filmconnaisseur, nimmt sein Publikum dabei mit auf spannende, unterhaltsame und informative Reisen in die weite Welt der Filmgeschichte(n). Die drei Musketiere Regie: Richard Lester Sprachfassung: engl. OmU Produktionsland: Großbritannien / Panama / Spanien / USA Erscheinungsjahr: 1973 Filmlänge: 103 Minuten Darsteller: Michael York, Charlton Heston, Oliver Reed Vor der Filmvorführung spricht Alex Desmond im Interview mit Dramaturgin Laura Bruckner und gewährt Einblicke in die aktuelle Operette Die drei Musketiere von Ralph Benatzky an der Oper Graz.
Aufführungen
| Film
Movies and Opera
Oper Graz
Oper und Kino – zwei Kunstformen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide erzählen Geschichten durch eine Kombination von Bild und Ton und beide zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Umgekehrt inspirieren Filmmusik und Kinoästhetik zunehmend moderne Opernproduktionen. Regisseur:innen experimentieren mit Videoprojektionen und cineastischen Elementen auf der Opernbühne. Viele Bühnenwerke wurden verfilmt oder Werke des Musiktheaters haben ihre Stoffvorlage in Kinofilmen. Gemeinsam möchten die Oper Graz und das Filmzentrum im Rechbauerkino dieser wechselseitigen Inspiration mit einer maßgeschneiderten Filmreihe – entlang des Spielplans der Oper Graz – nachgehen. Alex Desmond, Cineast und Filmconnaisseur, nimmt sein Publikum dabei mit auf spannende, unterhaltsame und informative Reisen in die weite Welt der Filmgeschichte(n). Woyzeck Regie: Werner Herzog Sprachfassung: deutsche Fassung Produktionsland: DE Erscheinungsjahr: 1979 Filmlänge: 77 Minuten Darsteller: Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann, Willy Semmelrogge Vor der Filmvorführung spricht Alex Desmond im Interview mit Dramaturgin Katharina John und gewährt Einblicke in die aktuelle Opernproduktion Wozzeck von Alban Berg an der Oper Graz.
Aufführungen
| Film
Movies and Opera
Oper Graz
Oper und Kino – zwei Kunstformen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide erzählen Geschichten durch eine Kombination von Bild und Ton und beide zielen darauf ab, Emotionen zu wecken und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Umgekehrt inspirieren Filmmusik und Kinoästhetik zunehmend moderne Opernproduktionen. Regisseur:innen experimentieren mit Videoprojektionen und cineastischen Elementen auf der Opernbühne. Viele Bühnenwerke wurden verfilmt oder Werke des Musiktheaters haben ihre Stoffvorlage in Kinofilmen. Gemeinsam möchten die Oper Graz und das Filmzentrum im Rechbauerkino dieser wechselseitigen Inspiration mit einer maßgeschneiderten Filmreihe – entlang des Spielplans der Oper Graz – nachgehen. Alex Desmond, Cineast und Filmconnaisseur, nimmt sein Publikum dabei mit auf spannende, unterhaltsame und informative Reisen in die weite Welt der Filmgeschichte(n). On the Town Regie: Gene Kelly, Stanley Donen Sprachfassung: engl. OV USA, 1949, 98 Minuten Mit Gene Kelly, Frank Sinatra, Betty Garrett, Ann Miller, Jules Munshin Musik: Leonard Bernstein Vor der Filmvorführung spricht Alex Desmond im Interview mit Dramaturgin Laura Bruckner und gewährt Einblicke in die aktuelle Musicalproduktion On the Town von Leonard Bernstein an der Oper Graz.
Aufführungen
| Ballett
La Divina Comedia
Oper Graz
Premiere: 17.1.2026 Tanzabend mit Musik von Arvo Pärt & Philip Glass Das Grazer Opernhaus wird zum riesigen menschlichen Körper, dessen »Eingeweide«, geleitet von Dante und der Musik von Philip Glass und Arvo Pärt, die Tänzer:innen von Ballett Graz erkunden. Auf ihrer Reise durch Hölle und Fegefeuer bis ins Paradies bespielt die aus Chile stammende Choreographin Estefania Miranda nicht nur den Bühnenraum, sondern sämtliche Foyers des Opernhauses. Die Göttliche Komödie, Divina Commedia, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265–1321) und gilt als die bedeutendste Dichtung der italienischen Literatur und Grundlage für die moderne italienische Sprache. Darin beschreibt Dante Stationen einer Wanderung durch eine jenseitige Welt. Durch Hölle und Fegefeuer führt den Autor, der zugleich seine eigene Hauptfigur ist, der römische Dichter Vergil. Auf ihrem Weg begegnen Dante und Vergil den zahllosen Seelen der Verstorbenen, die von ihrem jeweiligen Schicksal berichten. Im Paradies trifft Dante schließlich auf seine Jugendliebe Beatrice. In der Wiederbegegnung mit ihr entdeckt der Dichter die Kraft der Liebe und findet innere Ruhe und Frieden. Die Choreographin Estefania Miranda nutzt die literarische Vorlage für eine »raumgreifende« Choreographie. Sie fragt dabei nach den größten Ängsten und Sehnsüchten der Menschen und danach, was unsere Seelen nach dem Tod erwarten könnte. Die biblischen Todsünden überträgt sie in einen heutigen Kontext. Im ersten Teil des Abends erleben wir auf einer Entdeckungsreise durch das Opernhaus verschiedene choreographische Installationen, die Qualen und Sünden in eine zeitgenössische Tanzsprache übersetzen. Im zweiten Teil dieses sinnlichen Gesamtkunstwerks verfolgt das Publikum Dantes Weg ins Paradies wie gewohnt vom Zuschauerraum aus. Musikalische Leitung: Johannes Braun Choreographie: Estefania Miranda Bühne: Till Kuhnert Kostüme: Estefania Miranda Video: Kristian Breitenbach Chor: Johannes Köhler Dramaturgie: Mattia Scassellati / Isabelle Bischof Vor der Premiere: Sonntag, 11. Jänner, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Dienstag, 13. Jänner, 18.30 Uhr Nachklang: Mittwoch, 28. Jänner, 21.30 Uhr, Café Stolz Nachklang XXL: Freitag, 06. Februar, 21.30 Uhr, Café Stolz
Aufführungen
| Musical
On the Town
Oper Graz
Musicalkomödie in zwei Akten (1944) Buch und Text von Betty Comden und Adolph Green nach einer Idee von Jerome Robbins - Deutsche Übersetzung von Jens Luckwaldt In On the Town sind drei Matrosen auf Landgang auf der Suche nach den Sehenswürdigkeiten der Stadt und einer charmanten Städterin als Begleitung. Unter Zeitdruck nicht gerade ein leicht zu erreichendes Ziel … Leonard Bernsteins erstes Musical, in Szene gesetzt von Musical-Profi Felix Seiler, bietet nicht nur eingängige Hits, sondern ebenso humorvoll-gezeichnete Figuren zum Verlieben – und jede Menge Spaß und Schwung! Die drei jungen Matrosen Gabey, Chip und Ozzie haben ein klares Ziel vor Augen: Wenn sie schon einmal für eine Nacht ihr Schiff verlassen können, möchten sie diese genießen, möglichst viel von New York sehen, und das in guter Gesellschaft! Gabey hat bald eine ganz genaue Vorstellung dieser Gesellschaft, nämlich die »Miss Subway des Monats Juni«: Ivy Smith. Die drei trennen sich, um besagte Dame zu finden. Gabey gelingt dies sogar! Ivy hat jedoch eigene Pläne für den Abend, die sie ungern mit dem Matrosen teilen möchte ... Auch Chip und Ozzie machen eigene, unerwartete Bekannschaften ... In der Inszenierung von Felix Seiler, unterstützt von Choreograph Danny Costello, Bühnenbildner Darko Petrovic und Kostümbildnerin Sarah Rolke, die das New Yorker Nachtleben auf die Opernbühne zaubern, erlebt das Publikum einen kurzweiligen und aufregenden Abend im Big Apple. Bevor On the Town als Musical den Broadway eroberte, war das Stück als Ballett von Jerome Robbins mit der Musik von Leonard Bernstein zu erleben. Die Produktion war ein derartiger Erfolg, dass die beiden Künstler gebeten wurden, den Stoff als Musical zu adaptieren. Uraufgeführt 1944 während des Zweiten Weltkriegs, sollte es das Publikum vom düsteren Kriegsalltag ablenken. Aber gerade mit dem Bewusstsein um die Endlichkeit des Lebens und die Fragilität von Wohlstand ist On the Town mit seinen scharfzüngigen Kommentaren zu damals top-aktuellen Themen wie Sexualpsychologie oder modernen Geschlechterbildern weitaus mehr als oberflächliche Unterhaltung. Nicht umsonst wurden die vier Autor:innen Bernstein, Robbins und das Textduo Betty Comden und Adolph Green nach der Premiere als die »jungen Wilden« quasi über Nacht berühmt. Inszenierung: Felix Seiler Choreographie: Danny Costello Bühne: Darko Petrovic Kostüme: Sarah Rolke Licht: Michael Grundner Dramaturgie: Laura Bruckner Chor: Johannes Köhler In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Vor der Premiere: Sonntag, 05. Oktober, 11 Uhr, Studiobühne Kostprobe: Dienstag, 21. Oktober, 18.30 Uhr Nachklang: Donnerstag, 06. November, 22 Uhr, Café Stolz Termin mit Live-Audiodeskription und Tastparcours: Sonntag, 09. November, 15 Uhr (Tastparcours ab 13 Uhr)
Aufführungen
| Oper
Opern auf Bayrisch - Teil 2
Oper Graz
Oper einmal anders: Erleben Sie Salome, Der Lohengrin von Wolfratshausen und Don Giovanni nicht gesungen, sondern in echt bayrischer Mundart gesprochen! Nach dem großen Erfolg 2024 kehren die drei bayerischen Schauspielstars Gerd Anthoff, Monika Gruber und Michael Lerchenberg in die Oper Graz zurück und präsentieren diese humorvollen, frechen und charmanten Umdeutungen weltberühmter Opern auf unnachahmliche Weise! Klassiker der Opernliteratur und originelle Mundartverse verschmelzen so zu einem äußerst kurzweiligen Vergnügen voller Witz und Leidenschaft. Es erwartet Sie ein höchst amüsanter und unterhaltsamer Opernabend der etwas anderen Art, an dem garantiert kein Auge trocken bleibt ... Der Abend wird vom Percussionisten Philipp Jungk und dem Ensemble Opern auf Bayrisch (Mitglieder großer Münchner Orchester) unter der Leitung von Andreas Kowalewitz musikalisch umrahmt. Die Erfolgsproduktion ist seit über 40 Jahren fester Bestandteil auf zahlreichen Bühnen, weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Opern auf Bayrisch – ein absoluter Kult – und so gut wie immer ausverkauft! PROGRAMM Salome – oder: Wia der Prophet Jochanaan verratn, versuacht und köpft worn is Der Lohengrin von Wolfratshausen – oder: Weil d` Weiber oiwei ois wißn müaßn Don Giovanni – oder: Der Graf Hallodri von Lenggrias MIT Gerd Anthoff, Monika Gruber & Michael Lerchenberg Percussion: Philipp Jungk Musikensemble Opern auf Bayrisch Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Aufführungen
| Oper
Moskau, Tscherjomuschki
Oper Graz
Premiere: 4.10.2025 Musikalische Komödie in drei Akten (1959) Libretto von Vladimir Maas und Michail Tscherwinski Konzertante Aufführung in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln Late-Night-Legende Harald Schmidt frönt seiner Leidenschaft für das Musiktheater und führt durch Dmitri Schostakowitschs temporeiche Operette, in der junge Paare von einem Leben in den modernen Wohnblocks von Tscherjomuschki vor den Toren Moskaus träumen. Doch Korruption, Bürokratie und Chaos machen ihre Hoffnungen zunichte. Mit eingängigen Melodien, beißendem Witz und einem Hauch von Romantik entlarvt Schostakowitsch die Kluft zwischen Propaganda und Realität. Ein musikalisches Feuerwerk, das mit Humor und Ironie die gesellschaftlichen Missstände seiner (und auch unserer) Zeit seziert. Brillant, zeitlos, unterhaltsam! Mit dem Versprechen, Wohnraum für alle zu schaffen, gelang es Nikita Chruschtschow nach dem Tod Stalins, seine politischen Rivalen auszustechen. Es setzte eine Zeit des kulturpolitischen Tauwetters ein, und im Alltag machten sich die ersten Anzeichen eines bescheidenen Wohlstands bemerkbar. Um die Nachricht vom sowjetischen Aufschwung in die Welt zu tragen, wurde Dmitri Schostakowitsch beauftragt, eine musikalische Komödie über das erste Neubauviertel im prestigeträchtigen Moskauer Südwesten zu komponieren. Doch Schostakowitsch nutzt das Genre der Operette nicht zur Verherrlichung, sondern für eine zugleich humorvolle und kritische Auseinandersetzung mit dem sowjetischen Alltag. In seiner Operette verfolgt er dabei lustvoll, wie die optimistische Vision an Korruption, Bürokratie und absurden Hindernissen scheitert, mit denen die Protagonist:innen, drei junge Paare, konfrontiert werden. Musikalisch kombiniert er eingängige Melodien mit Elementen der Volksmusik, des Jazz und des Walzers, integriert raffiniert Selbstzitate, gängige Schlager oder populäre Klassiker wie Schwanensee und macht ironische Anspielungen auf heroische Hymnen und Propagandalieder, die den Kontrast zwischen den Idealen und der Realität unterstreichen. Moskau, Tscherjomuschki spiegelt die Herausforderungen des Alltags wider und beleuchtet die Träume und Enttäuschungen einer Gesellschaft im Wandel. Bis heute beeindruckt das Werk durch seine musikalische Vielseitigkeit, seinen satirischen Scharfsinn und seine zeitlose Aktualität. Musikalische Leitung: Mikhail Agrest Licht: Daniel Weiss Dramaturgie: Katharina John Chor: Georgi Mladenov Afanassi Iwanowitsch Barabaschkin, Hausmeister: Harald Schmidt Alexander (»Sascha«) Petrowitsch Bubenzow: Ivan Oreščanin Mascha, seine Frau: Sofia Vinnik Lidotschka: Katharina Melnikova Boris (»Borja«) Korezki: Nikita Ivasechko Sergei (»Serjoscha«) Gluschkow: Ted Black Fjodor (»Fedja«) Michailowitsch Drebednjow: Will Frost Wawa, seine Frau | Ljusja: Corina Koller Grazer Philharmoniker,Herrenchor der Oper Graz,Damenchor der Oper Graz
Aufführungen
| Oper
Idomeneo
Oper Graz
Dramma per musica in drei Akten, KV 366 (1781) Libretto von Giambattista Varesco Ein Kriegsende, die Rückkehr in die Heimat und ein verhängnisvoller Schwur samt Menschenopfer. In seiner 1781 uraufgeführten Oper erforscht der erst 24-jährige Mozart mit dramatischer Intensität und neuen, aufregenden Orchesterfarben die aufgewühlte Seele des kriegsversehrten kretischen Königs Idomeneo in einem tragischen Verantwortungskonflikt zwischen Staatsraison und privaten Interessen. Regisseur Philipp Westerbarkei untersucht in seiner Inszenierung das Verhältnis von Krieg und Menschsein. Nach mehr als zehn Jahren im Trojanischen Krieg kehrt der kretische König Idomeneo in seine Heimat zurück. Doch noch bevor er die heimische Küste erreicht, gerät er in einen schweren Sturm. In Todesangst bittet er Neptun, ihn zu verschonen, und schwört, den ersten Menschen zu opfern, der ihm an Land begegnen wird. Fluch des Schicksals: Es ist sein eigener Sohn Idamante! Statt endlich einer Zeit des Friedens entgegenblicken zu können, steht der König vor einer verhängnisvollen Entscheidung. 1780 erhielt Wolfgang Amadeus Mozart den Auftrag, für die Münchner Karnevalssaison eine Oper zu komponieren. In der Arbeit an dem Dramma per musica zeichnete er sich mit einer ausdrucksstarken, der Psyche des Titelhelden folgenden Orchestrierung als brillanter Musikdramatiker aus. Mit Idomeneo, seiner persönlichen Lieblingsoper, entwarf der Komponist ein Meisterwerk, dessen Stoff zwar in der Antike beheimatet ist, das aber aus der aufklärerischen, humanistischen Perspektive des späten 18. Jahrhunderts erzählt wird und durch die Zeitlosigkeit seines Konflikts noch heute mit großer Eindringlichkeit zu uns spricht. Inszenierung: Philipp Westerbarkei Bühne & Kostüme: Tatjana Ivschina Licht: Sebastian Alphons Dramaturgie: Christin Hagemann Chor: Johannes Köhler In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Wir möchten darauf hinweisen, dass im 1. Teil der Oper (nach ca. 25 min und ca. 70 min) Stroboskopeffekte verwendet werden.
Aufführungen
| Ballett
Ballett Inside
Oper Graz
Ganz nah dran sind die Zuschauer:innen bei den Abenden im Rahmen der Reihe Ballett Inside. Ballett, Neoklassik, Modern Dance, Contemporary, Tanztheater – die Bewegungsstile und ästhetischen Ausrichtungen in der Tanzwelt sind mannigfaltig. Es gibt viel zu entdecken für Zuschauende und Ausführende. Dieser Vielfalt hat sich das Ballett Graz verschrieben. Neue Aufgaben, neue Herausforderungen gibt es jeden Tag auf der Bühne und im Ballettsaal. Das Ballett Graz gewährt Einblicke in seine Arbeit, stellt die Tänzer:innen der Kompanie und internationale Gäste vor. Auftakt Begrüßen Sie mit uns die neue Spielzeit! Das Ballett Graz bietet exklusive und spannende Einblicke in den Arbeitsalltag und stellt die neuen Ensemblemitglieder vor. In kleinen Tanzbeiträgen zeigt das Ensemble seine ganze stilistische und technische Vielfalt. Ein Abend, der Lust auf das Programm unserer dritten Spielzeit an der Oper Graz und auf die faszinierende Welt des Tanzes machen soll! DO 25.09.2025 20:00 FR 26.09.2025 20:00 Wünsch Dir was! Dieser Abend steht ganz im Zeichen der Improvisation! Es gibt keine vorgegebenen Choreographien, Schritte, Rhythmen oder Inhalte, der Tanz entsteht aus der Dynamik zwischen den Tänzer:innen in jedem Moment neu. Tanzimprovisation führt aber nicht zu Beliebigkeit, sondern erfordert Achtsamkeit im Fühlen, Spüren und Denken. Wir erläutern an Beispielen die Grundlagen von Improvisationstechniken. – Und dann sind Sie dran: Die Inspirationen kommen direkt vom Publikum, das den Tänzer:innen Aufgaben stellt, Themen vorgibt und bestimmt, wer tanzt und zu welcher Musik. Die Tänzer:innen müssen ihr Teamarbeit unter Beweis stellen, denn es gilt, sehr schnell auf die Vorgaben des Publikums zu reagieren. Mut, Risiko, Charme, Witz und Spielfreude sind gefragt. FR 27.02.2026 20:00 SA 28.02.2026 20:00 Next Generation Aus Tänzer:innen werden Choreograph:innen, die eigene Stücke für ihre Kolleg:innen kreieren. Interessierte Tänzer:innen des Ballett Graz erhalten die Möglichkeit, ihre choreographischen Arbeiten vorzustellen. Sie sind jung, mutig und kreativ und überraschen immer wieder mit sehr persönlichen Kreationen, tänzerischen Momentaufnahmen, neuen Sichtweisen. MI 24.06.2026 20:00 FR 26.06.2026 20:00 SO 28.06.2026 20:00
Aufführungen
| Komödie
Bezahlt wird nicht!
Südkärntner Sommerspiele
Komödie von Dario Fo und Franca Rame Deutsche Übersetzung von Peter O. Chotjewitz Aus Wut über die permanent steigenden Lebensmittelpreise entschließen sich Antonia und Margherita, den Supermarkt zu plündern. Zu Hause verstecken sie die Ware vor ihren ebenso ahnungslosen wie gesetzestreuen Ehemännern. Als die Polizei beginnt, Wohnungen zu durchsuchen, wird es gefährlich für die beiden, und ein rasantes Verwirrspiel beginnt. Wie weit soll und darf ziviler Ungehorsam gehen, ohne gegen Gesetze zu verstoßen? Eine sozialkritische Farce über explodierende Inflationsraten, Wirtschaftskrisen und Politikerlügen. Ein hochaktueller Theaterabend voll Solidarität, Freundschaft und der Kraft der Gemeinschaft. Das 1974 von Literaturnobelpreisträger Dario Fo uraufgeführte Stück eroberte die Bühnen der Welt im Sturm. Diese hochkomische Mischung aus politischer Utopie, bissiger Satire und feinster italienischer Komödie hat bis heute nicht an gesellschaftlicher Relevanz verloren. Ensemble: Markus Druml, Helena Gregorn, Guido Hitzenhammer, Simone Jäger, Helmut Lechthaler und Mario Podrečnik Regie: Stephan Wapenhans Bühne & Kostüme: Isabel Toccafondi Lichtdesign: Helmut Stultschnig empfohlen ab 10 Jahren Bühnenaufführungsrechte vertreten durch den Verlag der Autoren Frankfurt am Main
Aufführungen
| Oper
Das verwunschene Glück
Styriarte
Michael Hell, Cembalo und musikalische Leitung Antonio Draghi: Gl’incantesimi disciolti Oper zur Hochzeit Kaiser Leopolds I. mit Erzherzogin Claudia Felizitas, Graz 1673 Im Jahr 1673 erstrahlte Schloss Eggenberg in festlichem Glanz. Denn hier wohnte Erzherzogin Claudia Felizitas von Tirol während ihrer glanzvollen Hochzeit mit Kaiser Leopold I. Zuvor hätte eine Intrige am Wiener Hof die Ehe der selbstbewussten, musikalischen Frau mit dem Kaiser beinahe verhindert, doch die Neider konnten sich nicht durchsetzen. Und genau das beschreibt Hofkomponist Antonio Draghi in seiner zauberhaften Ballettoper „Das verwunschene Glück“, die zur Hochzeit in Graz uraufgeführt wird. Darin verlieben sich das Glück und der Gute Wille ineinander, werden aber durch den boshaften Neid verhext, so dass sie einander verlieren. Erst durch das Eingreifen des Himmels kommt alles wieder in Ordnung. Ein Märchen im Planetensaal. EUR 36 / 72 / 108 Dauer ca. 70ʼ
Aufführungen
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